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Weichtungen

Friedhof soll umgestaltet werden

Wie könnte der Weichtunger Friedhof am besten umgewandelt werden?
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Die Wege sollen saniert werden, die Gehölze erneuert, das Kriegerdenkmal umgestaltet - nur ein paar Punkte auf der Liste der Überarbeitung des Weichtunger Friedhofs. Die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz hat viele Ideen. Foto: Dieter Britz
Die Wege sollen saniert werden, die Gehölze erneuert, das Kriegerdenkmal umgestaltet - nur ein paar Punkte auf der Liste der Überarbeitung des Weichtunger Friedhofs. Die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz hat viele Ideen. Foto: Dieter Britz

Etwa 50 Bürgerinnen und Bürger, so viele wie im viel größeren Ortsteil Maßbach, kamen zur Bürgerversammlung in die Dorfhalle. Ein wichtiges Thema im mit 426 Einwohnern (Erstwohnsitz) zweitkleinsten Ortsteil der Marktgemeinde war der Friedhof, der umgestaltet werden soll.

Auch die Außentreppe zur Kirche wurde angesprochen, da der Marktgemeinderat kürzlich eine Kostenübernahme abgelehnt und nur einen Zuschuss in Höhe von 2,5 Prozent zugesagt hatte. Ausführlich ging Bürgermeister Matthias Klement (CSU) im ersten Teil der Bürgerversammlung auf die finanzielle Lage der Marktgemeinde ein. Die Steuerkraft je Einwohner stieg von 573 Euro im letzten Jahr auf jetzt 605. Sie liegt aber noch immer weit unter dem Landesdurchschnitt, der dieses Jahr auf 919 Euro weiter angestiegen ist. Damit liegt die Steuerkraft 34 Prozent unter dem Landesdurchschnitt (letztes Jahr nur knapp 32 Prozent darunter).

Einnahmen absehbar

Wichtigste Einnahmen (für 2018 noch Schätzungen, in Klammern Werte für 2017) sind dieses Jahr die Schlüsselzuweisung vom Freistaat mit 1,8 Millionen (1,7 Millionen), der Anteil an der Einkommensteuer mit 2,3 Millionen (etwa gleichgeblieben), die Zuschüsse für den Kindergarten 604 000 Euro (etwa gleichgeblieben), die Wasserverbrauchs-Gebühr 350 000 Euro (etwa gleich) sowie die Gewerbesteuer. Sie brachte letztes Jahr 756 000 Euro ein. Für dieses Jahr sind nur 650 000 Euro angesetzt, doch jetzt schon absehbar, dass es angesichts der guten Konjunktur 200 000 Euro mehr werden.

Dafür steigt natürlich auch die Gewerbesteuer-Umlage, die die Gemeinde zahlen muss. Wichtigste Posten auf der Ausgabenseite sind die Kreisumlage mit 1,7 Millionen (etwa gleich), Personalkosten 1,7 Millionen Euro (etwa gleich), Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft 735 000 Euro (640 000 Euro), Unterhaltung der Schulen einschließlich Schülerbeförderung 416 000 Euro (401 000 Euro), Unterhaltung der Abwasser-Anlagen mit Umlage 323 000 Euro (269 000 Euro) und die Unterhaltung der Wasserversorgung einschließlich Personal 436 000 Euro (423 000 Euro).

Knapp 1,2 Millionen Euro blieben im Verwaltungshaushalt für die Finanzierung des Vermögenshaushaltes übrig. In den drei Ortsteilen Maßbach, Poppenlauer und Volkershausen ist die Bevölkerungsentwicklung ähnlich: Es gibt mehr Sterbefälle als Geburten sowie mehr Zuzüge als Wegzüge, was allerdings insgesamt die leichte negative Bevölkerungsentwicklung nicht ausgleichen kann. Nur Weichtungen, das zehn Prozent der Bevölkerung in der Marktgemeinde ausmacht, bildet hier eine Ausnahme: Es gibt mehr Geburten (sieben) als Sterbefälle (nur fünf), denen fünf Zuzügen stehen neun Wegzüge entgegen.

In der gesamten Marktgemeinde sieht das Bild so aus: 32 Geburten stehen genau doppelt so viele Sterbefälle entgegen. Dieser Sterbeüberschuss von 32 Personen kann durch die Zuzüge nicht ausgeglichen werden. Die Zuzüge (191) sind kaum größer als die Wegzüge (183).

Friedhof Erneuerung

Schon in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates hatte das Thema "Weichtunger Friedhof" eine Rolle gespielt. Die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz trug dort ihre Überlegungen vor. Bürgermeister Matthias Klement (CSU) ging in der Bürgerversammlung nochmals darauf ein. Die Grabbeete seien zu groß und benötigten hohen Pflegeaufwand, es gebe Bedarf an weiteren Urkunden-Begräbnisplätzen und an Platz für Baumbestattungen, das Kriegerdenkmal sollte umgestaltet werden und schließlich sollten die Gehölze erneuert und die Hauptwege saniert werden, hatte die Landschaftsarchitektin ermittelt. Bürgermeister Klement teilte dazu mit, dass am Samstag, 8. Dezember speziell zu diesem Thema eine Bürgerversammlung, verbunden mit einem Vorort-Termin, stattfinden soll.

Bürger reklamierten, dass sich im Jugendraum an einer Stelle Schimmel gebildet habe, den die Jugendlichen allerdings schon beseitigt haben. Die Gemeinde werde sich darum kümmern, versprach der Bürgermeister.

Radweg schon beschädigt

Er erfuhr auch von Schäden am letztes Jahr eingeweihten Radfahrweg in Richtung Maßbach-Poppenlauer. Hier ist die Gewährleistungsfrist durch die Baufirma noch nicht abgelaufen, so der Bürgermeister. Bürger wünschen sich die Erneuerung eines Steges über den Ransbach. Die Märzgasse sei in einem schlechten Zustand, hieß es. "Da müssen wir ran", sagte der Bürgermeister zu.

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