Münnerstadt

Kinderfest in Münnerstadt: Flotte Sohle auf dem Anger

Beim Kinderfest auf dem Anger im Münnerstadt konnten sich kleine und große Besucher austoben.
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Das Programm des fünften Kinderfestes am Samstag auf dem Anger konnte sich einmal mehr sehr sehen lassen. Der Gewerbeverein "Kaufhaus Mürscht" und der Altstadtverein, die das Fest gemeinsam organisieren, konnten sich deshalb über sehr viele Kinder und natürlich auch Erwachsene freuen. "Ich sehe viele Gäste, die mir völlig unbekannt sind", stellte Bürgermeister Helmut Blank mit Kennerblick fest - ein untrügliches Zeichen dafür, dass auch Buben und Mädchen aus Bad Kissingen, Bad Neustadt oder Nüdlingen samt ihren Eltern und Großeltern gekommen waren.

Schon am Morgen waren viele Kinder durch Läden gezogen, um Aufkleber für das Gemüsequiz zu sammeln. Alle, die sämtliche Aufkleber zusammen bekamen, konnten sich später über eine kleine Überraschung freuen. "So eine Aktion bringt nicht direkt wahnsinnig viele Kunden in die Läden, aber sie macht Werbung für uns", erklärte Oliver Schikora, Vorstandsmitglied in beiden Vereinen, die das Fest jedes Jahr veranstalten.

Vereine auf Mitglieder-Suche

Bürgermeister Helmut Blank nutzte die Eröffnung des Kinderfestes, um Reklame für die Feuerwehr zu machen und die Eltern aufzufordern, ihre Kinder dorthin zu schicken. Aber er vergaß bei seinem Appell auch die anderen Vereine wie den TSV, die Schützen oder die Imker nicht und hob hervor, dass diese durch aktive Teilnahme am Kinderfest Nachwuchs werben könnten. Die genannten Vereine waren denn auch alle vertreten.

Der TSV bot Torwand-Schießen und auch junge Volleyball-Talente konnten sich hier beweisen. Am Stand der königlich privilegierten Schützensgesellschaft konnten Buben und Mädchen mit den Lasergewehren ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Das Basteln von Insektenhotels und Bienen aus Tonpapier war Thema am Stand des

Imkervereins. Akrobatische Fähigkeiten und auch etwas Mut brauchten die Buben und Mädchen beim Bierkasten-Klettern, dass das Netzwerk für soziale Dienste anbot. Aber die kleinen Akrobaten waren an einem Seil hundertprozentig gesichert, auch wenn der Turm mit den Getränkekästen unter ihnen mit lautem Getöse zusammenstürzte.

Exotisch und kuschelig

Am Stand der Verkehrswacht

gab Matthias Kleren in Polizeiuniform Ratschläge insbesondere über Fahrradhelme und Kindersitze in Autos, während im Zelt von Forum aktiv Topflappen gehäkelt wurden und die Pfadfinder die Kinder richtig künstlerisch schminkten. Die Orenda-Ranch Burglauer war mit einigen Lamas zum Kinderfest gekommen. Die Touren durch die Stadt in Begleitung der

exotischen Tiere machten den Kindern viel Spaß. Nicht zu vergessen die Jugendfeuerwehr, die bei dem Kinderfest immer dabei ist. Die Mitglieder übten mit den Kindern das zielgenaue Spritzen, das gar nicht so einfach ist.

Twist again

Monika Petsch war mit der Sternchen- und der Juniorengarde der Kolpingfamilie zum Kinderfest gekommen. Die Juniorinnen entführten die Gäste mit ihren Tanz in die Standzeit. Als die Sternchen tanzten, erklangen Melodien wie "Let's twist again" oder "Let's have a party" aus den Lautsprechern und viele klatschten und sangen mit. Auch Monika Page nutzte die Gelegenheit, um Nachwuchs zu werben. Zumindest ein kleines Mädchen, das an der Hand seiner Mutter zugesehen hatte, meinte begeistert zu ihr: "Da möchte ich auch mitmachen."

Die beliebte Akkordeongruppe der Jugendmusikschule war ebenfalls mit von der Partie und sorgte für musikalische Unterhaltung. Die größten Attraktionen waren wieder einmal die Mini-Eisenbahn, die den ganzen Tag für die kleinen Passagiere kostenlos ihre Runden drehte und mehr noch die Riesen-Hüpfburg, die beim Kinderfest ihre Premiere hatte.

Jugendreferent Klaus Schebler hatte sie hergeholt. Beides hat die Stadt finanziert. "Das ist unser Beitrag zum Kinderfest" sagt dazu der Bürgermeister. Das gab's leider auch: Das Parken war ab 6 Uhr am Morgen auf dem Anger verboten. "Trotzdem standen eine Reihe von Autos da und wir hatten wie üblich Probleme, den Platz rechtzeitig freizubekommen", klagte Oliver Schikora.

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