Münnerstadt
Gewerbeverein

"Kaufhaus" Mürscht setzt neue Akzente

Die Zielgruppenanalyse hat teils überraschende Ergebnisse erbracht. Eine neue Einkaufstasche mit Mürschter Motiven setzt auf Nachhaltigkeit.
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Christine Schikora (links) und Arno Reuscher übergeben die neuen Taschen an Heike Schilling. Das Elektrogeschäft ist eine von mehreren Verkaufsstellen in der Stadt. Thomas Malz
Christine Schikora (links) und Arno Reuscher übergeben die neuen Taschen an Heike Schilling. Das Elektrogeschäft ist eine von mehreren Verkaufsstellen in der Stadt. Thomas Malz

Im Flyer zum Stadtfest "Musik und Märkte" war sie erstmals zu sehen: die neue, große Einkaufstasche, die den Namen Mürscht-Shopper erhalten hat. "Es war gar nicht so einfach, eine geeignete Tasche zu finden", sagt Christine Schikora, Beisitzerin in Gewerbeverein "Kaufhaus" Mürscht.

Stabile Unmhängetasche

Zuerst musste geklärt werden, ob es eine Tasche zum Recyceln oder eine aus recycelten Materialien sein sollte. Müllvermeidung sei ja momentan ohnehin ein großes Thema. Und, so fügt Schriftführer Oliver Schikora hinzu, sollte die Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Schließlich fiel die Entscheidung auf eine große, stabile Umhängetasche aus Baumwolle (Ökotex-100). Passend zu den bereits erhältlichen Taschenmessern und den Lichterhäusern ist die Tasche mit Münnerstädter Motiven versehen worden: die drei Stadttore, das Heimatspielhaus-Ensemble, das Rathaus und die Stadtpfarrkirche.

Zunächst 500 Stück

Entworfen hat das Motiv Christine Schikora. Erst einmal 500 Stück sind bedruckt worden. "Die Resonanz bisher war äußerst positiv", sagt Oliver Schikora. Erhältlich sind die Mürscht-Shopper unter anderem bei Eisen-Krais, Elektro-Partner Schlegelmilch, Elektro Schilling, Löwen-Apotheke, Marien-Apotheke, Naturkost in Mürscht und der Touristeninformation im Deutschordensschloss.

Die neuen Taschen sind aber nur ein Projekt des Gewerbevereins. Bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 23. Juli, ab 19 Uhr im Bären-Saal wird es vor allem um die Fortführung des CIMA-Projektes gehen. Der "Stadtmarketingbaukasten digital und analog" beschäftigt sich mit der Sichtbarkeit und Erreichbarkeit im Netz, aber auch offline, erläutert der Vorsitzende von "Kaufhaus" Mürscht, Arno Reuscher. Die Rid-Stiftung hat das Projekt des Gewerbevereins ausgewählt und mit einem Beratungsgutschein in Höhe von 15 000 Euro unterstützt. "Wir haben erst einmal eine ausführliche Zielgruppenanalyse gemacht", sagt Oliver Schikora. Dabei wird beispielsweise erfasst, welche Menschen hier leben, welches Einkommen sie haben, also alle für den Handel relevanten Zahlen.

"Dabei hat es interessante Ergebnissen gegeben", so Oliver Schikora. Dass überdurchschnittlich viele Senioren im Alter von 65+ in Münnerstadt leben, hat niemanden wirklich überrascht. Erstaunlich finden die Vereinsvorstände, dass es so viele Kinder und Jugendliche in Münnerstadt gibt. Und damit sind nicht nur die gemeint, die die Schulen besuchen, es wohnen auch tatsächlich viele im Ort.

Für die gebe es ja beispielsweise das Kinderfest und das Stadtfest. "Die Frage ist, wie muss ich diese Veranstaltungen bewerben, wenn ich diese Zielgruppe erreichen will", sagt Oliver Schikora und nennt ein einfaches Beispiel. Der Altstadtverein hat für die Altenheime im Stadtgebiet ein Fest im Novizengarten organisiert. Es hätte wenig Sinn gemacht, dieses Fest auf Facebook zu bewerben. Für die Veranstaltungen haben die Akteure einen Fragenkatalog zusammengestellt. Welche Veranstaltung ist es, wer soll kommen, welches Angebot gibt es? Und danach muss entschieden werden, welche Werbemaßnahmen getroffen werden. Flyer, Zeitungsanzeigen oder auch Facebook kommen unter anderem in Frage. Das Prinzip lasse sich auch beim Einzelhandel anwenden.

Stadtjubiläum

Ein weiteres Thema bei der Jahreshauptversammlung wird das Stadtjubiläum 1250 Jahre Münnerstadt im nächsten Jahr sein. Denn der Gewerbeverein will sich natürlich an den Feirlichkeiten beteiligen. "Es gibt schon viel Ideen, von denen wir einige umsetzen werden", meint Oliver Schikora.

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