Thundorf
Gemeinderat

Im Rathaus wird gut gerechnet

Die Aufsichtsbehörde bescheinigt der Gemeinde Thundorf eine sparsame Haushaltsführung. Die Trachtenkapelle Theinfeld bekommt einen Zuschuss für die Innenrenovierung des Jugend- und Kulturheimes.
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Bei der Bekanntgabe des Genehmigungsschreibens zum Haushalt 2019 wurde der Gemeinde von der Aufsichtsbehörde eine sparsame Haushaltsführung bescheinigt. Foto: Philipp Bauernschubert
Bei der Bekanntgabe des Genehmigungsschreibens zum Haushalt 2019 wurde der Gemeinde von der Aufsichtsbehörde eine sparsame Haushaltsführung bescheinigt. Foto: Philipp Bauernschubert

Eine gute Nachricht kam zum Schluss: Bei der Bekanntgabe des Genehmigungsschreibens zum Haushalt 2019 wurde der Gemeinde von der Aufsichtsbehörde eine sparsame Haushaltsführung bescheinigt. Das teilte Bürgermeister Egon Klöffel bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mit.

Gemäß dem Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz beruft der Gemeinderat den Ersten Bürgermeister, einen seiner Stellvertreter, ein sonstiges Gemeinderatsmitglied oder eine Person aus dem Kreis der Bediensteten der Gemeinde oder der Verwaltungsgemeinschaft zum Wahlleiter für diese Gemeindewahlen. Unter Beachtung der Aufgaben und Auswahlkriterien wird vom Gemeinderat Werner Wenzel zum Wahlleiter und Markus Stürmer als dessen Stellvertreter für die Gemeinde Thundorf berufen.

Der Gemeinderat hat die Zweckvereinbarung zur Errichtung eines kommunalen Netzwerkes für Datensicherheit mit dem Landkreis Bad Kissingen abzuschließen. Gemäß dieser Vereinbarung stellt der Landkreis mit Hans-Jürgen Bühner einen geeigneten Mitarbeiter in Personalunion zur Verfügung. Der Landkreis benötigt dazu das Einvernehmen der übrigen Beteiligten. Der Gemeinderat beschließt, Hans-Jürgen Bühner als behördlichen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Im Rahmen der Erneuerung der Heizungsanlage im Feuerwehrhaus in Thundorf wurde im September auch die Gasleitung neu verlegt. Für die Erneuerung wurde im Haushalt ein Betrag in Höhe von 5000 Euro vorgesehen. Durch bereits geliefertes Material und durchgeführte Arbeiten sind bereits überplanmäßige Ausgaben entstanden. Die vorgelegte Rechnung der Firma Barth Stadtlauringen in Höhe von 1374,65 Euro wurde genehmigt.

Der Bayerische Prüfungsverband hat die Körperschaftssteuer- sowie Umsatzsteuererklärung 2018 für die gemeindliche Wasserversorgung erstellt. Aufgrund des Jahresverlustes und festgestellter Verlustvorträge ist keine Körperschaftssteuer zu bezahlen. Der Gemeinderat beschließt, auf Empfehlung den Jahresabschluss 2018 der Wasserversorgung festzustellen. Der Jahresverlust 2018 in Höhe 15 135,11 Euro wird auf die neue Rechnung vorgetragen und steuerlich wird er aus dem Haushalt der Gemeinde ausgeglichen. Verbindlichkeiten bei der Gemeinde Thundorf sind künftig mit 2,5 Prozent über dem Basiszinssatz der EZB zu verzinsen.

Förderung für Glasfaser

Das Landratsamt Bad Kissingen informierte die Verwaltung darüber, dass der Freistaat Bayern die bestehende Förderrichtlinie (Glasfaser/WLAN-Richtlinie) mit Wirkung vom 15. September 2019 um einen weiteren Fördertatbestand, nämlich die Erschließung der Rathäuser mit Glasfaser, erweitert hat. Die Gemeinde hat jetzt die Möglichkeit, das Rathaus, an dem auch der Bauhof mit der Wasserversorgung angeschlossen ist, sowie das Nebengebäude mit Forstverwaltung, mit Glasfaser anschließen zu lassen. Die Bezuschussung für nicht an das bayrische Behördennetz angeschlossene Rathäuser beträgt bis zu 20 000 Euro. Der Fördersatz liegt bei 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Gemeinderat beschließt, das Förderverfahren zum Anschluss des Rathauses mit Bauhof mit Glasfaser durchzuführen und beauftragt die Verwaltung ein Angebot einzuholen.

Von der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach wurde beim Amt für Ländliche Entwicklung der Antrag gestellt, den Kernweg Nr. 207 in der Gemarkung Theinfeld auszubauen. Daraufhin wird vom Amt für Ländliche Entwicklung mitgeteilt, dass der Ausbau des Weges über den Hirtenanger, vorbei am Reußengraben in Richtung Oberlauringen und Sulzfeld, als zuwendungsfähig anerkannt wird. Die Förderhöhe beträgt 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Für das weitere Verfahren muss ein Vorentwurf erstellt und mit dem Amt für Ländliche Entwicklung abgestimmt werden. Das Gremium beschließt, die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach zu beauftragen, von einem geeigneten Ingenieurbüro Angebote für die Ingenieurleistungen unter der Voraussetzung, dass im Vorfeld die betreffenden Grundstückseigentümer dem Grunderwerb zustimmen, einzuholen.

Im Rahmen der Vereinbarung über die Bildung einer Trägergemeinschaft zum Natur-Projekt "Grüngitter" werden Pflegemaßnahmen durch die Gemeinden festgelegt und an das Landratsamt gemeldet. Für den Gemeindeteil Thundorf werden die Flächen hinter der Leichenhalle und unterhalb der Parkfläche festgelegt.

Dem Antrag der Trachtenkapelle Theinfeld auf Gewährung eines Zuschusses für die Innenrenovierung des gemeindeeigenen Jugend- und Kulturheimes wurde mehrheitlich stattgegeben. Der Gemeinderat verwies jedoch darauf, dass es im Normalfall üblich sei, dass vor Durchführung der Maßnahme der Antrag bei der Gemeinde zu stellen ist. Eine Begründung lieferte der Erste Vorsitzende Thomas Schmitt mit Zeitgründen. Der Trachtenkapelle sind für die Innenrenovierung nachweislich 14 424,60 Euro in Rechnung gestellt worden. Dabei handelt es sich um Materialkosten. Um keine Präzedenzfälle zu schaffen, verwies der Bürgermeister auf eine Förderung des ebenfalls gemeindeeigenen Schützenhauses in Rothhausen, wo den Schützen die angefallenen Materialkosten bewilligt wurden. Gleichermaßen galt diese Regelung auch beim alten Bahnhof in Rothhausen. Der Gemeinderat beschließt die überplanmäßigen Ausgaben.

Dem Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Wohnhausanbaues durch die Bauherren Katharina und Christian Müller aus Thundorf wurde vom Gemeinderat stattgegeben. Die Antragsteller beabsichtigen am bestehenden Wohnhaus einen zweigeschossigen Anbau zu errichten. Das Grundstück befindet sich im Innenbereich und fügt sich in die nähere Umgebungsbebauung ein.

Am Freitag, 15. November findet um 15.30 Uhr eine Ortsbegehung mit der Festlegung von Pflanzstandorten für Bäume statt, teilte Klöffel am Ende der Sitzung noch mit.

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