Münnerstadt
Diskussion

Kein Zuschuss für Holzwurm-Bekämpfung im Gerichtsgebäude

Zum zweiten Mal hat Franz-Josef Scheublein einen Zuschussantrag für die Bekämpfung von Holzwürmern im Dachstuhl des Landgerichtsgebäudes bei der Stadt eingereicht, zum zweiten Mal ist der Antrag abgelehnt worden. Zuvor gab es aber eine lebhafte Diskussion.
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Das Landgerichtsgebäude in Münnerstadt. Foto: Thomas Malz
Das Landgerichtsgebäude in Münnerstadt. Foto: Thomas Malz
Bürgermeister Helmut Blank (CSU) stellte noch einmal den Sachverhalt dar. Die Gesamtkosten hatten sich auf gut 10.000 Euro belaufen, Unterstützung bekam Franz-Josef Scheublein vom Landesamt für Denkmalpflege und von der Unterfränkischen Kulturstiftung. Der Stadtrat hatte jedoch bereits im Februar 2012 eine Bezuschussung abgelehnt.

Unterstützt im Rahmen des Kommunalen Förderprogramms würden nur Arbeiten, die das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden verbessern, sagte Helmut Blank. Wenn die Stadt trotzdem einen Zuschuss gewährt, werde ein Präzedenzfall geschaffen. Er bat Franz-Josef Scheublein einmal zu ihm zu kommen, um nach einem anderen geeigneten Weg zu suchen.

"Er hat alles das gemacht, was er machen sollte" meinte Dieter Petsch (Forum aktiv). Er fand, dass ein Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Kosten gewährt werden sollte. "Wenn das Dach eingefallen ist, dann ist das auch ein äußeres Erscheinungsbild."

Georg Heymann (CSU) lehnte einen Zuschuss für seine Fraktion ab. Rosina Eckert (Forum aktiv) fand, dass kein Präzedenzfall geschaffen werde, denn der Stadtrat könne ja über jeden Einzelfall entscheiden. Michael Kastl (CSU) erinnerte daran, dass der Antrag schon einmal abgelehnt wurde, was Andreas Trägner (Freie Wähler) nicht davon abhielt, die Unterstützung seiner Fraktion zu signalisieren. Der Sanierungsbeauftragte Dag Schröder unterstrich allerdings, dass das Kommunale Förderprogramm wirklich nicht angewendet werden könnte. "Eine Förderung ist nach diesen Richtlinien nicht möglich - leider", betonte er.

Klaus Schebler (Neue Wege) stellte fest, dass sich an der Sachlage seit dem ersten Antrag nichts geändert habe. Er warnte vor einer Zustimmung. "Es könnte der Eindruck entstehen, man muss in Münnerstadt nur oft genug einen Antrag stellen, dann knicken die schon ein", sagte er. Rita Schmitt hingegen meinte: "Die Angst vor einem Präzedenzfall darf nicht die ganze Stadt lähmen." Ihr Einwand nutzte nichts mehr, der Antrag wurde mit zwölf zu sieben Stimmen abgelehnt. "Da schreibe ich wieder einen Leserbrief", sagte Franz-Josef Scheublein zum Ergebnis.
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