Münnerstadt
Hallensanierung

Mehrzweckhalle Münnerstadt: Verwaltung will baldige Entscheidung

In Münnerstadt soll der Stadtrat möglichst zeitnah, alo noch vor Weihnachten, entscheiden, ob die Generalsanierung so wie seit langem geplant anlaufen kann.
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Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung fallen, wie es mit der Mehrzweckhalle und der seit langem geplanten Generalsanierung weitergeht.Thomas Malz
Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung fallen, wie es mit der Mehrzweckhalle und der seit langem geplanten Generalsanierung weitergeht.Thomas Malz

In der Bürgerversammlung in Reichenbach zeigte sich Bürgermeister Helmut Blank (CSU) zuversichtlich, dass die Generalsanierung der Mehrzweckhalle nicht auf Eis gelegt wird. "Wir haben schon zuviel investiert", betonte er in Reichenbach.

Als ein "berechtigtes, kritisches Hinterfragen" bezeichnete Bürgermeister Helmut Blank jedoch in einem am Freitag anberaumten Pressegespräch die Entscheidung des Stadtrates, den für den Baubeginn nötigen Beschluss zurückzustellen. Auslöser in der Sitzung des Stadtrates am Dienstag war der Hinweis der Baukoordinatorin gewesen, dass die Kosten für die Hallensanierung nochmals um 500 000 Euro auf dann zehn Millionen steigen könnten. Blank sprach von einer "emotional bedingten" Entscheidung, die ihn und die Verwaltung überrascht habe.

Derzeit ist die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben dabei, Gespräche nach allen Seiten hin zu führen, sowohl mit dem beauftragten Büro für die Projektsteuerung, als auch mit den Behörden, allen voran die Regierung von Unterfranken und der Landkreis. "Ich gehe davon aus, dass wir einen guten Konsens finden werden", so Blank. Mit den Fraktionen will er sich dann zeitnah zusammensetzen.

Noch heuer will die Verwaltung das Thema Mehrzweckhalle auf die Tagesordnung einer Stadtratssitzung setzen. Möglicher Termin ist der 17. Dezember. Blank hofft auf eine positive Entscheidung zur Generalsanierung, weil das Projekt immer von einer breiten Mehrheit getragen worden sei. "Eine Teilsanierung macht keinen Sinn, weil wir dann vom Unterhalt überrollt werden."

Eine Blitzumfrage am Freitag zeigte, dass es in den Fraktionen von Freien Wählern und Forum aktiv weiterhin die Tendenz zu einer Generalsanierung gibt. Das bestätigten auf Anfrage 2. Bürgermeister Andreas Trägner für die Freien Wähler und Rosina Eckert für Forum aktiv. Allerdings halten beide die Überprüfung der Kosten auf Einsparungsmöglichkeiten, wie auch vom Stadtrat beschlossen, für dringend notwendig. Es sollte am Ende noch Geld für die Sanierung der Außenanlagen (Tartanbahn) vorhanden sein, erklärte Rosina Eckert auf Anfrage.

Anders die SPD: Unter den gegebenen Bedingungen spreche sich die Fraktion, so 3. Bürgermeister Axel Knauff, für einen Verfahrens-Stopp aus. Die Stadt sollte vielmehr mit Eigenmitteln die Tartanbahn, die Sanitäranlagen und den Hallenboden sanieren und in den Folgejahren regelmäßig ertüchtigen. Bei einer Generalsanierung sieht er noch kein Ende der Kostensteigerung. Er ist dafür, jetzt schnell die Reißleine zu ziehen.

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