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Bildung

Münnerstadt: Viel mehr als nur ein Kinderspiel

Im Wahlfach Robotics lernen Münnerstädter Gymnasiasten mit Hilfe von Legobausätzen Arbeitsvorgänge zu programmieren.Beim Forschungs- und Roboterwettbewerb der First Lego-League messen sich die Schüler mit anderen.
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Die Schüler haben einen Roboter gebaut, damit er in einem Parcours einprogrammierte Aufgaben möglichst fehlerfrei erledigt. Heike Beudert
Die Schüler haben einen Roboter gebaut, damit er in einem Parcours einprogrammierte Aufgaben möglichst fehlerfrei erledigt. Heike Beudert

Lego-Bausteine sind nicht nur ein beliebtes Spielzeug in Kinderzimmern. Lego-Technik bietet komplexe Bausätze, die auch für den Unterricht geeignet sind. Seit bald 15 Jahren gibt es in Münnerstadt das Wahlfach Robotics am Gymnasium. Mit Hilfe der Technik-Bausätze bekommen Schüler spielerisch einen Zugang zum Programmieren und lernen im Laufe der Zeit, immer komplexere Vorgänge umzusetzen. Der Forschungs- und Roboterwettbewerb der First Lego-League ist dann eine Plattform, in dem sich die Schüler mit Gruppen anderer Schulen messen können. In diesem Jahr fand der Regionalwettbewerb in Würzburg statt. In der Kategorie "Robo Design" schafften es die Münnerstädter Robo Geeks auf den ersten Platz.

In der Gesamtwertung landete das Team auf Platz 3 unter 16 Mannschaften. Nur knapp verpasste man damit den Start beim Landesentscheid. Denn nur die ersten beiden Sieger kommen weiter.

Lehrer Jürgen Hack betreut als Lehrer den Robotic-Unterricht und freut sich über das gute Abschneiden. Das Niveau in der Gruppe sei hoch, lobt er die jungen Programmierer und Tüftler. Das liege auch daran, dass die älteren ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben.

Seit Einführung des Robotic-Unterrichts hat sich vieles verändert, erklärt er. Das Material ist besser. Die Schüler können sich heute durch die neuen Medien viel leichter vernetzen und selbst organisieren. Außerdem helfen Tablets, die Aufgabenstellungen besser zu erfüllen.

Doch technischer Fortschritt heißt auch neue Ausgaben. Der Bestand muss um aktuelle Bausätze erweitert werden, um am Ball zu bleiben. Jürgen Hack ist froh, dass es Sponsoren gibt, sei es der Elternbeirat oder Betriebe. Seit Jahren übernimmt die Firma Preh die Teilnahmekosten für den Wettbewerb selbst.

In ihrer Siegerdisziplin, dem Robo-Design, mussten die Robo Geeks die selbst gebauten Roboter aus Lego-Bausteinen so konstruieren und programmieren, dass sie gestellte Aufgaben in einem vorgegebenen Parcours möglichst perfekt erfüllen konnten. Die Schüler entwickelten Lego-Werkzeuge und mussten diese mitsamt Roboter in Bewegung setzen. "Es ist ziemlich schwierig, dass der Roboter exakt fährt", erklärt Frederik Dürr.

Bei ihrem Forschungsauftrag hatten sich die Schüler mit nachhaltiger Stadtplanung auseinanderzusetzen. Die Münnerstädter entwickelten Ideen zum Thema öffentlicher Nahverkehr. Die Gymnasiasten beschäftigten sich mit autonom fahrenden kleinen Elektrobussen.

Die Busse würden auf Nachfrage fahren, erläutern Christoph Dürr und Til Schneider. Bestellt werden können sie über eine App. Und die Busse müssten so programmiert sein, dass sie eigenständig die schnellsten Verbindungen wählen.

Mit im Team waren Linus Ziegler, Paul Schuhmann, Til Schneider, Tizian Büchner, Frederik und Christoph Dürr, Noah Mauer, Daniel Beidel , Benjamin Kehl und Thorsten Ossig.

Unterstützung erhielten sie von ihren Coaches Leo Benkert, Yvette Labastille und Yannis Wüst, die selbst einmal Robo Geeks gewesen sind.

Dass die Älteren sich mit einbringen und ihre Erfahrungen weitergeben, sei ein wichtiger Aspekt des Unterrichts, findet Jürgen Hack. Auch beim Wettbewerb selbst fließt das Teamverhalten in die Bewertung mit ein.

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