Münnerstadt
Ausblick

Neujahrsempfang der Stadt

Beim Neujahrsempfang bilanziert Bürgermeister Helmut Blank, wie sich Münnerstadt entwickelt hat.
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Ein Quartett der Stadtkapelle spielt beim Neujahrsempfang in der Alten Aula auf.Foto: Dieter Britz
Ein Quartett der Stadtkapelle spielt beim Neujahrsempfang in der Alten Aula auf.Foto: Dieter Britz
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An der Eingangstüre zum Saal standen Bürgermeister Helmut Blank (CSU) mit Amtskette, seine beiden Stellvertreter Andreas Trägner (Freie Wähler) und Axel Knauff (SPD) sowie der geschäftsleitende Beamte Stefan Bierdimpfl und schüttelten die Hände von knapp 300 Gästen, die beim Neujahrsempfang der Stadt in der Alten Aula dabei sein wollten. Darunter war auch eine Abordnung der Lehrgruppe B des Ausbildungszentrums Infanterie in Hammelburg, mit dem seit 2012 eine Partnerschaft besteht. Schwungvoll eröffnet wurde der Empfang durch ein Quartett der Stadtkapelle.

Der Bürgermeister stellte fest, "dass die Stadt gut dasteht". Die Wirtschaft floriert, so viele Menschen wie lange nicht mehr haben Arbeit, die Steuereinnahmen sind gestiegen. Das sind gute Aussichten für 2018. Deshalb wiederholte Blank sein Lieblingszitat des preußischen Königs Friedrich II. aus dem 18. Jahrhundert: "Wenn das Land glücklich sein soll, muss es Ordnung in seinen Finanzen haben. Noch nie hat eine arme Regierung sich Ansehen verschafft."

Der Schuldenstand habe sich seit seinem Amtsantritt 2008 von damals 27,4 auf nunmehr 14,7 Millionen Euro reduziert. Die damit verbundene Senkung der Zins- und Tilgungsleistungen um 600 000 Euro pro Jahr eröffne neue Investitionsmöglichkeiten, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen.

Als wichtigste Maßnahmen 2017/2018 nannte der Bürgermeister die Ortsdurchfahrten von Wermerichshausen (Gesamtkosten 1,35 Millionen Euro, davon 557 000 Euro städtischer Anteil) und Seubrigshausen (2 Millionen Euro, davon 938 000 Euro städtischer Anteil). Die wichtigsten Großprojekte, die sich über mehrere Jahre ziehen, seien die Generalsanierung der Mehrzweckhalle (rund 6,5 Millionen Euro) und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses.

In den Neubaugebieten Malbe II in Althausen, Langgutsberg IV in Großwenkheim und Lohe II in Reichenbach sollen 36 neue Bauplätze entstehen, die zum größten Teil der Stadt gehören. Dieses Jahr laufen vorbereitende Maßnahmen und der Baubeginn der Ortsdurchfahrt Reichenbach. Die Erschließung des Gewerbegebietes Lache wird vorbereitet. Hier werden ein Fachmarktzentrum, das neue Feuerwehrgerätehaus und Parkplätze geschaffen.

Blank streifte auch die städtischen Einrichtungen, "die einen wichtigen Beitrag für unser Gemeinwohl leisten". Das Forstjahr habe gezeigt, dass die Schwankungen in den Wetterverhältnissen stark zunehmen. Die Forstdienststelle versucht deshalb, den Stadtwald für die Klimaveränderungen umzubauen, so der Bürgermeister.

Die Stadtbücherei kann eine sehr gute Bilanz vorlegen, denn die Nutzerzahl stieg von 5980 im Jahr 2010 auf nunmehr 7300. Raunen im Saal gab es, als er erwähnte, dass Mord und Totschlag am meisten gefragt seien. Mit Applaus bedachten die Gäste auch die Zahlen, die Blank für die Musikschule nannte.

Die Stärken und Vorzüge der Stadt mit ihren Stadtteilen müssten noch besser herausgestrichen werden. "Wir haben eine hohe Lebensqualität, wir können uns gut mit vergleichbaren Standorten messen", betonte Blank.

Er überreichte drei Frauen als Dank für ihr Engagement Blumensträuße: Erika Pascher hat zusammen mit ihrer Mannschaft das Jubiläumsjahr "125 Jahre Stadtkapelle" organisiert.
Ulrike Freifrau von und zu der Tann, Rektorin der Freiherr-von-Lutz-Mittelschule, hat durch ihr außerordentliches Engagement den Schulstandort Münnerstadt gefestigt und weiter ausgebaut, sagte der Bürgermeister. Schließlich dankte Blank auch der städtischen Angestellten Margit Brust, die mit ihrer Truppe die Ausschmückung der alten Aula "mit Herzblut" übernommen hat.

Die neue evangelische Pfarrerin, Sigrid Ullmann, stellte ihren kirchlichen Segen unter das Motto der Jahreslosung 2018: "Ich möchte dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." Die Menschen sollten sich bemühen, sich gegenseitig auf Augenhöhe zu begegnen.
Oberstleutnant Constantin Spallek, seit September vergangenen Jahres Kommandeur der Lehrgruppe B des Ausbildungszentrums Infanterie in Hammelburg, versprach, die Patenschaft mit Münnerstadt genauso intensiv wie früher zu pflegen. Er erklärte: "Wir freuen uns auf die zukünftigen Veranstaltungen."

Landrat Thomas Bold erinnerte daran, dass er und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner auch dieses Jahr den Empfang in Münnerstadt der Einladung des Ministerpräsidenten in die Münchner Residenz vorgezogen hätten.

Münnerstadt sei eine über Jahrhunderte gewachsene, auch von den Augustinern geprägte Kultur-Stadt. Auch das Heimatspiel sei ein Zeichen dafür. Dank
des BBZ (Berufsbildungszentrum) sei Münnerstadt ein Schul- und wegen der Michelsklinik ein wichtiger Gesundheitsstandort.
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