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Münnerstadt
Mehrwegsystem

Münnerstadt: Den Verpackungsmüll eindämmen

Eine deutliche Verringerung ihres Plastik-Verpackungsmaterials verspricht sich die Münnerstädter Metzgerei Glasauer durch die Einführung eines Mehrwegverpackungssystems auf Pfandbasis.
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Dominik Glasauer präsentiert die neue ecoBox, die in vier verschiedenen Größen Verpackungsmüll beim Fleisch- und Wursteinkauf einsparen soll.: Heike Beudert
Dominik Glasauer präsentiert die neue ecoBox, die in vier verschiedenen Größen Verpackungsmüll beim Fleisch- und Wursteinkauf einsparen soll.: Heike Beudert

Seit einigen Tagen können sich Kunden auf Wunsch ihren Einkauf in eine sogenannte ecoBox verpacken lassen. Bereits nach drei Tagen war die Resonanz auf das Boxensystem groß und die Hälfte der Behältnisse bereits an die Einkäufer vergeben, erläutert Juniorchef Dominik Glasauer.

Der Münnerstädter Metzgermeister ist von dem Mehrwegsystem überzeugt. Man habe lange nach einem geeigneten System gesucht und ist froh, bei der Firma Ibonic (Weiterstadt) fündig geworden zusein. Stabil und robust sollten die Behälter sein, damit sich die Verpackung nicht gleich in der Spülmaschine verzieht. Außerdem sei positiv, dass die ecoBox vollständig recycelbar ist. Wenn die Behältnisse nach mehreren Jahren aus dem Verkehr genommen werden, werden sie laut Herstellerangabe der Wiederaufbereitung zugeführt.

Und die ecoBox ist mehr als nur eine Verpackung für die Fleisch- und Wurstwaren; sie ist auch für Mikrowelle oder Gefrierschrank geeignet beziehungsweise vakuumierbar.

Ein Mehrwegkreislauf

Auf die ecoBox erhebt die Metzgerei - je nach Größe des Behältnisses - eine Pfandgebühr, die dem Einkaufswert der Box entspricht. Zum nächsten Einkauf wird sie zurückgebracht und in der Metzgerei nach den geltenden Standards für den Lebensmittelverkauf gereinigt. Der Kunde bekommt seine neue Ware wieder in eine Box verpackt. Es ist ein Kreislaufsystem, von dem sich Dominik Glasauer die deutliche Reduzierung der Plastikverpackungen verspricht.

Umweltbewusstsein steigt

Damit unterschiedliche Wurst- und Fleischwaren beim Einkauf in einer ecoBox getrennt verpackt werden können, hat sich die Firma Glasauer ebenfalls nach einer umweltfreundlichen Variante umgesehen. Die Wahl fiel auf kompostierbares Trennpapier auf Kiefernbasis.

Rund zwei Kilo Plastik für das Verpackungsmaterial fielen bislang in der Metzgerei pro Tag an, erklärt der Metzgermeister. Das soll jetzt weniger werden. Das Umweltbewusstsein der Kundschaft habe sich seit der "Fridays for future"-Bewegung spürbar erhöht, ist der Eindruck der Familie Glasauer. Aber auch Dominik Glasauer selbst ist es ein Anliegen, etwas für die Umwelt zu tun. Er hat schon mit eigenen Augen gesehen, wie viel Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmt. Da müsse man etwas dagegen tun, findet er.