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Maßbach
Gemeinderat

Nigelnagelneues Pflaster in Poppenlauer muss wieder raus

Ein Gutachten hat ergeben, dass das Pflaster in der Poppenläurer Ludwigsstraße falsch verlegt worden ist. Aber die Autofahrer fahren auch zu schnell.
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Die Ludwigstraße in Poppenlauer wurde saniert und ist bereits seit Oktober 2018 wieder befahrbar. Doch das Pflaster soll noch einmal herausgerissen  werden, da es nach Feststellungen eines Gutachters schlecht verlegt worden sein soll.  Dieter Britz
Die Ludwigstraße in Poppenlauer wurde saniert und ist bereits seit Oktober 2018 wieder befahrbar. Doch das Pflaster soll noch einmal herausgerissen werden, da es nach Feststellungen eines Gutachters schlecht verlegt worden sein soll. Dieter Britz
Der Knaller kam erst ganz zum Schluss der jüngsten Sitzung des Maßbacher Marktgemeinderates unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes": Bürgermeister Matthias Klement (CSU) teilte mit, dass die Pflastersteine in der nagelneuen Ludwigsstraße im Ortsteil Poppenlauer noch einmal neu verlegt werden müssen, "die Straße muss noch mal raus." Damit werden auch die Anwohner der Straße noch einmal über viele Wochen starke Einschränkungen auf sich nehmen müssen.

Ein Gutachter aus Nüdlingen habe festgestellt, dass die Bettung der Steine (d.h. der Untergrund, auf dem sie verlegt worden sind) nicht ordnungsgemäß sei, betonte Klement. Das sei der Hauptgrund für die Beschwerden der Anwohner. Autofahrer, die über die Straße fahren, würden so viel Lärm machen.

Die Ludwigstraße ist nach ihrer Sanierung bereits seit Anfang Oktober letzten Jahres wieder befahrbar, aber die Gemeinde war nicht zufrieden mit der Ausführung der Arbeiten und hat sie deshalb bisher nicht abgenommen. Stattdessen wurde ein Gutachter beauftragt, der die von der Gemeinde kritisierten Mängel genau unter die Lupe nahm. Der Dorfplatz dagegen wurde für gut befunden und abgenommen. Er war zusammen mit der Straße gebaut und Ende April feierlich eingeweiht worden.

Die Gesamtkosten für die Straße, den Platz und die Wasserleitung betrugen 680 00 Euro. In der Sitzung des Marktgemeinderates a und noch einmal im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte Matthias Klement das Problem. Hauptursache sei, dass als Bettung für die Steine Kalk- statt Basalt-Split verwendet worden sei. Auch die Körnung habe nicht gestimmt. Außerdem seien die Fugen zwischen den Steinen ungleichmäßig. Deshalb sei der Fugen-Sand zum Teil abgesunken. All dies habe dazu geführt, dass die Fahrbahndecke nun ungleichmäßig und deshalb die Lärmbelästigung durch Autos relativ hoch sei.

Bürgermeister Klement betonte, dass die Ludwigstraße durch die Gemeinde noch nicht abgenommen ist. Es sei zunächst einmal Sache der Baufirma, für Abhilfe zu sorgen und die festgestellten Mängel zu beseitigen. Wann? "Ich hoffe, dass dies noch dieses Jahr geschieht." Wie die Firma reagiert hat? "Nicht wirklich" sagt Klement dazu nur. Am Tag nach der Gemeinderatssitzung erreichte ihn ein Schreiben des Unternehmens mit der Bitte um Aufschub bis zum 13. Juli. Bis dahin will die Firma das Gutachten prüfen.

Für die Anwohner der Ludwigstraße ist der Lärm offenbar ein großes Problem. Marktgemeinderat Achim Bieber (BBP) berichtete "die Anwohner beschweren sich, dass es extrem laut ist. Die Pflastersteine sind so laut" und "die Autofahrer rasen durch." Der Bürgermeister erinnerte daran, dass in dieser Straße die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt ist, "wenn man sie fahren würde, dann wäre das in Ordnung." Die Polizei habe davon abgeraten, Hindernisse aufzustellen und so die Geschwindigkeit zu reduzieren. Durch die Straße würden auch Lastwagen, große landwirtschaftliche Fahrzeuge und jeden Tag Busse fahren.
Der Bürgermeister teilte mit, dass nun das Parken an der Straße erlaubt werden soll, dann werde eventuell etwas langsamer und damit auch ruhiger gefahren. Sein Wunsch: "das Pflaster wird neu verlegt, danach hoffe ich, dass es leiser ist."