Rannungen
Baukosten

Rannunger Dorfplatz wird teurer

Unerfreuliche Nachrichten gab es für den Gemeinderat in Rannungen. Bei der Dorfplatzsanierung zeichnen sich Mehrkosten ab.
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Eine einzige große Baustelle ist zurzeit in Rannungen das Gelände zwischen der alten Schule (links), dem Rathaus (Mitte) und der Dorfkirche (rechts).  Foto: Dieter Britz
Eine einzige große Baustelle ist zurzeit in Rannungen das Gelände zwischen der alten Schule (links), dem Rathaus (Mitte) und der Dorfkirche (rechts). Foto: Dieter Britz

Die Arbeiten für die Sanierung des Dorfplatzes zwischen dem Rathaus, der alten Schule und der Kirche haben erst vor wenigen Wochen begonnen. Trotzdem ist bereits jetzt mit Mehrkosten in bisher nicht bekannter Höhe zu rechnen, und die Firma, die die Arbeiten ausgeführt, hat deshalb ein Nachtragsangebot erstellt.

In der Sitzungsvorlage für die Gemeinderäte heißt es dazu unter anderem: "Die Abdichtungsarbeiten an den bestehenden Gebäuden sollten bereits durchgeführt werden. Im Zuge der Baumaßnahme wurde nun festgestellt, dass sich die Abdichtung der zum Teil unzureichend gegründeten Gebäude sehr schwierig gestaltet."

Mehrkosten würden auch durch die nötige Entsorgung von schadstoffhaltigem Teer und Bitumen anfallen. Die Stellungnahme des Planungsbüros Hahn zu den Mehrkosten stehe noch aus. "Während der Bauphase wird noch einiges auf uns zukommen, da bin ich mir sicher", kommentierte Fridolin Zehner. Der Gemeinderat billigte in seiner Sitzung das Nachtragsangebot zur Abdichtung des Rathauses. Abgelehnt wurde jedoch die Dämmung des Gebäudes, da die Kellerräume nicht sehr tief liegen. Genehmigt wurde der Abbruch einer Mauer am Rand des Platzes. Über die Feiertage wird ein Fußweg eingerichtet, damit es besonders die Kirchgänger einfacher haben.

Im kommenden Jahr wird das Holzgebäude auf dem Platz abgerissen. "Das das Steingebäude kann bis zum Sankt Nimmerleinstag stehen bleiben", so Bürgermeister Fridolin Zehner. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und es läuft gut, versicherte er und "es wird, auch wenn vielleicht noch Posten auftauchen, die uns weh tun."

Er dankte den Anwohnern, die von den Bauarbeiten und der Abfuhr des Aushubs, rund 2000 Tonnen, betroffen sind, für ihre Geduld. Besonders betroffen seien zum Beispiel auch ältere und gehbehinderte Kirchgänger und hier ganz besonders Rollstuhlfahrer, "aber das lässt sich jetzt nicht anders lösen."

Das Regensburger Fotovoltaik-Unternehmen "bos.ten" kann nun seinen Solarpark im Bebauungsplangebiet "Westlich der KG 8" in den Grenzen der bestehenden Anlage mit zusätzlichen Modulen erweitern. Der Gemeinderat hatte die Vergrößerung der Anlage ursprünglich abgelehnt, dann aber einen Kompromiss akzeptiert. Er sieht vor, dass in der jetzigen Anlage die Zahl der Module erhöht werden kann. Die dazu nötige Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde hatte das Gremium bereits in seiner vorletzten Sitzung gebilligt.

Die außerdem erforderliche Änderung des Bebauungsplanes wurde damals jedoch von der schriftlichen Zusicherung der Firma abhängig gemacht, dass sie die verlangten Bepflanzungen durchführt und sich um die Reparatur eines Weges, die rund 2300 Euro kostet, kümmert. Da diese Zusicherung jetzt schriftlich vorliegt, so Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU), stimmte der Gemeinderat mit Ausnahme von Harald Leurer zu.

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