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Thundorf
Beschlüsse

Gewerbegebiet soll erweitert werden

Um Gewerbegebiete, Straßenerschließung, Abwassergebühren und Standorte von Defibrillatoren ging es in der Thundorfer Gemeinderatssitzung. Zudem blickte Bürgermeister Egon Klöffel auf Jahr zurück.
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Das Gewerbegebiet "Vogtswiesen" soll in westlicher Richtung um 7650 Quadratmeter erweitert werden. Foto: Philipp Bauernschubert.
Das Gewerbegebiet "Vogtswiesen" soll in westlicher Richtung um 7650 Quadratmeter erweitert werden. Foto: Philipp Bauernschubert.
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Bereits in zwei vorherigen Sitzungen war der Defibrillator ein Thema im Gemeinderat Thundorf. In der letzten Sitzung bekamen die Gemeinderäte die Hausaufgabe, sich Gedanken über geeignete Standorte in allen drei Gemeindeteilen zu machen. Nach kurzer Diskussion beschloss das Gremium, je einen Defibrillator an den Standorten Bushaltestelle Rothhausen und Feuerwehrhaus in Theinfeld aufstellen zu lassen. Weil in Thundorf das Gerät von Vereinen gesponsert wird, sollen diese auch ein Mitspracherecht bekommen. Mögliche Standorte in Thundorf wären das Rathaus oder der Kirchplatz. Erster Bürgermeister Egon Klöffel wurde zum Abschluss des Liefervertrages inklusive des GSM-Moduls und zum Abschluss des Servicevertrages zur Sicherstellung des funktionellen Betriebes ermächtigt.

Für die Verbesserung der Verkehrsanbindung im Baugebiet "Unterer Berg" in Rothhausen und zur Entlastung der Gartenstraße samt Altortbereich ist die Anbindung des Baugebietes an die

St 2281 (Rothhausen-Stadtlauringen) eine sinnvolle und notwendige Maßnahme. Eine Straße ohne Erschließungsfunktion kann unter Beteiligung der betroffenen Behörden auch ohne die Aufstellung eines Bebauungsplanes hergestellt werden. Die Straße kann zu einem späteren Zeitpunkt als Erschließungsanlage hergestellt werden. Hierzu wäre dann jedoch ein Bebauungsplan notwendig. Nach der derzeitigen Rechtslage sind, bei einer späteren Fertigstellung der Erschließungsanlage, in die Beiträge für die erstmalige Herstellung der Erschließungsanlage auch die Kosten der vorab erstellten Straße als beitragsfähiger Aufwand anzurechnen. Vom Planungsbüro Bautechnik-Kirchner wurde mit Schreiben vom 11. Dezember mitgeteilt, dass der Bauentwurf für die Straße erstellt werden kann. Die grob geschätzten, reinen Baukosten betragen bei einer 300 Meter Straßenlänge, voraussichtlich 350.000 bis 400.000 Euro brutto. Vorab wurde bereits vom Planungsbüro Kontakt mit dem Landratsamt Bad Kissingen aufgenommen. Von dort wurde bestätigt, dass für den Bau der Straße ohne Erschließungsfunktion keine Baugenehmigung und keine Bauleitplanung erforderlich sind. Eine sofortige Erschließung und die Ausweisung von Bauplätzen scheitert nach Bürgermeister Klöffel daran, dass es aufgrund noch zahlreicher freier Bauplätze im Baugebiet in Rothhausen keine Genehmigung von der Baubehörde des Landratsamtes Bad Kissingen gibt. Bei einer Gegenstimme beschließt der Gemeinderat, das Büro Kirchner-Bautechnik die Anbindung der Entlastungsstraße Unterer Berg zur St. 2281 planen zu lassen. Gleichzeitig wird vom Planungsbüro ein Honorarangebot für die Planungsleistungen angefordert. Die Planung soll ohne Berücksichtigung der Ver- und Entlastungsleitungen erfolgen. Die Abstimmung der Planung ist mit dem staatlichen Bauamt und Landratsamt Bad Kissingen abzustimmen.

