Münnerstadt
Arbeitskreis

Die Agenda hat eine Zukunft

Bürgermeister Helmut Blank und einige Mitstreiter wollen den Agenda-Arbeitskreis aus dem Winterschlaf erwecken. Es gibt auch schon Projekte.
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Im Wein liegt ja bekanntlich die Wahrheit, im Wein könnte aber auch die Zukunft des Agenda-Arbeitskreises liegen. Der Wiederanbau in Burghausen könnte ein Projekt werden. Heike Beudert
Im Wein liegt ja bekanntlich die Wahrheit, im Wein könnte aber auch die Zukunft des Agenda-Arbeitskreises liegen. Der Wiederanbau in Burghausen könnte ein Projekt werden. Heike Beudert

Totgesagte leben länger. Seit gut einem halben Jahr schwebt die Auflösung des im Jahr 1999 nach einem Stadtratsbeschluss gegründeten Agenda-Arbeitskreises in der Luft. Bei einem Treffen im März waren gerade einmal drei Mitglieder erschienen, nicht einmal genug, um einen Antrag zu stellen, den Arbeitskreis aufzulösen. Denn darüber entscheiden müsste wieder der Stadtrat. Zahlreiche Projekte sind in all den Jahren umgesetzt worden, unter anderem der Wacholderwanderweg oder der Wiesenwanderweg. Der Altstadtverein und die Freunde des Oberen Tores haben ebenfalls ihre Wurzeln im Arbeitskreis.

Letztes Großprojekt war die Beschilderung in der Innenstadt. "Das hat zu viel Kraft geraubt, weil es ewig gedauert hat", sagt Wilhelm Schmitt dazu, der sich jahrelang für Beschilderung eingesetzt hat. "Wir haben keinen Mumm mehr", betont er. Außer Sabine Scheuble und Hans Petsch, die einen Bibelgarten errichten wollen, gebe es keine Mitstreiter mehr. " Es gibt ja auch keine aktuellen Themen", meint Wilhelm Schmitt. Wenn es wieder ein Projekt gebe und junge Leute vorne dranstehen, sei es aber durchaus möglich, dass sich die alten Mitstreiter wieder beteiligen.

Sabine Scheuble, die sich seit vielen Jahren zusammen mit Hans Petsch und einigen Helfern um die Pflege des Novizengartens kümmert, bleibt dabei: "Na freilich", sagt sie auf die Frage, ob sie auch weiterhin im Boot ist. Und das gelte auch für Hans Petsch. "Wir müssen doch was für Münnerstadt machen." Und: "Vielleicht wird es ja doch noch was mit unserem Bibelgarten, dann würde ein jahrelanger Wunsch in Erfüllung gehen." Ursprünglich war dieser im Novizengarten geplant, der aber nun dem Bundesverband Deutscher Bestatter gehört. Inzwischen können sich die beiden Initiatoren den Bibelgarten auch an einem anderen Ort vorstellen.

"Ich habe darum gebeten, den Arbeitskreis nicht aufzulösen", sagt Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Werner Beck, der bisherige Sprecher des Arbeitskreises, der inzwischen in Ostheim wohnt und seinen Rückzug signalisiert hat, sei von der Stadtverwaltung angeschrieben worden. "Ich möchte noch einmal ein Treffen", so das Stadtoberhaupt. Dabei will er neue, junge Kräfte vorstellen, die sich künftig engagieren wollen. Einer sei bereit, die Rolle des Sprechers zu übernehmen. Wer das ist, damit hält sich Helmut Blank noch bedeckt. Auf die Frage, ob es denn schon ein Projekt gibt, rückt er doch ein wenig mit der Sprache heraus: Einen Weinberg bei Burghausen. Am Michelsberg wurde schon in grauer Vorzeit Wein angebaut. "Teilweise sind die Mauern noch erhalten", meint das Stadtoberhaupt. Seiner Meinung nach ist das ein ideales Projekt für den Agenda-Arbeitskreis.

Schon einmal war angedacht, einen alten Weinberg im Goldgrund in Münnerstadt wiederzubeleben. Letztendlich sei das Projekt aber an mangelndem Interesse gescheitert. Helmut Blank ist sich aber sicher, dass es mit dem Agenda-Arbeitskreis in Burghausen etwas werden kann. "Strahlungen hat es uns ja vorgemacht", sagt er. In der Nachbargemeinde wird nämlich wieder Wein angebaut.

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