Münnerstadt

Einblick in die Lebenshilfe-Werkstatt

Anlässlich der "Aktion 55+" hatte die Kolpingsfamilie Münnerstadt einen Besuch in der Lebenshilfe-Werkstatt in Nüdlingen organisiert.
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Da staunten die Besucher, wie geschickt die Beschäftigten in der Lebenshilfe-Werkstatt die vielfältigen Tätigkeiten erledigen. Foto: Arnold Nöth
Da staunten die Besucher, wie geschickt die Beschäftigten in der Lebenshilfe-Werkstatt die vielfältigen Tätigkeiten erledigen. Foto: Arnold Nöth
27 Teilnehmer waren sehr erstaunt, was dort alles geboten wird und wie viele Menschen betreut und beschäftigt werden und Arbeitsplätze haben.
Werkstattleiter Martin Denninger gab einen Überblick über Sinn, Zweck und Aufgabenstellung dieser Einrichtung und vermittelte anhand der Zahlen der hier betreuten und tätigen Menschen mit Behinderungen eine Vorstellung von der Größe der Einrichtung.


Große Bandbreite

Sozialpädagoge Lucas Rainer und Gerd Bieber, Bereichsleiter Produktion, führten die Kolpingmitglieder durch die hellen, großzügigen Betriebsräume. Da kamen die Besucher schon sehr ins Staunen, was hier von den Beschäftigten mit viel Geschick, Geduld, Feingefühl und Freude montiert, angefertigt, geprüft und verpackt wird. Dabei werden hochtechnische Gerätschaften für Maschinen und Geräte, wie zum Beispiel für die Technik in Windenergie-Turbinen ebenso gefertigt wie Saisonartikel für Ostern oder Weihnachten.


Alte Bekannte getroffen

Es handelt sich dabei sowohl um Lohnaufträge von externen Firmen und Betrieben, aber auch um eigene Entwicklungen und Anfertigungen der Werkstätten. Von einfachsten Arbeitsschritten bis hin zu viel Geschick erfordernden Arbeitsprozessen konnten die Beschäftigten beobachtet werden. Und manche davon begrüßten überschwänglich Bekannte aus ihren Heimatorten. Es war schon eine beeindruckende Führung, so dass eine Teilnehmerin meinte: "Man hat ja keine Ahnung, was hier in nächster Nachbarschaft geleistet wird."
Die Lebenshilfe-Werkstatt in Nüdlingen hat im Jahre 1990 ihren Betrieb mit 87 Menschen aufgenommen; heute sind hier 255 Frauen und Männer beschäftigt. Seit ihrem Bestehen wurden die Werkstätten ständig ausgebaut und erweitert, bedingt auch dadurch, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt.
Auch ein Berufsbildungsbereich gehört zur Einrichtung. So werden für diesen stark wachsenden Bereich immer mehr Werkstattplätze benötigt. Finanziert werden die Einrichtungen durch Pflegesätze, und die in den Werkstätten Beschäftigten werden für ihre Tätigkeit auch entlohnt.


Handeln statt reden

Wie Bereichsleiter Gerd Bieber betonte, freue man sich hier immer über interessierte Besuchergruppen. Dazu, dass über die Einrichtung der Lebenshilfe in der Öffentlichkeit gar nicht viel bekannt sei, meinte er lakonisch: "Mir rede net viel, mir maches halt!"

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