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Münnerstadt
Forstwirtschaft

Extreme Trockenheit wirkt sich weiter aus

Das extrem trockene Jahr 2015 wird seine Auswirkungen erst 2016 erkennen lassen. Darauf macht Stadtförster Jörg Mäckler in seinem Jahresbericht aufmerksam.
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Stadtförster Jörg Mäckler (rechts) und Harvester-Bediener Gunter Pfeifer bei einer Besprechung über den Einsatz im Sommer.  Foto: Archiv
Stadtförster Jörg Mäckler (rechts) und Harvester-Bediener Gunter Pfeifer bei einer Besprechung über den Einsatz im Sommer. Foto: Archiv
Er befürchtet eine Zunahme an Schädlingen, wobei der Borkenkäfer keine große Rolle spiele, weil es immer weniger Fichten gibt. Raupenfraß bei der Eiche und Trockenschäden bei Kiefer und Buche sind die Probleme, hinzu kommen die vielen Mäuse, die auch bereits gesicherte Bestände im Münnerstädter Stadtwald beeinträchtigt haben. Ein möglicher Einsatz von Chemie sei nur unter sehr großen Auflagen möglich.
Jörg Mäckler macht darauf aufmerksam, dass die sich verändernden Klimaeinflüsse einen Umbau der Wälder erfordern. Insbesondere tief wurzelnde und trockenverträgliche Baumarten, die Trockenheit vertragen, sowie Mischwald seien in Zukunft nötig, um stabile und vitale Waldbestände zu erhalten. Ein Vorteil: Holzeinschlag und Holzrückung verlagern sich zunehmend in trockene Zeiten, wodurch die Bodenschäden deutlich verringert werden können.


Planung beinahe erfüllt

Trotz verschiedener Einflüsse wie die Trockenheit hat der Forstbetrieb Stadtwald Münnerstadt seine Planungen und Vorgaben beinahe erfüllt. 2600 Festmeter Nutzholz und 650 Festmeter Brennholz wurden eingeschlagen. Die Hiebsatzvorgabe konnte nur durch den Einsatz eines Harvesters (Vollerntemaschine) eingehalten werden, weil ein Forstwirt längere Zeit ausgefallen war.
Insgesamt 3000 laufende Meter Zaun sind im letzten Jahr neu gebaut worden und 22 725 neue Pflanzen gesetzt. "Diese Investitionen sind zum einen dem Waldumbau geschuldet, zum anderen auch dem jährlichen Verjüngungsflächen-Soll aus der städtischen Forsteinrichtung.


125 000 Euro aus Holzverkauf

Jörg Mäckler macht in seinem Jahresbericht auf den neuen Forstwirtschaftstsplan aufmerksam, nachdem der letzte am 31. Dezember ausgelaufen ist. Außerdem geht er auf die Preise auf dem Holzmarkt ein, der beim Laubholz stabil war, besonders bei der Eiche sogar angestiegen ist. Sämtliche Holzmengen sind vermarktet worden. Die Einnahmen aus den Holzverkäufen lagen bei 125 000 Euro.
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