Thundorf
Nachruf

Langjähriger Thundorfer Zeitungszusteller gestorben

Seiner schweren Krankheit erlegen ist der langjährige Zeitungszusteller von Thundorf, Adolf Halbig, im Alter von 82 Jahren.
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Seiner schweren Krankheit erlegen ist der langjährige Zeitungszusteller von Thundorf, Adolf Halbig, Foto: Philipp Bauernschubert
Seiner schweren Krankheit erlegen ist der langjährige Zeitungszusteller von Thundorf, Adolf Halbig, Foto: Philipp Bauernschubert

Der Verstorbene war von 1964 an, fast 50 Jahre lang ein zuverlässiger Zeitungsausträger in Thundorf, zur vollsten Zufriedenheit der Leser.

Zunächst übernahm seine Ehefrau Emilie diesen Zustellservice bis zu ihrem Tod 1982. Hatte vorher Adolf Halbig schon damals seine Frau tatkräftig unterstützt, übernahm er dann selbst das Austragen der Tageszeitungen, Werbezettel, Gemeindenachrichten und Wochenzeitungen Halbig stand täglich um 3.45 Uhr schon auf der Matte und begann seinen Rundgang durchs Dorf. Nach einem zweimaligen Sturz im Januar 2013 kugelte der Jubilar sich beide Schultern aus und gab dann notgedrungen den Job ab.Schon zu diesem Zeitpunkt fand er Unterstützung von seiner Enkeltochter Theresa, die dann, als der Opa nicht mehr konnte, das Erbe teilweise antrat.

Schwerer Schicksalsschlag

Adolf Halbig wurde am 24. Oktober 1936, als jüngstes von zwölf Kindern der Eheleute Peter und Maria Halbig in Brünn bei Münnerstadt geboren. Aufgewachsen ist er in der kleinen elterlichen Landwirtschaft. Die Schule besuchte er in Brünn und später in Münnerstadt. 1964 heiratete er Emilie Eußner aus Thundorf. Ein schwerer Schicksalsschlag war für Adolf Halbig (Ortsname Streife), dass seine Ehefrau bereits 1982 in jungen Jahren verstarb. Mittlerweile hatte er sich jedoch 1968 im Neubaugebiet "Kutschenweg" ein eigenes Domizil für sich und seine Familie gebaut. Beruflich arbeitete er nach dem Schulabschluss zunächst bei seinem Onkel in der Jörgenmühle bei Brünn, später bei einer Bad Neustädter Baufirma und zuletzt in einem Sägewerk in Großwenkheim, bis er vor circa 22 Jahren mit 60 in den Ruhestand ging. Eines der Hobbys vom stets hilfsbereiten Adolf Halbig waren Kurzreisen und Vereinsausflüge mit dem Bus.

Mehr als 40.000 Kilometer durchs Dorf

Auf die Frage, wie er das alles schafft, beziehungsweise geschafft hat, sagte Adolf Halbig einmal: "Ich habe jeden Tag Sport getrieben, wenn ich viele Kilometer durchs Dorf gelaufen bin. Grob gerechnet waren es weit mehr als 40.000 Kilometer". Nach besonderen Ereignissen, außer dem Sturz, fiel Adolf Halbig spontan noch ein: "Schwierigkeiten in den Anfangsjahren bereitete die schlechte Dorfbeleuchtung".

Nun hat er sich von seiner schweren Krankheit nicht mehr erholt. Um Ihren Vater trauern die beiden Töchter Ingrid mit Enkelin Theresa und Annette mit Ehemann. Aber auch viele Dorfbewohner, denen Adolf Halbig zeitlebens geholfen hat.

Das Requiem mit anschließender Beerdigung findet am Samstag, 23. Februar, 10 Uhr, in der St. Laurentiuskirche in Thundorf statt.

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