Reichenbach bei Münnerstadt
Fasching

Fasching des FC Teutonia

"Kulinar(r)ische Schmankerl" lautet das Motto beim FC Teutonia Reichenbach. Die Mitwirkenden bringen ein rund fünfstündiges Programm auf die Bühne.
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Die Elferratsgarde aus Münnerstadt zeigt ihren Show-Tanz. Foto: Matthias Nöth
Die Elferratsgarde aus Münnerstadt zeigt ihren Show-Tanz. Foto: Matthias Nöth
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Bereits bei ihrem gemeinsamen Einzug in das Sportheim zeigten die Akteure ein buntes Bild. Los ging es mit der Kinder-Garde, deren als Pinguine verkleidete Jungen und Mädchen den Text des Liedes "Papa Pinguin" tänzerisch in Szene setzten.

Nachdem Andreas Trägner mit Ortssprecher Fabian Nöth eine von mehreren Runden "Wer weiß denn sowas" gespielt hatte, bei der Nöth die Frage nach der ersten urkundlichen Erwähnung Reichenbachs wie aus der Kanone geschossen beantwortet hatte, konnte das Publikum der 1205ten Folge des Sprachkurses "Altbayerisch für Einsteiger" beiwohnen.

Darin ging es um "edle Speisen", über die sich eine altbayerische Familie am Esstisch unterhielt. Zum Bayerischen Defiliermarsch zog Bürgermeister Helmut Blank in die Bütt ein und berichtete in der einzigen klassischen Büttenrede des Abends von seiner Arbeit als Bürgermeister. Etwas gechillter ließen es vier Jugendliche in der Pubertät angehen.

Schwungvoll ging es mit dem Tanz der Münnerstädter Elferratsgarde weiter. An einen Stummfilm erinnerte der Sketch über einen Kinobesuch. Darin hatten sich allerlei teils skurrile Kinobesucher auf der Bühne eingefunden, die mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik den Kinobesuch darstellten.
Dies fing bei der Einnahme der Plätze an und endete in den Bemühungen eines aufgrund weit auseinanderliegender Sitzplätze unter Trennungsschmerz leidenden Paares, Liebesbekundungen auszutauschen, was natürlich nur unter Einbezug der anderen Kinobesucher gelingen konnte. Das führte dazu, dass das Paar das Kino am Ende für sich alleine hatte.

Im Handwerkeroutfit präsentierten die Jungs und Mädchen der Teenie-Garde einen flotten Showtanz. Wieder mit dabei war der aus Burglauer stammende und bühnenerfahrene Routinier Nico Rossmann. Er holte sich zur Unterstützung drei Herren und eine Dame aus dem Publikum. Mit den Herren übte er eine kleine Choreographie ein, mit der sie die als Bauchrednerpuppe agierende Dame begleiteten.

Als Nicolas Rossini zeigte er, wie einfach es ist aus den Texten verschiedener Schlager ganz einfach einen neuen Hit am Schlagerhimmel zu fabrizieren, ehe er sich mit "Des pressiert scho", seiner Version des Hits "Despacito", verabschiedete. Bestens über das Dorfgeschehen waren wieder die Rentner informiert, die diesmal im Warteraum aufeinandertrafen.

Neben diversen groß aufgezogenen runden Geburtstagen, der Einweihung der neuen Obstlagerhalle oder dem Holzmachen kamen auch Themen wie die vergangenen Wahlen - Bundestag und Gehwegpflaster - und auch ein wenig Lokalpolitik zur Sprache.

Wie leicht man aneinander vorbeireden kann zeigten Kerstin Bach und Gerda Hillenbrand als Mutter und Tochter beim Telefonat. Während die Mutter davon sprach, dass sie nach 40 Jahren einen neuen Kuchen ausprobieren wollte, nahm die Tochter an, es gehe um den Vater. Und so gab es manch zweideutige Gesprächsstränge.

Ein weiteres Mal betrat die Elferratsgarde die Bühne, um nun ihren Pharaoninnen-Showtanz zu präsentieren. Was passiert, wenn zwei gänzlich unterschiedliche Ehepaare aufeinandertreffen, konnte man im Sketch "Der Grillabend" erleben. In gekonnter Weise ahmte Hanna Kleinhenz aus Schlimpfhof den Garitzer Kabarettisten Michl Müller nach und zeigte den höchst emotionalen Dübelabend inklusive dem Lied von der Mörtelmischmaschin.

Ein Highlight waren auch wieder Ottmar und Brunhilde (Lothar und Susanne Hillenbrand). Bei ihnen kamen die Behandlung mit "Küchelich" (Globuli), das Eheleben oder Wasserflaschen im Western zur Sprache. In einem Lied, bei dem sie von Christine Stahl auf der Gitarre begleitet wurden, besangen sie ihre Gegensätze. Den Abschluss des rund fünfstündigen Programms bildete der Auftritt des Männerballetts, die sich diesmal weibliche Unterstützung geholt hatte. Der Tanz in Lederhosen kam so gut an, dass das Publikum die Gruppe erst nach zwei Zugaben von der Bühne ließ.

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