Niederlauer
Installation

Niederlauer: Skulptur mahnt Plastikvermüllung der Meere an

Herbert "Jimmy" Fell hat heuer eine fast sechs Meter Hohe Feuerskulptur - burning fish - am dicken Turm aufgebaut. Diese wird am Samstag, 22. Juni, angezündet.
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"Burning fish" ist am Samstag das diesjährige Motto des Berliner Feuer- und Eventkünstlers Herbert "Jimmy" Fell am "Dicken Turm" in Niederlauer, der  seine fast sechs Meter hohe Skulptur entzünden wird. Foto: Manfred Mellenthin
"Burning fish" ist am Samstag das diesjährige Motto des Berliner Feuer- und Eventkünstlers Herbert "Jimmy" Fell am "Dicken Turm" in Niederlauer, der seine fast sechs Meter hohe Skulptur entzünden wird. Foto: Manfred Mellenthin

Am Samstag, 22. Juni, ist es wieder soweit: Feuerevent am "Dicken Turm"!. Der Berliner Künstler Herbert "Jimmy" Fell entzündet nach Einbruch der Dunkelheit am "Dicken Turm" in Niederlauer seine fast sechs Meter hohe Feuerskulptur "burning fish". Davor wird bereits für die jüngeren Besucher ein Mini-Feuerspektakel angebrannt. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr, live unterhält Sängerin Maike May, die mittlerweile sogar in den USA Erfolge feiert.

Nicht nur meterhoch loderndene Flammen, sondern auch der tiefere Sinn, die Botschaft, die von seinem Kunstwerk ausgeht, ist dem Künstler, dem gebürtigen Niederlauerer wichtig. " Die Weltmeere werden mit Plastikabfall zugemüllt. Die Fische sterben. Haben wir - symbolisch betrachtet - bald nur noch Fischgräten zum Braten", stellt sich auch Fell die Frage, die durch die Berge von Plastikmüll nicht nur in den Weltmeeren immer drängender wird. Auch die Aktivitäten der Umweltaktivistin Greta Thunberg, die gegen den Klimawandel kämpft, sieht er durchweg positiv, hinterfragt aber auch kritisch ihre Möglichkeiten, "die Welt zu retten". Plastikvermüllung der Meer, das Abholzen der Tropenwälder, das Artensterben, hier sieht der zeitkritische Künstler einen unmittelbaren Handlungsbedarf.

Auch heuer geht "Jimmy" Fell mit dem Sinn seiner Skulptur weit in die Geschichte zurück. Gespannt dürfen die Zuschauer sein, wie er das Märchen "Der Fischer und seine Frau" und die Bibelgeschichte "Jona im Walfischbauch" mit Blick auf seine Skulptur einbinden wird. "Alle wollen immer mehr, ob im Märchen oder in der biblischen Geschichte von Jona, der die Bewohner von Ninive zuerst vergeblich zur Umkehr von Maßlosigkeit und Sünde aufruft. Hier muss das Umdenken sofort beginnen", zieht er Parallelen, die zum Nachdenken anregen.

"Ich finde es absolut super, dass mich mehrere Vereine aus meinem Heimatdorf unterstützen, um gemeinsam das in der Region wohl einmalige Feuerevent zu organisieren und durchzuführen", freut sich Fell über einen reibungslosen Aufbau und auf ein großes Event am Niederläurer "Dicken Turm. Die Bereitschaft der örtlichen Vereine, sein wohl einmaliges Feuerspektakel aktiv zu unterstützten, war für den Berliner Künstler auch die Basis, um erneut mit einer Feuerskulptur die Massen zu begeistern. Für sein stählernes Kunstwerk hat er bereits für das "danach" einen Platz gefunden. Die Fischskulptur wird auf dem Feld am Ortsausgang, nahe dem Dorfkreuz "Himmelfahrt" und parallel zur Lauer aufgebaut, so der Künstler.

"Ich freue mich, dass Herbert Fell auch heuer das Sonnenwendfeuer nicht nur zu einem Feuerspektakel nutzt, sondern mit der weltweiten Umweltverschmutzung sich auch einem gesellschaftskritischen Thema annimmt" weiß der Schirmherr, Bürgermeister Richard Knaier, die Symbiose "Kunst- Gesellschaftskritik-Spektakel" zu schätzen. Ebenso wie Landrat Thomas Habermann begleiten beide den Weg des Künstlers, der nicht nur bei Eußenhausen, sondern auch am "Dicken Turm" einen sehenswerten Skulpturenpark geschaffen hat, seit Jahren sehr positiv und sehen auch die öffentliche Aufmerksamkeit, die sogar bereits einmal bis zum Oberhaupt der russisch orthodoxen Kirche in Deutschland und bis ins Bayerische Fernsehen reichte, als Werbeträger für die Region. Knaier stellt auch heraus, dass nach dem Willen des Künstlers der geringe Obolus, der erhoben wird, im vollem Umfang der Jugendarbeit der Vereine zu Gute kommt.

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