Theinfeld

Die Kirche braucht ein neues Dach

Die Kirche in Theinfeld ist in die Jahre gekommen.
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Das Dach der Theinfelder Kirche muss renoviert werden.  Foto: Philipp Bauernschubert
Das Dach der Theinfelder Kirche muss renoviert werden. Foto: Philipp Bauernschubert
Die Kirche in Theinfeld ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung steht bevor. Die Kommune muss neben der Erneuerung der Treppe auch die Kosten für die anstehende Dachsanierung sowie für die Sanierung der Außenfassade und eines behindertengerechten Eingangs übernehmen. Geschätzte Kosten: 320 000 Euro, aufgeteilt in einen Zuschuss der Diözese Würzburg in Höhe von 100 000 Euro und einen Gemeindeanteil von 200 000 Euro. Die restlichen 20 000 Euro trägt die Kirchengemeinde Theinfeld.
Die Kirche von Theinfeld war ursprünglich nur eine Kapelle ohne Turm und ist wohl im 13. oder 14. Jahrhundert errichtet worden. 1599 wurde das Kirchlein um einen Turm erweitert. Das Baujahr 1599 ist im Schlussstein des Turmes eingraviert. 1747 wurde dann das Kirchenschiff nach Westen verlängert und der Eingang verlegt. 1753 schenkte das Kloster Maria Bildhausen einen Altar, der sich noch heute in der Kirche befindet. 1839 erfolgte ein erneuter Umbau, und zudem wurde eine Orgel aufgestellt.
1962 wurde der Kirchturm (Echterturm) neu eingedeckt. Da es viele Gläubige gab, entschloss sich der damals verantwortliche Pfarrer Oskar Pflüger (1964 bis 1982) 1970 zu einer Vergrößerung durch den Bau eines neuen Kirchenschiffes. Um Zuschüsse vom Bischöflichen Ordinariat zu erhalten, verzichtete die politische Gemeinde auf ihr Eigentum und übereignete die Kirche der Katholischen Kirchenstiftung. Am 6. Mai 1972 wurde die neue Kirche von Weihbischof Alfons Kempf feierlich eingeweiht. Im Mai 1985 wurden auch die um das Jahr 1780 entstandenen und aus der alten Kirche entfernten Kreuzweg-Ölgemälde renoviert und in der Kirche wieder aufgehängt. Damit war die Renovierung abgeschlossen.
In der Kirche befand sich wahrscheinlich schon seit dem 14. Jahrhundert ein kleines Glöckchen. Im Band "Kunstdenkmäler in Bayern" ist es wie folgt beschrieben mit gotischer Majuskelumschrift: "Ave Maria, Gratia Plena Dominus 14. Jahrhundert". Es hatte alle Kriege heil überstanden. Vor 60 Jahren, am 30. April 1957, bekam es nach 600 Jahren "Arbeit" während des Läutens einen Riss, und der Klang war weg, so die Überlieferung. Außer Dienst, stand das Glöckchen dann viele Jahre auf dem Dachboden der Kirche.
1974 benötigte man anlässlich der Errichtung des Leichenhauses ein neues Sterbeglöckchen. Eine Glockengießerei tauschte das alte Glöckchen gegen ein neues ohne Aufpreis. Als man später das alte Glöckchen wieder zurückkaufen wollte, war es verschwunden. Angeblich wurde es in mehrere Stücke zusammengebrochen und dann eingeschmolzen.
Die Weltkriege taten ihr Übriges: Bis auf das kleine Glöckchen mussten alle anderen Glocken abgeliefert werden, sie wurden eingeschmolzen. Doch in Theinfeld gab es schon immer findige Bürger. Im Zweiten Weltkrieg montierte man einen schweren Eisenring aus einer alten Schrotmühle in den Glockenstuhl. Mit einem Klöppel wurden dann eiserne Töne erzeugt. Fertig war die Ersatzglocke. 1947 kam eine der abgelieferten Glocken zurück. Das Kriegsende kam zu schnell und bewahrte sie vor dem Schicksal, als Kanone zu enden. Am 15. Oktober 1957 weihte Pfarrer Felix Seufert drei neue Glocken ein - mit dem Geleit: "Gebe Gott, dass sie nur im Frieden ihren Dienst tun mögen!"
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