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Münnerstadt: Richtfest am Juliusspital

Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Erweiterungsbau des Altenheims fertig sein. Die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung investiert rund 3,5 Millionen Euro.
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Martin Pfeuffer, Thomas Bold, Helmut Blank und Marco Schäfer beim Richtfest für den neuen Anbau des Juliusspitals . Thomas Malz
Martin Pfeuffer, Thomas Bold, Helmut Blank und Marco Schäfer beim Richtfest für den neuen Anbau des Juliusspitals . Thomas Malz
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Mit dem Richtfest am Erweiterungsbau des Juliusspitals hat die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Umsetzung des neuen Heimbaugesetzes abgeschlossen. Rund 3,5 Millionen Euro investiert die kreiseigene Stiftung in diesen Neubau. Erst vor zehn Monaten war gleich gegenüber der Neubau des Betreuten Wohnens Haus St. Michael übergeben worden.

"Es ist alles im Zeitplan, die Firma Schick war unheimlich schnell", sagte Marco Schäfer, Vorstand der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung. Auch die Kosten bewegen sich im vorgegebenen Rahmen. "Wir versuchen mit dem Anbau einige neue Aspekte ins Juliusspital zu bringen", sagte er. Im Erdgeschoss werden Räume für die solitäre Tagespflege entstehen. Pflegende Angehörige können künftig Pflegebedürftige für einen halben oder auch ganzen Tag dort versorgen lassen. In den beiden Etagen darüber entstehen jeweils fünf Pflegezimmer, also insgesamt zehn. Trotzdem bleibe es bei 75 Pflegeplätzen, weil beim geplanten Umbau des Altbaus zehn Plätze wegfallen werden.

Im Obergeschoss des Anbaus wird ein Veranstaltungsraum entstehen, der auch für Fortbildungen des Personals genutzt wird. Der bisherige Raum im Haus St. Michael sei wegen des neuen Anbaus dort für Veranstaltungen nur noch bedingt nutzbar. "Das Richtfest ist für den Bauherrn ein Zeichen, dass ein wesentlicher Bauabschnitt erledigt ist", sagte Stiftungsratsvorsitzender Landrat Thomas Bold (CSU). "Wir feiern ja Richtfeste im Wochentakt", scherzte der Landrat mit Verweis auf das Richtfest am neuen Berufsbildungszentrum, das genau eine Woche zuvor gefeiert worden war. Er gestand allerdings ein, dass für nächste Woche noch keins geplant sei. Sechs Jahre zuvor habe die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung die Betreuung des Juliusspitals übernommen und es habe sich gezeigt, dass die Vorgaben der neuen Heimbauverordnung erfüllt werden müssen. "Wir wollen sie auch erfüllen", betonte Thomas Bold. Das sei natürlich mit Investitionen verbunden. Wenn dann noch der Altbau des Juliusspitals saniert sei, werden in allen Häusern der Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung die Vorgaben eingehalten. Mit dem Juliusspital, dem Haus St. Michael und dem Seniorenzentrum St. Elisabeth sei Münnerstadt ein großer Schwerpunkt für die Sozialstiftung.

"Es war eine wichtige und richtige Entscheidung, das Juliusspital abzugeben", sagte Bürgermeister Helmut Blank, der auch Stiftungsratsvorsitzender der Juliusspitalstiftung ist. "Die Investitionen der Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung können sich sehen lassen." Mit Blick auf den Bau freute er sich, dass ein Kompromiss gefunden werden konnte. Nachdem einige Stadträte ihr Veto eingelegt hatten gab es Gespräche mit dem Investor und schließlich rückte Architekt Stefan Buttler das oberste Stockwerk auf der Straßenseite ein wenig ein. Außerdem bekommt es große Glasflächen, damit sich der Anbau besser in die Umgebung einfügt. Dass sei gelungen, fand Helmut Blank. Thomas Eger von der Firma Schick sagte dann den Richtspruch auf.

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