Erweiterung beschlossen

Um die weitere Ansiedlung oder die Erweiterung von Gewerbebetrieben in Thundorf zu ermöglichen, ist eine bauleitplanerische Voraussetzung zu schaffen, nachdem die Grundstücksflächen im Gewerbegebiet "Vogtswiesen" inzwischen alle verkauft sind und gewerblich genutzt werden. Für eine solche Erweiterung ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich und ein neuer Bebauungsplan aufzustellen. Vom Planungsbüro Bautechnik-Kirchner wurde ein Vorschlag für die Fläche der Erweiterung vorgelegt. Dieser Vorschlag beinhaltet eine Flächenerweiterung um ca. 15.300 Quadratmezer bzw. für eine Erweiterung. Der im derzeitigen Bebauungsplan dargestellte Wendehammer wurde bisher noch nicht gebaut. Dieser wäre nach Bedarf in westlicher Richtung zu verlegen. Ferner ist zu prüfen, ob im Rahmen der Erweiterung des Gewerbegebietes die bisher hergestellte Erschließungsanlage im Bereich des Gewerbegebietes "Vogtswiesen" für die Weiterführung der Erschließung zur Erweiterungsfläche ausreicht. Nach einer längeren Diskussion beschließt der Gemeinderat, das Gewerbegebiet "Vogtswiesen" in westlicher Richtung um 7650 Quadratmeter zu erweitern. Vom Planungsbüro Bautechnik-Kirchner wird ein Honorarangebot für die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Erstellung eines Bebauungsplanes eingeholt; weiterhin ein Angebot für die Planung der tiefbautechnischen Erschließung des neuen Gewerbegebietes einschließlich der erforderlichen Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes.

Wasserkalkulation

Am 31. Dezember endet der Kalkulationszeitraum für die Wasserverbrauchsgebühren in der Gemeinde Thundorf. Für diesen dreijährigen Zeitraum 2017 bis 2019 wurde von der Verwaltung eine Nachkalkulation für die Jahre 2020 bis 2022 erstellt. Diese Kalkulation schließt mit einem Überschuss von 17.613,08 Euro, der in den nächster Kalkulationszeitraum zu übertragen ist. Auf der Grundlage der Kalkulation des neuen Gebührensatzes für die kommenden drei Jahre wurde von der Verwaltung ein neuer Gebührensatz von 1,25 Euro/Kubikmeter (bisher 1,66 Euro/Kubikmeter) für den Gemeindeteil Thundorf errechnet.Die beiden anderen Gemeindeteile Rothhausen und Theinfeld sind dem Wasserzweckverband Stadtlauringer Gruppe angeschlossen. Es wird von Bürgermeister Klöffel und der Verwaltung vorgeschlagen, unter Berücksichtigung des vorstehenden Gebührensatzes, eine entsprechende Änderungssatzung zu erlassen. Der Antrag eines Gemeinderates, keine Erhöhung und anstelle auf Bildung von Rücklagen, wurde von Bürgermeister Klöffel im Keim erstickt. Denn bei der Wasserversorgung ist eine strikte Kostendeckung einzuhalten. Der Gemeinderat beschließt, den Kalkulationszeitraum auf drei Jahre (2020 bis 2022) festzulegen und die Gebühr für den Gemeindeteil Thundorf auf 1,25 Euro/Kubikmeter verbrauchten Wassers festzusetzen.

Jahresrückblick

Zum Ende der Jahresabschlusssitzung gab Bürgermeister Klöffel einen Jahresrückblick. Er erinnerte an die großen Vereinsfeste und Jubiläen in der Gemeinde. Die Baumaßnahmen im vergangenen Jahr verursachten Kosten von ca. 450.000 Euro. Die größten Ausgaben waren der Bau des Feuerwehrhauses Thundorf mit 67.578 Euro, die katholische Kirche Theinfeld (150.665 Euro), die Dr.-Bruno-Uhl Straße in Theinfeld (30.023 Euro) und das ehemalige Raiffeisenlager in Theinfeld (37.739 Euro). Für das ehemalige Forsthaus in Thundorf wurden 11.517 Euro investiert, und das neue Feuerwehrfahrzeug für Thundorf schlug mit 83.942 Euro zu Buche. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2019 beträgt 31.250 Euro, die Einwohnerzahl 1016 und der Schuldenstand pro Einwohner 30,76 Euro. Als ein Weihnachtsgeschenk betrachtete Klöffel die Spende für eine Geschwindigkeitsmessstelle für die Gemeinde Thundorf. Am Schluss galt sein Dank dem Gemeinderat und vor allem seiner Stellvertreterin Judith Dekant für die konstruktive Mitarbeit.

Regionalbudget der Interkommunalen Allianz

Informativ berichtete der Bürgermeister über das sogenannte geplante Regionalbudget der Interkommunalen Allianz "Schweinfurter Oberland". Damit soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden. Die Höhe des Regionalbudgets beträgt je Zusammenschluss maximal 100.000 Euro jährlich. Es setzt sich zusammen aus dem Zuschuss von maximal 90.000 Euro und dem Eigenanteil von 10.000 Euro. Es ist in dem Kalenderjahr zu verwenden, in dem es bewilligt wurde. Das ganze Programm und die Fördervoraussetzungen sollen in der Januarsitzung von der Allianzmanagerin Hannah-Rabea Grübl dargelegt werden.

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