Thundorf
Jubiläum

Gaudi, Kabarett und liebe Freunde

Vier Tage lang der TSV das 50-jährige Bestehen mit einem Fest gefeiert.
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Wolfgang Krebs (Mitte) zeigt sich hautnah bei seinen Fans.   Foto: Philipp Bauernschubert
Wolfgang Krebs (Mitte) zeigt sich hautnah bei seinen Fans. Foto: Philipp Bauernschubert
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Vier Tage feierte der TSV Thundorf sein 50 jähriges Gründungsfest mit einem bunten, abwechslungsreichen Programm (wir berichteten) Eine große Aufwertung fand das Fest mit dem Besuch der Schweizer Freunde aus Thundorf im Thurgau. Insgesamt 29 Personen kamen am Samstag mit dem Bus angereist und blieben bis Sonntagnachmittag. So richtig begonnen hat die Freundschaft zwischen den beiden namensgleichen Orten 1989, bei der 1100 Jahrfeier in der Schweiz. Damals reiste eine 79 starke Delegation aus Unterfranken dort an. Turnusgemäß fanden dann im Laufe der Jahre immer wieder Treffen in beiden Thundorfs statt.

Bank und Nußbaum

Angeführt wurde die eidgenössische Gruppe vom frisch gewählten Gemeindepräsident Daniel Kirchmeier und dem für Kultur zuständigen Gemeinderat Felix Jenni. Die Schweizer trafen sich im Rathaus, wo sie von Bürgermeister Egon Klöffel empfangen wurden. Hier trugen sich alle in das Goldene Buch der Gemeinde ein und Bürgermeister Kirchmeier verlieh seiner Freude über den freundlichen Empfang Ausdruck. Als Geschenk brachten die Gäste aus dem Thurgau eine stabile Bank, verziert mit beiden Ortswappen eingeschnitzt und einen Nußbaum mit. Beide Geschenke transportierten sie am Sonntag beim Festzug mit und verteilten zudem an die Zuschauer am Straßenrand Käse aus ihrer örtlichen Käserei.

Bürgermeister Klöffel bat anschließend zu einer Führung zum Feuerwehrhaus unter Teilnahme von Kommandant Lothar Seufert, sowie die Besichtigung der Festhalle. Am Gemeindebrauhaus gab es für die Besuchr einen Umtrunk Hausbrauerbier und für jeden einen Original Krug. Zurück im Zelt warteten bereits die Feuerwehrler aus Thundorf in der Oberpfalz. Sie hatten einen Vereinsausflug organisiert und sich als Abschluss Thundorf in Unterfranken ausgewählt. Auch zu ihnen besteht schon langjähriger Kontakt.

Beide Gruppen waren toll in Stimmung und sangen und klatschten kräftig bei der Gruppe "Drüm-Rüm" und dann bei der Rhöner Gruppe "Bergwerk der Steiger kommt", mit. Einige Auftritte hatten auch die beiden Schweizer Fredy Schnyder und die achtjährige Melina Grimm die einige Male mit ihren Alphornauftritten die Gäste begeisterten.

Stoiber, Merkel und der Kini

Das Fest war am Freitag mit der "Antenne Bayern-Band" und "Florian Weiß" gestartet. Die Verantwortlichen hatten mit mehr Leuten gerechnet. Diejenigen, die aber da waren, haben es nicht bereut, denn die Bandmitglieder beherrschten ihre Instrumente und heizten kräftig ein. Das änderte sich auch nicht, als Florian Weiß etwa ab Mitternacht für die Musik und Unterhaltung zuständig war. Über den Ablauf am Sonntag Vormittag bis einschließlich Festzug wurde bereits berichtet.

Am Sonntag Abend kam mit dem Auftritt von Wolfgang Krebs das absolute Highlight des Festes. Man hörte viele Stimmen, die der Meinung waren, Krebs stehe einem Michl Müller in nichts nach. Es war ein grandioser Auftritt und das Publikum hatte viel zu lachen. Seine Paraderolle ist die Verkörperung des ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, aber auch Horst Seehofer, Markus Söder, Joachim Hermann oder sogar der Bayern Kini und die Bundeskanzlerin waren in seinem Programm eingebaut. Krebs verkörperte zudem den schlitzohrigen Schlawiner Schorsch Scheberl aus "Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering". Aber auch die Beiträge zum Jubiläum des TSV Thundorf fehlten nicht. Der Kabarettist hatte sich bestens über die Chronik des Sportvereins informiert und brachte diese an.

Zum Abschlusstag am Montag waren so viele Besucher gekommen, wie die Tage zuvor nicht. Ob es am Kesselfleisch oder den Rucksackmusikanten lag, konnte nicht ermittelt werden. Jedenfalls hat sich der TSV über die volle Hütte gefreut. mib

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