Münnerstadt
Fasching

Hohe Ehre für einen Narren

Der Elferrat der Kolpingsfamilie feiert in Münnerstadt unter dem Motto "Geht doch!"
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Das ist der neue Ehrenelferrat; Eugen Albert, Laudator Heinz Schmitt,Ehrenelferrat Toni Hiller und Sitzungspräsident Andreas Albert. Anneliese Albert
Das ist der neue Ehrenelferrat; Eugen Albert, Laudator Heinz Schmitt,Ehrenelferrat Toni Hiller und Sitzungspräsident Andreas Albert. Anneliese Albert
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Pünktlich zu Faschingsbeginn zog am Vormittag des 11.11. der Elferrat der Kolpingsfamilie mit Faschingsgardemädchen und närrischem Anhang vom Oberen Tor durch die Hauptstraße zum Marktplatz. Hier eröffnete der Sitzungspräsident Andreas Albert mit launigen Reimen die Faschingssession. Bezugnehmend auf das diesjährige Motto "Geht doch!" lud er alle zu den Faschingssitzungen am 3. und 4. Februar 2018 in die Alte Aula ein. Nachdem den Kolpingnarren, die seit einigen Jahren auf Herbergssuche sind, zunächst dieser Saal verwehrt war, freuen sich die Elferräte, dass sie nun doch die Erlaubnis erhielten, also "Geht doch!"

Das Publikum wurde von Andreas Albert motiviert, an passenden Stellen selbst einen Tusch zu produzieren. Die Elferratsgarde zeigte einen schwungvollen Marschtanz. Groß und klein wurde von DJ Thomas ebenfalls zum Mittanzen des Fliegerlieds und des Roten Pferdes eingeladen. Schließlich zog eine bunt gemischte Polonaise aus Elferrat, Gardemädchen und Zuschauern über den Marktplatz.

Andreas Trägner, zweiter Bürgermeister, hatte mit einigen Stadträten für die Bewirtung der Narren mit kalten und heißen Getränken gesorgt. Nachdem leichter Regen einsetzte, begab sich die Faschingsgesellschaft in den Saal des benachbarten Gasthauses zum Bären, um dort weiter zu feiern und den inaktiven Elferräten und den Ehrenelferräten die Faschingsorden zu verleihen.

Für die Ehrungen war vom Fastnachtsverband Franken Klaus Mültner (Mellrichstadt) gekommen. Er bedankte sich zunächst bei der Kolpingsfamilie Münnerstadt mit ihrem Elferrat für ihr Engagement bei der neugegründeten Fastnachtsakademie in Kitzingen. Elferrat Thomas Kersten wurde für den Kreis Bad Kissingen als Ansprechpartner dorthin entsandt. In der Akademie sollen für die insgesamt 362 Mitgliedsvereine in Franken Schulungen für Aktive, Redenschreiber und Garden erfolgen. Der diesjährige Verbandsorden zeigt ein Bild der Baustelle der Fastnachtsakademie in Kitzingen.

Folgende Aktive des Kolpingfaschings wurden vom Fastnachtsverband Franken geehrt: Chelsey Meza ( Garde und Büttenrednerin), Franziska Wilz (Garde) erhielten den Verbandorden des FVF, die Ehrennadel in Silber bekamen Hans-Georg Hey (Musiktanzgruppe) und Philipp Neugebauer (Elferrat). Die höchste Auszeichnung in diesem Jahr, die Verbandsnadel in Gold, wurde Renate Kersten (Männerballett, Musiktanzgruppe) und Sabrina Skuppin (Gardetanz) verliehen. Jutta Markert (Schminkmeisterin) wird die Nadel ebenfalls erhalten.

Die Elferratsgarde unterhielt das Publikum mit einem Lied und einem Tanz, bis es zur Ernennung eines neuen Ehrenelferrates kam. Das war einer der Höhepunkte, denn seit mehreren Jahren hatte es keinen mehr gegeben. Heinz Schmitt war der zuletzt Ernannte. Er machte ein Rätsel aus dem Namen und nannte zunächst nur Stichworte: närrische Vergangenheit, öffentliche Person, unbescholten, männlich. Das Publikum riet eifrig mit. Weiter ging es: verheiratet, Kinder und Enkel, Mitglied vieler Vereine, Führungspersönlichkeit. Dann kreiste er die Person immer mehr ein: 27 Jahre aktives Mitglied im Elferrat, 17 Jahre Mitglied einer Gesangsgruppe, 2011 mit Till von Franken ausgezeichnet, ging im Rathaus aus und ein, war 12 Jahre lang selbst Zielscheibe der Narren.

Nun war es allen klar: Altbürgermeister und langjähriger Elferrat Eugen Albert erhielt die Ehrenelferratswürde. Er nahm die Auszeichnung gerührt und freudig an. Er bekannte, dass er sich das schon lange gewünscht hatte. Von allen Seiten wurde ihm herzlich gratuliert. Dass der Elferrat ein Geheimnis bewahren kann - der ehemalige Sitzungspräsident Franz Beck hatte darauf schon immer großen Wert gelegt - bewies die Tatsache, dass selbst die Ehefrau von Eugen Albert nicht eingeweiht war. Nach der gelungenen Faschingseröffnung bereiten sich die Mürschter Kolpingnarren auf die bevorstehenden Faschingssitzungen vor.


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