Münnerstadt
Stadtrat

Bessere Gehwege zum Münnerstädter Jubiläum 2020

Rechtzeitig zu den Jubiläums-Festlichkeiten im Jahr 2020 sollen auf Münnerstadts Gehwegen die größten Stolperfallen beseitigt sein.
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Beim Jubiläums-Stadtfest 2020 soll sich Münnerstadt von seiner besten Seite zeigen, das gilt auch für die Spazierwege rund um die Stadtmauer, die Teil eines Investitionspaketes sind. Foto: Heike Beudert
Beim Jubiläums-Stadtfest 2020 soll sich Münnerstadt von seiner besten Seite zeigen, das gilt auch für die Spazierwege rund um die Stadtmauer, die Teil eines Investitionspaketes sind. Foto: Heike Beudert

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung ein Sanierungspaket für besonders schlechte Gehwegabschnitte der zwei zentralen Innerortsstraßen sowie für die Spazierwege rund um die Altstadt verabschiedet.

Gerade bei den Gehsteigen handelt es sich eher um kosmetische Verbesserungen als um eine grundlegende Sanierung. Mehr will die Stadt nicht investieren, da irgendwann in der Zukunft eine Neugestaltung von Hauptstraße und Marktplatz ansteht.

Das Gremium genehmigte eine abgespeckte Version der Sanierungs-Planung für Gehsteige; bereits in einer der vorausgegangenen Sitzungen hatte der Stadtrat das Thema diskutiert und die Planung überarbeiten lassen, um Kosten zu sparen.

Frank Braun von der Planungsschmiede Braun in Würzburg erläuterte, dass bei der reduzierten Form nur noch die schlechtesten Stellen erneuert werden. Bordsteine werden nicht ausgetauscht. Es sei ein Mindestmaß an Arbeiten, damit die Stadt für die nächsten zehn Jahre ihre Ruhe hat, so Braun. Ausgebessert werden Gehsteige in der Riemenschneider- und in der Veit-Stoß-Straße.

Ganz herausgenommen wurden die ursprünglich geplanten Ausbesserungsarbeiten am Kirchplatz. Das mache Sinn, da dort die Kirchenrenovierung anstehe, fand Braun. Auch die Bushaltestelle am Marktplatz soll nach der neuen Planung so bleiben wie sie ist. Sie sei nicht so schlecht, erklärte der Würzburger Planer. Eventuell könne man die Bänke austauschen, so sein Vorschlag. Rund ums Rathaus sollen jetzt nur die sichtbaren Macken in der Fahrbahn und auf den Gehwegen verschwinden.

In der Finsteren Gasse soll ein Rollatorweg angelegt werden, um älteren Mitbürgern das Gehen auf der derzeit ausschließlich mit groben Basaltsteinen gepflasterten Straße zu erleichtern. Stadtrat Leo Pfennig (fraktionslos) plädierte zwar dafür, die Rollatorstrecke über die Hennebergstraße zu führen, akzeptierte aber dann die Argumente und Bitte des Bürgermeisters. Der schmale, gehfreundliche Streifen sei in der Finsteren Gasse günstiger zu realisieren als über die Hennebergstraße, meinte Helmut Blank. Außerdem sei dieser Straßenabschnitt weitgehend autofrei und damit eine ideale direkte Linie von den Seniorenzentren in die Innenstadt. Dies wurde dann auch von allen Stadträten so akzeptiert.

Auch neue Geländer

Die Stadtmauer- und Dammwege sollen eine neue Splitschicht erhalten. Nur dort, wo dringend nötig, wird eine neue zehn Zentimeter dicke Deckschicht geschaffen. Trotzdem kostet die Instandhaltung der Spazierwege rund um die Altstadt 145 000 Euro. "Es ist einfach eine große Strecke, und das bedeutet: Es kostet viel Geld", so Frank Braun. Er erinnerte aber daran, dass das Volumen auch neue Geländer, Abfall- und Hundekotbehälter umfasst.

Im Projekt dabei ist das Herrichten des Stichweges in der äußeren Lache. Dieser Dammweg muss 2020 hergerichtet sein, weil das Gelände der äußeren Lache als Parkplatz für die Großveranstaltungen zum Stadtjubiläum dienen soll.

Stadträtin Rosina Eckert (Forum aktiv) wollte prüfen lassen, ob die Arbeiten an den Spazierwegen nicht von den Mitarbeitern des Bauhofes Stück für Stück erledigt werden könnten. Das sei dann vielleicht auch preisgünstiger. "Ich glaube, Firmen arbeiten preiswerter", meinte Bürgermeister Helmut Blank (CSU) zum Vorschlag.

"Die schaffen das nicht", stellte Stadtrat Klaus Schebler (Neue Wege) fest. Er erinnerte dran, dass der Bauhof ob seiner Aufgaben bereits jetzt überlastet sei und nannte die Abholzarbeiten hinter dem Bahnhof, wo neue Parkplätze entstehen sollen.

Verabschiedet wurde eine Investitionssumme von rund 350 000 Euro. Allerdings legten die Stadträte ausdrücklich Wert auf die Feststellung, dass in dieser Summe auch eine Graben-verrohrung in Kleinwenkheim mit Kosten von rund 100 000 Euro aufgenommen ist. Diese Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen notwendig. Die beschlossenen Arbeiten werden ausgeschrieben.

Parkplätze am Altstadtweg

Kosten kommen auf die Stadt auch beim Altstadtweg zu. Die Zufahrtsstraße am Seminar und BBZ-Neubau muss neu gebaut werden; auch Arbeiten an der Wasserleitung werden notwendig. Es entstehen Kosten in Höhe von rund 160 000 Euro. Der Landkreis trägt die Aufwendungen für die Parkplätze, die entlang der Straße entstehen werden, informierte Frank Braun. Die Baukosten für Zufahrt zum BBZ hinter der Entlastungsstraße liegen beim Landkreis.

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