Münnerstadt
Ausblick

Lange Wunschliste, wenig Geld

In Münnerstadt stehen im neuen Jahr viele Investitionen an, über deren Priorität noch beraten wird. Bei allen Vorhaben muss die Haushaltskonsolidierung beachtet werden. In Maßbach ist der Entlastungsparkplatz das größte Projekt.
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Viel zu klein sind die Einfahrten in die Zehntscheune, neuere Fahrzeuge passen gar nicht mehr. Deshalb soll ein neues Gerätehaus gebaut werden, was für Bürgermeister Helmut Blank höchste Priorität hat.  Foto: Archiv/Thomas Malz
Viel zu klein sind die Einfahrten in die Zehntscheune, neuere Fahrzeuge passen gar nicht mehr. Deshalb soll ein neues Gerätehaus gebaut werden, was für Bürgermeister Helmut Blank höchste Priorität hat. Foto: Archiv/Thomas Malz
Große Aufgaben stehen der Stadt Münnerstadt im gerade erst begonnen Jahr ins Haus. Der finanzielle Spielraum ist allerdings nach wie vor eher dürftig. "Deshalb wird es am 28. Januar ein nicht öffentliches Treffen des Stadtrat geben, bei dem wir über die Prioritäten sprechen wollen", sagt Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Nach diesem Gespräch wird es in die Haushaltsberatungen gehen.
Deshalb kann das Stadtoberhaupt die Frage eigentlich gar nicht so recht beantworten, was denn nun wirklich in 2016 umgesetzt wird, weil der Stadtrat erst beraten und dann beschließen muss. Teilweise sind die Entscheidungen allerdings bereits in Form von Verpflichtungsermächtigungen gefallen.


Standorte werden geprüft

An erster Stelle kommt für den Bürgermeister der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. "Derzeit wird geprüft, welche Standorte in Frage kommen." Mehrere Alternativen stehen zur Verfügung. Die Kreisfeuerwehrführung, die Münnerstädter Wehr, der Stadtrat und die Verwaltung haben ihre Vorstellungen eingebracht, jetzt wird von einem Architekturbüro die Realisierbarkeit geprüft. Das heutige Haus entspricht nicht den Unfallverhütungsvorsvorschriften, ein dringend benötigtes neues Fahrzeug würde gar nicht mehr hineinpassen.


Eine Aufgabenpyramide

Der Bürgermeister spricht von einer Aufgabenpyramide einer Kommune, an deren Basis die Pflichtaufgaben stehen, zu denen unter anderem der Brandschutz, Wasser /Abwasser, das Schulwesen, Kindergärten, Bestattungswesen, Straßenbau und die Unterbringung von Obdachlosen gehören.
In die zweite Stufe der Pyramide - einer Pflichtaufgabe nah - ist das zweite große Vorhaben einzuordnen: die Generalsanierung der Sportanlage am Kleinfeldlein. "Dass Planungsbüro für die Halle ist bereits ausgewählt", erläutert Helmut Blank. Bis zu 6,1 Millionen Euro sind für die Generalsanierung vorgesehen, wobei der Stadtrat noch die Frage beantworten muss, ob er eine reine Sporthalle will, die weitaus günstiger wäre, oder ob zusätzliche Module eingebaut werden. Diese werden allerdings nicht gefördert. Wegen der dringend notwendigen Erneuerung der Tartanbahn laufen Gespräche zwischen der Verantwortlichen bei der Stadt und beim TSV. Da ist eine Förderung durch den BLSV möglich.


Infos zur Dorfplatzgestaltung

Auf der Wunschliste steht auch die Neugestaltung des Dorfplatzes in Seubrigshausen. Jetzt ist eine abgespeckte Variante angedacht. Nähere Informationen wird es bei einer Versammlung Anfang des Jahres geben. Noch zuvor erfahren die Anwohner, mit welchen Beiträgen sie rechnen müssen. Die Neugestaltung des Platzes soll mit der Sanierung der innerörtlichen Kreisstraße einhergehen, weshalb eine Abstimmung zwischen Stadt und Kreis notwendig ist.
Der Abriss des Hallenbades kommt für den Bürgermeister an vierter Stelle, Es gelte, den städtebaulichen Missstand zu beseitigen. Bezüglich der Parkplätze gegenüber der Schule, die nach dem momentanen Stand der Planung ebenfalls wegfallen, soll noch einmal mit den Verantwortlichen bei der Regierung von Unterfranken gesprochen und entsprechend nachgebessert werden. Zu den wichtigsten Projekten zählt für Helmut Blank auch der Stadtumbau West mit dem Projekt Marktplatz 10/11 (Schweiz) an der Spitze.


Haushaltskonsolidierung

Bei allen Investitionen muss auf die Haushaltskonsolidierung geachtet werden, ein entsprechendes Konzept ist bereits beschlossen. "Das, was angemeldet und genehmigt ist, muss auch umgesetzt werden", betont der Bürgermeister . Ansonsten laufe die Stadt Gefahr, keine Stabilisierungshilfe mehr zu bekommen und möglicherweise bereits gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen. Zur Konsolidierung gehören nicht nur Einsparungen, wie die Nichtwiederinbetriebenahme des Hallenbades, sondern auch die Erhöhung der Einnahmen, weshalb die Gebührenkalkulation bezüglich Wasser und Abwasser überprüft wird, was für die Verwaltung einen enormen Aufwand bedeutet. Ab Frühjahr wird jeder Grundstückseigentümer in Münnerstadt Besuch bekommen. Festgestellt werden soll, ob beispielsweise An- und Ausbauten getätigt wurden, für die die Besitzer noch keine Beiträge bezahlt haben.


Förderbescheid ist schon da

Solche Probleme kennt Maßbachs Bürgermeister Matthias Klement (CSU) nicht. "Auf jeden Fall wird der Entlastungsparkplatz an der Lauer hergerichtet", sagt er. Der entsprechende Förderbescheid ist bereits eingegangen. 472 000 Euro wird das Ganze kosten, wobei die Sanierung von zwei Fußgängerbrücken, der Gehwege dazwischen und die Neugestaltung des Aufenthaltsbereiches einbegriffen sind. 370 000 Euro fließen aus der Städtebauförderung. Restarbeiten an der Wasserversorgung in Volkershausen und an der BRK-Bereitschaft in Maßbach stehen ebenfalls an. "Das muss fertig gestellt werden." Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates steht auch die Dorfplatzgestaltung in Poppenlauer auf dem Plan, Matthias Klement geht allerdings nicht davon aus, dass dies in 2016 umgesetzt werden kann. Die Ludwigsbrücke in Poppenlauer soll aber noch in diesem Jahr saniert werden.

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