Münnerstadt

Münnerstadt: Ein Ritterschlag fürs GTI-Team

Am 6. Oktober werden bis zu 1000 Fahrzeuge beim Saisonabschluss der GTI-Freunde erwartet. Bei einem Workshop in Holland ist Münnerstadt als Vorbild genannt worden.
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500 Euro für die Sanierung der Stadtpfarrkirche: Das Geld stammt von einer Wette beim letzten GTI-Treffen. Das Foto zeigt (von links): Bürgermeister Helmut Blank, Sacha Vorndran (meinGTI.com), Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ulrike Jira, Matthias Scholz (meinGTI.com) und Stadtmanager Kilian Düring. Thomas Malz
500 Euro für die Sanierung der Stadtpfarrkirche: Das Geld stammt von einer Wette beim letzten GTI-Treffen. Das Foto zeigt (von links): Bürgermeister Helmut Blank, Sacha Vorndran (meinGTI.com), Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ulrike Jira, Matthias Scholz (meinGTI.com) und Stadtmanager Kilian Düring. Thomas Malz

Es hat Wort gehalten. Beim Saisonauftakt im April hatte Matthias Scholz, der zusammen mit Sascha Vorndran die GTI-Treffen in Münnerstadt veranstaltet, seinen halben Bart abnehmen lassen und ist damit den ganzen Tag herumgelaufen. "Ich habe erst abends gesehen, wie bescheuert das aussah", sagt er. Aber dieser Bestandteil einer Wette hat ihm 500 Euro eingebracht. Und die versprach er, für die Kirchensanierung zu spenden. Das ist nun auch geschehen. Bei dieser Gelegenheit informierten Matthias Scholz und Sascha Vorndran zusammen mit Stadtmanager Kilian Düring über das Treffen zum Saisonabschluss am Sonntag, 6. Oktober.

"Je nach Wetter kommen 860 bis 1000 Fahrzeuge", sagt Sascha Vorndran. Rechnet man Beifahrer und Zaungäste hinzu, können es schnell einmal 2000 Fans der schnellen Fahrzeuge sein. Am 6. Oktober findet bereits das 12. Treffen in Münnerstadt statt. "Es ist das größte GTI-Treffen in Deutschland", sagt Matthias Scholz.

Warum das so ist, dafür nennt er mehrere Gründe. Warum es so beliebt hat, hat für ihn mehrere Gründe. "Solche Treffen, die in einer Altstadt stattfinden, gibt es nicht", betont er. Das sei Münnerstadt wirklich eine Ausnahme. Das sei den GTI-Fans bewusst. "Sie passen gegenseitig auf sich auf", sagt er. Wenn da mal jemand zu heftig auf Gaspedal tritt, wird er zurechtgewiesen.

"Es ist einmalig, wie die Stadt mitarbeitet", betont Matthias Scholz. Das betreffe den Bürgermeister, die Stadtverwaltung, das Stadtmarketing, die Vereine wie Feuerwehr und Stadtkapelle. "Die machen alle einen Super-Job." Die Gastronomie ziehe mit, der Gewerbeverein, Bäcker und Metzger. Woanders, so sagt Matthias Scholz, ziehen die Gewerbetreibenden die Preise bei so einem Treffen an. In Münnerstadt gebe es sogar Sonderangebote, wie beispielsweise bei der Waschanlage der Firma Seger.

Und da ist er schon beim nächsten Punkt. Es gebe Treffen, bei denen die Fahrer dafür zahlen müssen, um ihr Auto zu präsentieren. In Münnerstadt ist alles kostenfrei. Selbst die Anbieter, die regelmäßig nach Münnerstadt kommen, müssen nichts zahlen. Das hat sich herumgesprochen.

Das weltweit größte Treffen findet am österreichischen Wörthersee statt. Das sei inzwischen sehr abgehoben, weg von den GTI-Fans, sagt Matthias Scholz. Nun werde versucht, das Treffen wieder näher an die Freunde der Fahrzeuge zu bringen. Bei einem Workshop in Holland, bei dem auch die Verantwortlichen im VW-Konzern dabei waren, sei die Hoffnung geäußert worden, dass die Treffen am Wörthersee so werden, wie es die Münnerstädter sind. "Das war ein Gänsehautmoment, das ist die höchste Auszeichnung die man bekommen kann", sagt Matthias Scholz.

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