Kleinwenkheim
Hilfeleistung

Feuerwehrleute aus dem Landkreis Bad Kissingen üben an feststoffbefeuertem Brandcontainer

Brände müssen Feuerwehrleute heute seltener löschen als früher - trotzdem müssen sie im Ernstfall genau wissen, was zu tun ist.
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Kreisbrandmeister Guido Schneider beobachtet das Anlegen der Schutzkleidung, vor dem noch kalten Brandcontainer. Auch der Ausbilder der Firma Dräger (4. von rechts) hat sich ordentlich gerüstet. Matthias Nöth
Kreisbrandmeister Guido Schneider beobachtet das Anlegen der Schutzkleidung, vor dem noch kalten Brandcontainer. Auch der Ausbilder der Firma Dräger (4. von rechts) hat sich ordentlich gerüstet. Matthias Nöth
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Atemschutzgeräteträger aus dem Landkreis Bad Kissingen hatten die Möglichkeit, in einem in Kleinwenkheim aufgestellten Brandübungs-Container zu trainieren. Nach Informationen des Landesfeuerwehrverbands Bayern ist in den vergangenen Jahren der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Das ist natürlich eine gute Nachricht , andererseits haben dadurch die Feuerwehrleute weniger Erfahrung bei der Bekämpfung von Bränden. Diese ist aber wichtig, um im Ernstfall Fehlentscheidungen und lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden. Daher hat der Freistaat Bayern im Jahr 2015 ein 1,2 Millionen schweres, auf vier Jahre angelegtes Projekt gestartet, bei dem Atemschutzträger Erfahrungen sammeln können.

Eine wichtige Rolle spielt dabei ein feststoffbefeuerter Brandcontainer. In diesem kann durch das Verbrennen von Holz die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung simuliert werden. So können die Feuerwehrleute unter sicheren Bedingungen trainieren.

Die Möglichkeit dieser nicht alltäglichen Ausbildung nahmen 60 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Bad Kissingen wahr, darunter 14 aus dem Stadtgebiet Münnerstadt. Organisiert hatte alles Kreisbrandmeister Guido Schneider, die Ausbildung erfolgte durch erfahrene Ausbilder der Firma Dräger Safety AG & Co. KGaA.

Bis zum Ende der Laufzeit sollen mit dem Projekt rund 7200 Atemschutzgeräteträger in den Genuss dieser Ausbildung kommen, so das Innenministerium und der Landesfeuerwehrverband Bayern. So sollen sie zusätzliche Handlungssicherheit bekommen, um im Ernstfall kritische Situationen sicher erkennen und entsprechend reagieren zu können.



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