Fladungen
Zweckverbandsversammlung

Im Fladunger Freilandmuseum wird bald gekegelt

Die historische Kegelbahn aus Ibind wird derzeit noch restauriert. Die Schäden nach dem Unfall der Museumslok sind mittlerweile behoben.
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In Ibind steht eine Freiluftkegelbahn. Die historische Anlage soll ins Freilandmuseum Fladungen kommen. Foto: Birgit Ellinger/dpa
In Ibind steht eine Freiluftkegelbahn. Die historische Anlage soll ins Freilandmuseum Fladungen kommen. Foto: Birgit Ellinger/dpa
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Die historische Freiluft-Kegelbahn aus Ibind wird im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen einen Platz finden. Auf Nachfrage von Bezirksrätin Renate Renner (Bad Kissingen) bei der Versammlung des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum Fladungen in Würzburg, sagte Museumsleiterin Ariane Weidlich, dass die Kegelbahn derzeit noch restauriert wird. Man sei davon abgekommen, sie im Innenbereich des Museums aufzustellen, da sie ja auch genutzt werden soll. So kam die Idee auf, sie im Bereich der Museumsgaststätte "Schwarzer Adler" aufzubauen.

Sie sei damit auch eine Bereicherung für das Museumsgasthaus und könne entsprechend bespielt werden, auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die notwendigen Kosten für Instandsetzung und Aufstellen sind im Haushalt nach wie vor vorhanden, sagte Andreas Polst, Leiter des Finanzreferates des Bezirks Unterfranken.

Allerdings gehöre das angrenzende Gartengrundstück dem Zweckverband noch nicht. Hierzu finden noch Verhandlungen mit dem Eigentümer statt. Die Verbandsversammlung war sich einig, dass dieser Aufstellungsort am Museumsgasthaus Schwarzer Adler eingerichtet werden sollte.

Helmut Kleinschroth vom Finanzreferat des Bezirks Unterfranken informierte dann über die Instandsetzungsarbeiten an der Museumslok 98-886. Diese war bei einem Unfall mit einem landwirtschaftlichem Fahrzeug im Sommer 2018 stark beschädigt worden. Mittlerweile wurde sie in das Meininger Dampflokausbesserungswerk verbracht. Der Zweckverband hatte zur Schadensermittlung einen Gutachter beauftragt und man war bemüht, die Strecke schnellst möglich wieder in einen fahrbereiten Zustand zu bringen.

Durch den Unfall waren Gleise regelrecht verbogen und auch der Übergang beschädigt. Innerhalb von sechs Wochen wurden die Schäden repariert und der Zugverkehr wieder aufgenommen. 11 500 Euro waren für die Reparatur notwendig. Die Reparatur von zwei Waggons wurde mit 50 000 Euro angesetzt, der Schaden an der Lok dürfte sich bei mehr als 400 000 Euro einpendeln. Insgesamt liegen die Schadensschätzungen an der Museumsbahnstrecke, der Lok und den beiden Waggons bei 455 500 Euro. Im Meininger Dampflokausbesserungswerk wird sich nun aber erst herausstellen, ob dies wirklich ausreicht und wie hoch die tatsächlichen Kosten für die Instandsetzungsarbeiten sind. "Es ist letztendlich ein Versicherungsfall, denn Gott sei Dank war das landwirtschaftliche Fahrzeug versichert," sagte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Im Sommer 2019 soll die Museumslok dann wieder fahrbereit sein.

Helmut Kleinschroth informierte dann über die Instandsetzung an der Fassade des Museumsgasthofs Schwarzer Adler. Hier sind im Haushalt 50 000 Euro eingesetzt. Der Schuldenstand des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen pendelt sich zum Jahresende 2018 bei 406 309 Euro ein und sinkt in diesem Jahr voraussichtlich auf 341 069 Euro. Wenn die Rückzahlungen weiterhin so fortgeführt werden können, ist der Zweckverband Fränkisches Freilandmuseum Fladungen spätestens ab 2025 schuldenfrei. Zum Ende 2019 hat der Bezirk Unterfranken noch eine Schuldenlast von 266.885 Euro, der Landkreis Rhön-Grabfeld mit 69.820 Euro und die Stadt Fladungen mit 4.363 Euro beim Zweckverband Fränkisches Freilandmuseums.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel dankte abschließend den Verbandsräten für das gute Miteinander und stellte fest, dass ab dem kommenden Jahr der Vorsitz, traditionsgemäß, für zwei Jahre an Rhön-Grabfeld Landrat Thomas Habermann übergeht. Dieser dankte dem Präsidenten und den Mitarbeitern im Bezirk für die hervorragende Zusammenarbeit, besonders Ariane Weidlich und ihrem Team, die "eine tolle Arbeit leisten." Der Landrat sprach von einer guten Atmosphäre im Zweckverband unter Führung des Vorsitzenden, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel.

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