Thundorf
Unterhaltung

Die Helden der fränkischen Mundart in Thundorf und Großwenkheim

Wolfgang Reichmann, Fredi Breunig, Wilhelm Wolpert und Günter Stock treten Freitag, 27. September, bei der "Mundart-Rallye" auf. Stationen sind Großwenkheim, Thundorf, Stadtlauringen und Birnfeld,
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Fredi Breunig weiß, wo er herkommt und hat Land und Leute in Franken kennen-, schätzen- und lieben gelernt. Foto: Philipp Bauernschubert
Fredi Breunig weiß, wo er herkommt und hat Land und Leute in Franken kennen-, schätzen- und lieben gelernt. Foto: Philipp Bauernschubert
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Im Rahmen der unterfränkischen Kulturtage, die in diesem Jahr im Markt Stadtlauringen durchgeführt werden, findet am Freitag, 27. September, eine "Mundart-Rallye" statt. Neben Stadtlauringen sind Birnfeld, Großwenkheim und Thundorf (in der Festhalle) die weiteren Stationen dieser sehr beliebten, interessanten und unterhaltsamen Veranstaltung. An den vier Orten treten an diesem Abend Fredi Breunig, Wilhelm Wolpert, Wolfgang Reichmann und Günter Stock abwechselnd auf.

Vorverkauf

Sowohl in der Festhalle Thundorf, als auch in der Amtskellerei Stadtlauringen und der Sporthalle Birnfeld sowie im Schützenhaus Großwenkheim beginnt die Veranstaltung jeweils um 19 Uhr. Erster Akteur in Thundorf ist Wolfgang Reichmann. Karten gibt es im Vorverkauf. Sie sind erhältlich für Thundorf im Friseursalon "Edith", von Mittwoch bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, sowie am Samstag, 8 bis 12 Uhr. Ferner gibt es Karten bei Anton Bauernschubert (Tel.: 09724/694).

In Großwenkheim findet die Veranstaltung im Schützenhaus statt. Der Vorverkauf ist bei Edeka Sotier, von Montag bis Freitag, von 8 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, sowie am Samstag, von 7.30 bis 12 Uhr. Tel.: 09766/1519.

Die Akteure

Fredi Breunig stammt aus Großeibstadt. Sein Vater war ein humorvoller Bierbrauer. Aufgewachsen ist Breunig mit zwei Schwestern im Dorfwirtshaus von Oma und Opa. Was soll da schon anderes herauskommen als ein Vollbluthumorist, der vom Ministrieren, der Kirmespredigt, dem Musik- und Theaterspielen, bis zum Fußball und der Fosenocht alles aktiv und hautnah erlebt hat, was ein typisches unterfränkisches Dorf zu bieten hat. So etwas prägt. Breunig weiß, wo er herkommt und hat Land und Leute in Franken kennen-, schätzen- und lieben gelernt. Und irgendwie muss das alles raus und erzählt werden, wie er das alles empfand.

Wilhelm Wolpert ist Autor für ostunterfränkische Mundart, ausgezeichnet mit dem Frankenwürfel. Er hat mit seinem "Hasenterzett" vor Jahren die "Fränkische Fosenocht" mit aus der Taufe gehoben und mittlerweile zahlreiche Mundartbücher geschrieben. Herzhaft gelacht wird bei ihm sowohl über fromme als auch kranke Franken, über die verheiertn Franken und über Moo und Fraa, über fränkische Frecker bis hin zu Oma und Opa. Und wer kennt nicht das bekannte Feuerwehr-Buch "Haut ab! Dess iss unner Feuer!"

Wolfgang Reichmann ist seit über drei Jahren nicht mehr die Stimme Frankens als Reporter des Bayerischen Rundfunks bei "Heute im Stadion", aber dafür als waschechter gebürtiger Bamberger mit sächsischen Wurzeln die Stimme Bambergs. Im Normalberuf war er königlich bayerischer Hauptschullehrer, zudem ehemaliger Basketball-Bundesliga- und sogar Nationalspieler, seit 2013 Träger des Frankenwürfels, dem Nobelpreis der Franken sowie der oberfränkische Vertreter bei der "Mundart-Rallye".

Erste Rolle als einer der Heiligen Drei Könige

Kaum 1950 eingeschult, warteten schon künstlerische Aufgaben auf Günter Stock. Bei der Besetzung für ein weihnachtliches Krippenspiel fehlte einer der Heiligen Drei Könige, der sechsjährige Stock übernahm diese wichtige Rolle. Selbst, als er 1990 zum Bürgermeister von Margetshöchheim gewählt wurde, ließ es sich durchaus mit der "Würde des Amtes" vereinbaren, bei Prunksitzungen mitzumachen. Jedes Jahr schlüpfte er in eine andere Rolle. In der Fernsehsendung "Närrische Weinprobe" des Bayerischen Fernsehens, trat er als Büttenredner in Gestalt eines fränkischen Dorfbäuerles, dem Häcker Karl mit seiner Frau, dem Kunnerlä regelmäßig auf. Abends streift er oft durch die Würzburger Straßen und Gassen, um seinen Gästen seine Heimatstadt humorvoll näherzubringen.

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