Maßbach
Verabschiedung

Absolventen streben zum Handwerk

Für den Abschlussjahrgang der Mittelschule Maßbach werden praktische Berufe wieder attraktiv.
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Bei der Entlassfeier der Mittelschule Maßbach ehrten  Rektor Georg Göbel (links) und Klassenlehrer Jörg Breuer (rechts)  die Prüfungsbesten (ab 2.v.l.) Roman Schneider, Max Schubert und Sarah Gerstner.Hartmut Hessel
Bei der Entlassfeier der Mittelschule Maßbach ehrten Rektor Georg Göbel (links) und Klassenlehrer Jörg Breuer (rechts) die Prüfungsbesten (ab 2.v.l.) Roman Schneider, Max Schubert und Sarah Gerstner.Hartmut Hessel

Wenn Engeln Flügel wachsen heben sie ab. Auch wenn die beiden Schulbands der Mittelschule Maßbach ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zur Verabschiedung mit "Wings" und "Angel" kräftig Unterstützung gaben, die 15 Absolventen der Abschlussklasse 2019 bleiben auch in Zukunft bodenständig und wissen um ihre Möglichkeiten. Das Handwerk wird wieder vermehrt als Ausbildungsmöglichkeit gesucht. Acht der Prüflinge zieht es dorthin. Nur zwei wollen an die Wirtschaftsschule bzw. in die M10 wechseln.

Die Klasse, die Lehrer Jörg Breuer seit Beginn ihrer Mittelschulzeit führte, war immer sehr klein, mancher ging, andere kamen. Somit war der Platz "im Boot", das Rektor Georg Göbel in seiner Premiere als Schulleiter als Symbolbild nannte, einerseits geräumig anderseits auch typisch für den Schulalltag besetzt. Kapitän Breuer setzt den Rahmen und hält die manchmal auseinanderstrebenden Kräfte zusammen. Seien es Richtungswechselversuche bis hin zur Arbeitsunwilligkeit oder das Stopfen eines "Lecks" , die Schulfamilie, zu der ausdrücklich auch Hausmeister, Sekretärin und Betreuerin, sowie die Sozialpädagogin zählen, hielt den Kahn über Wasser und er fuhr erfolgreich in den sicheren Hafen des qualifizierenden Mittelschulabschlusses ein. 13 erhielten das Patent für das Ergebnis 3,0 und besser. Ruhiges Fahrwasser und stürmischen Wellengang über die letzten fünf Jahre beschrieb Jörg Breuer in einer Videopräsentation, die manchem Schüler und Schülerin etwas Röte ins Gesicht trieb, weil "man" sich doch so nicht mehr erinnerte oder erinnern wollte.

Die Sprecherinnen der Abschlussklasse betonten ihren besonderen Dank an ihren Klassenlehrer und ließen den so Gerührten sicher in dem Glauben zurück, das Richtige für seine Klassenmannschaft geleistet zu haben.

Bürgermeister Egon Klöffel beschrieb in seinem Grußwort den Werdegang der Schüler als "steinigen Weg" , der manchmal schwierig zu begehen war. Das würde auch in Zukunft nicht einfacher, jedoch wünschte er " am Anfang eines neuen Weges Hoffnung und Zuversicht durch Eigenverantwortung". Elternsprecherin Evelyn Radke stellte ihren eigenen Schul- und Lebens-Weg in den Vergleich zu dem, was die jetzige Schülergeneration noch vor sich hat und wünschte ihnen "Mut, denn es ist euer Leben, das will gelebt sein."

Geschenke für die Besten

Der Bürgermeister, die Vertreter der Schulleitung und die Repräsentanten der örtlichen Geldhäuser überreichten traditionsgemäß Gutscheine an die Prüfungsbesten. Sarah Gerstner und Roman Schneider schlossen mit dem Schnitt von 1,7 ab und Max Schubert mit 2,0.

Musikalisch wurde die Feier von Juliane Töws mit einem getragenen Klavierstück eingeleitet, am Ende stand der fröhlich gesellige Luftballonstart der jetzt ehemaligen Schülerinnen und Schüler an. Wie die kleinen Flugobjekte werden sie weit kommen, unterwegs hängen bleiben und wenn die Luft auszugehen droht, sollte es jemanden geben, der zum Aufpumpen bzw. zum Neustart bereitsteht.

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