Münnerstadt
Perspektive

Münnerstädter Rhönklub kann im Jörgentor bleiben

Der Rhönklub-Zweigverein in Münnerstadt ist vielseitig aktiv. Das Jörgentor bleibt ein Thema im Verein.
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Das Jörgentor ist Klubheim des Rhönklub-Zweigvereins. Wie es damit weitergeht, ist nicht ganz klar, da der bauliche Zustand geprüft werden soll.  Fotos: Dieter Britz
Das Jörgentor ist Klubheim des Rhönklub-Zweigvereins. Wie es damit weitergeht, ist nicht ganz klar, da der bauliche Zustand geprüft werden soll. Fotos: Dieter Britz
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Der Rhönklub-Zweigverein Münnerstadt war auch im vergangenen Jahr sehr aktiv. Das zeigten die Berichte des Vorsitzenden Egbert Haut und der Fachwarte in der Hauptversammlung im Hotel Tilman. Um das Jörgentor, das seit Jahrzehnten offiziell als Vereinsheim dient, aber nur noch wenig genutzt wird, ging es auch in dieser Hauptversammlung.

Egbert Haut teilte mit, dass er Ende voriger Woche wegen des Jörgentors mit Bürgermeister Helmut Blank "ein sehr gutes Gespräch" hatte. Der Turm solle nun eingehaust werden. Nach einer Grundlagenermittlung werde ein Gutachten über den Zustand und die nötigen Maßnahmen erstellt, ein zweiter Rettungsweg außen am Turm werde in Erwägung gezogen. Die Nutzung als Herberge wie in früheren Zeiten werde vom Bürgermeister gewünscht. "Der Rhönklub könnte bleiben," teilte Egbert weiter mit.

Der Bürgermeister werde den Verein nach der Vorlage des Gutachtens informieren. Weiter diskutiert, wie der Rhönklub in Zukunft mit dem Jörgentor umgeht, wurde in der Versammlung nicht. In der Hauptversammlung vor einem Jahr hatten es die Mitglieder mehrheitlich abgelehnt, ihn aufzugeben.

In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte Egbert Haut, dass der Verein zum Jahreswechsel 232 Mitglieder hatte, 12 weniger als zu Jahresbeginn. Die weitaus wichtigste Veranstaltung war die Hauptversammlung des Rhönklub-Dachverbandes am 10. Juni 2018, zu der Delegierte der Zweigvereine nicht nur aus Bayern, sondern auch aus Hessen und Thüringen in die Mehrzweckhalle kamen. Diese Großveranstaltung wirkt auch 2019 noch nach: Im letzten Jahr hatte der Zweigverein Oberelsbach den Wanderwimpel, der von Hauptversammlung zu Hauptversammlung weitergereicht wird, nach Münnerstadt gebracht. Der Ortsvereinsvorsitzende muss ihn nun traditionsgemäß mit einigen anderen Wandern zu Fuß zur nächsten Hauptversammlung bringen; diese findet am 2.Juni in Vacha statt. Sechs Etappen, die erste schon am 5. Mai, sind für die 91 Kilometer vorgesehen. Die ersten Teilnehmer meldeten sich schon.

Wanderwart Waldemar Schmitt berichtete von 21 Wanderungen über insgesamt 208 Kilometer, an denen 266 Personen teilnahmen.

Wegewart Gerhard Lumpe erwähnte unter anderem, dass im Jörgentorpark eine Sitzgarnitur aufgestellt wurde. Werbewart Hubert Neiber betreut den Internet-Auftritt. Seit dem Jahr 2012 gab es 27 600 Zugriffe auf diese Seite.

Naturschutzwartin Ute Krais erwähnte einen Rundgang durch Münnerstadt mit Bestimmung besonderer Bäume (33 Teilnehmer), die Vogelstimmenwanderung (32) sowie die Wanderung zum Kultur- und Landschaftsgarten (16). Außerdem wurden 49 Nistkästen aufgehängt.

Monika Grim berichtete von sieben Kulturwanderungen und zwei Kulturfahrten. Zu den vom Zweigverein Münnerstadt betreuten Kulturobjekten gehören neben dem Jörgentor das Fridritter Kreuz, der Kreuzschlepper auf der Zent und die Schlegelwarte.

Vorsitzender Egbert Haut ging auch auf Veranstaltungen in naher Zukunft ein. Der TSV hat das Angebot gemacht, anlässlich des Stadtjubiläums im kommenden Jahr ein gemeinsames Wander-Angebot zu präsentieren. Entschieden wurde nicht darüber.

Die traditionelle Adventsfeier in der Rathausdiele findet dieses Jahr wieder statt. Thema sollen orthodoxe Gebräuche und Gesänge sein. "Wie geht es thematisch weiter nächstes Jahr? Akteure schwinden und es gibt vermehrt Parallelveranstaltungen," sagte Haut dazu.

Wahlen standen dieses Jahr nicht auf der Tagesordnung. Doch die Wahlen im Jahr 2020 werfen bereits ihre Schatten voraus. Egbert Haut kündigte an, dass er nicht mehr als Vorsitzender kandidieren wolle. Seine Begründung im Wortlaut: "Die Vorstandsarbeit leidet unter der fehlenden Schriftführung , und diese zusätzliche Arbeit belastet einzelne Vorstandsmitglieder neben der Facharbeit, besonders die Vorsitzenden. Da mir als 1. Vorsitzenden dieser Umstand erheblich Freizeit wegnimmt, werde ich nicht weiter für den Vorsitz kandidieren".

Geehrt wurden langjährige Mitglieder. Es sind für 25 Jahre: Helene Beudert, Elisabeth Gopp und Rita Tschöp; 40 Jahre: Anneliese und Eugen Albert, Beatrice Baumann, Wolfgang Bayer, Walburga Meven-Bruckmüller, Irene Pacholet, Markus und Wolfgang Peschel, Franziska Waltenberger, Monika Wohlfromm und Christine Wich. 50 Jahre: Günter Warthemann.

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