Fladungen
Aktion

In Heimatmuseum geht's ans Eingemachte: Rund ums Haltbarmachen

Passend zur Erntezeit veranstaltet das Fränkische Freilandmuseum Fladungen am 21. und 22. September die Thementage rund ums Haltbarmachen von Lebensmitteln - ein Vorgang, der für die Menschen früher überlebenswichtig war.
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Museumsköchin Hermine Fick. Foto: Linda Wolters
Museumsköchin Hermine Fick. Foto: Linda Wolters
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An mehreren Stationen im Gelände gibt es Einblicke in verschiedene Konservierungsmethoden. Auch historische Führungen zum Thema stehen auf dem Programm.

Trocknen, Räuchern, Einkochen

Jeweils von 10 bis 17 Uhr wird im Freilandmuseum präsentiert, mit welchen traditionellen Verfahren Obst und Gemüse haltbar gemacht werden. So zeigen die Museumsmitarbeiter im Dörrhäuschen aus Rothausen den ganzen Tag über, wie Zwetschgen über dem Holzfeuer gedörrt werden. In der Hofstelle aus Oberbernhards können sich die Besucher am Krauthobeln versuchen. In der Küche des Hofes aus Trappstadt wird Butter geschlagen, und im Dreiseithof aus Leutershausen Beerenmarmelade gekocht.

Geräucherten Fisch gibt es vor dem Brauhaus bei den Mitgliedern des Angelsportvereins Ostheim v.d. Rhön. Am Bienenhäuschen informiert Imkerin Annette Seehaus-Arnold über den Honig als Zutat bei der Obstkonservierung. An allen Stationen gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch auszuprobieren und zu schmecken. Dies gilt ebenso für die Küche im Dreiseithof aus Leutershausen, wo gemeinsam mit den Gästen zwischen 11 und 15 Uhr Rezepte aus historischen Kochbüchern nachgekocht werden.

Aus der Sammlung des Freilandmuseums werden verschiedene Gerätschaften zur Haltbarmachung von Lebensmitteln präsentiert.

Führungen zum Thema

Um 11 und 14 Uhr bietet das Freilandmuseum an beiden Veranstaltungstagen öffentliche Führungen an. Von frühen Versuchen, Lebensmittel zu kühlen über die Nutzung von sogenannten "Dröcken" (Hochlauben) zum Trocknen von Kräutern bis hin zur Ölproduktion: In den Museumshäusern lassen sich zahlreiche Beispiele zum Thema "Esse un dränke wie domols - Ernährung früher" finden. Einen Einblick erhalten die Teilnehmer bei der Besichtigung des ansonsten nicht zugänglichen Kellers der Hofstelle aus Waldberg. Im Kolonistendorf am Fuß des Kreuzbergs war es üblich, das Kraut in kleinen Gruben, die mit Steinen ausgemauert sind, einzumachen; daher der Name "Lochkraut".

Bevor die Saison der Museumsbahn am 20. Oktober zu Ende geht, kann das Streutal zwischen Fladungen und Mellrichstadt an vier Fahrtagen erkundet werden. Der nächste Fahrtag ist am Sonntag, 22. September. Tickets gibt es im Zug oder an der Kasse des Freilandmuseums.

Alle Programmpunkte sind offene Angebote, es ist keine Anmeldung erforderlich; die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten. Weitere Infos gibt es unter www.freilandmuseum-fladungen.de

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