Rannungen
Gestaltung

Grüne Urnenfläche für bis zu 50 Bestattungen

Der Rannunger Friedhof bietet verschiedene Bestattungsarten. Jetzt gibt es auch die Möglichkeit einer sogenannten Baumbestattung für Urnen.
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Peter Memmel zeigt an, wie hoch die Naturscheinmauer am Kreuz noch werden soll.Heike Beudert
Peter Memmel zeigt an, wie hoch die Naturscheinmauer am Kreuz noch werden soll.Heike Beudert
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Sehr zufrieden zeigten sich die Rannunger Gemeinderäte bei einer Ortseinsicht mit der Gestaltung des neuen Urnenfeldes. Unter einem Baum wurde eine Grasfläche angelegt, in der Urnen bestattet werden können. Die Gestaltung lag in den Händen von Gemeindearbeiter Peter Memmel. "Das gefällt mehr sehr gut", meinte Gemeinderätin Yvonne Seufert. "Sauber angelegt", lobte Bürgermeister Fridolin Zehner, der von einem "schönen Bestattungsort" sprach.
Die Anlage liegt am nord-westlichen Ende des Friedhofes und wird von der Friedhofsmauer begrenzt. Das grüne Urnenfeld wurde mit Mauersteinen vom restlichen Friedhof sichtbar abgegrenzt. An der Friedhofsmauer befindet sich eine rustikale Holztafel, auf dem die Namen der Bestatteten angebracht werden können. Darunter hat Peter Memmel aus einem ehemaligen, historischen Sandstein-Handlauf der Kirche eine Ablagemöglichkeit für Kerzen oder kleine Blumenandenken geschaffen. Blickfang ist ein Kreuz an der Friedhofsmauer. Kleinere Abrundungsarbeiten sollen noch folgen. So soll die Friedhofsmauer dort, wo das Kreuz steht, etwas erhöht werden, ebenso im Bereich der Namenstafel. Platz bietet das Urnenfeld für bis zu 50 Bestattungen, schätzt Bürgermeister Zehner.
Weitere Tagesordnungspunkte behandelte der Gemeinderat im Sitzungssaal. Die Mitglieder segneten die Errichtung einer Pferdekoppel ab, die im dorfnahen Außenbereich angelegt wurde. Eingezäunte Koppeln sind genehmigungspflichtig, erläuterte Bürgermeister Zehner.
Dass die örtliche Prüfung der Jahresrechnung mehr als nur eine Pflichtaufgabe ist, zeigte die Prüfung des Rechnungsprüfungsausschusses, der das Jahr 2016 unter die Lupe genommen hatte. Dabei war den Prüfern ein Betrag von 1680 Euro in die Augen gefallen, den sie nicht zuordnen konnten. Wie sich bei einer Nachprüfung in der Verwaltungsgemeinschaft herausstellte, war dieser Betrag tatsächlich versehentlich auf eine Kostenstelle der Gemeinde verbucht worden. Es handelte sich um eine Rechnung für die Telefonanlage der Verwaltungsgemeinschaft im Maßbacher Rathaus. Das Missgeschick ist bereinigt. Die Gemeinderäte erteilten für die Jahresrechnungen die Entlastung.
Rückwirkend zum 1. Januar 2017 gilt eine sogenannte Vollzugsregelung zur Entwässerungssatzung. Dies beschloss der Gemeinderat. Flächen, die in eine Zisterne entwässert werden, werden nicht mehr bei der Niederschlagswassergebühr berücksichtigt.

Zweite Messung nötig
Ungeklärt ist, weshalb in der Geldersheimer Kläranlage mehr Abwasser ankommt, als die Rannunger Messungen ergeben. "Irgendetwas stimmt nicht", sagte Bürgermeister Fridolin Zehner und verwies auf die Ergebnisse einer ersten Vergleichsmessung, die mittlerweile durchgeführt worden sei. Noch im September soll eine zweite Messung folgen, um mehr Aussagekraft zu bekommen.

Dank an Rettungsdienste
Gemeinderat Werner Keller bedankte sich in der Sitzung bei der Feuerwehr für den Einsatz beim Wald- und Naturlauf und lobte das Zusammenspiel der Hilfskräfte; die Rettungsdienste hätten bei der Hornissenattacke auf Läufer schnell und umsichtig reagiert. "Wir können von Glück sprechen, dass nicht mehr passiert ist", so Keller.

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