Windheim

Windheimer Feuerwehr sucht nach wie vor einen 2. Kommandanten

Die Windheimer suchen weiter einen Stellvertreter des Kommandanten. Auch die Jahresversammlung brachte kein Ergebnis. Das wiegt umso schwerer, da auch die Spitze schon aus der Not heraus besetzt ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Windheimer Feuerwehr übt hier die Rettung aus einem Unfallfahrzeug.  Archivfoto: Björn Hein
Die Windheimer Feuerwehr übt hier die Rettung aus einem Unfallfahrzeug. Archivfoto: Björn Hein
+1 Bild
Kein Ergebnis brachte die Wahl des stellvertretenden Kommandanten auf der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Windheim. Der alte Amtsinhaber, Thomas Müller, stand für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung. Mahnende Worte brachte Stadtrat und Ortssprecher Klaus Schebler im Vorfeld der Wahl zu Gehör: "Der Feuerschutz im Ort muss auch in Zukunft gewährleistet sein."

Gleichzeitig äußerte Schebler Verständnis für die Situation des ausscheidenden 2. Kommandanten Thomas Müller: "Ich kann verstehen, dass man nach all den Jahren im Amt auch einmal Zeit für die Familie braucht", sagte Schebler. Seit mehr als zwölf Jahren übte Thomas Müller dieses Amt aus, eine Leistung, die Hochachtung verdiene.

Obwohl kein Kandidat für das Amt des stellvertretenden Kommandanten im Vorfeld der Wahl zur Verfügung stand, wurde diese durchgeführt. Die Wehrleute hatten noch einmal Gelegenheit, ihre Wunschkandidaten auf die Zettel zu schreiben. Mehrere Namen wurden auch genannt, von denen allerdings keiner die Führungsverantwortung in Stellvertretung übernehmen wollte. In Windheim macht dies der Feuerwehr gleich doppelt zu schaffen. Ist doch der Kommandant Manuel Gessner, der auch der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach vorsteht, in Windheim im vergangenen Jahr zum so genannten "Notkommandanten" gewählt worden. Dieses Amt muss nachdem Gesetz nach jeweils einem Jahr bestätigt werden.

"Die Luft in Windheim ist heraus", war von einem enttäuschten Kreisbrandrat Benno Metz zu hören. Dennoch brauche man in Windheim weiter ein Feuerwehrauto und Menschen, die das Feuer bekämpfen.

Feuerwehrauto bleibt in Windheim

"Wir müssen halt das Beste aus der Situation machen", meinte er. "Mir liegt die FFW in Windheim besonders am Herzen", betonte der 2. Bürgermeister der Stadt Münnerstadt, Michael Kastl (CSU). Er habe im Vorfeld bei zahlreichen Sitzungen in Windheim teilgenommen, auf der ein neuer Kommandant gesucht worden war. Ändern werde sich jetzt erst einmal wenig: Das Auto wird in Windheim verbleiben, ebenso wird die Mannschaft hier weiter ihren Dienst verrichten. Schließlich sei gerade das Altenheim hier ein wichtiges Objekt, bei dem der Brandschutz gewährleistet sein müsse.

Klaus Schebler zeigte auf, wie es in Zukunft für Windheim weitergehen könnte. Zuerst einmal müsse man nach dem Gesetz einen neuen Termin für die Wahl des stellvertretenden Kommandanten ansetzen. Sollte auch dies ergebnislos bleiben, so bestünde die Möglichkeit, dass die Windheimer Wehr ihre Eigenständigkeit aufgibt und unter der Bezeichnung "Feuerwehr Reichenbach, Löschgruppe Windheim", in Zukunft firmiert. Dies müssten die Feuerwehrdienstleistenden aber selbst in einer Wahl entscheiden. "Sollte es dazu kommen, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Windheim wieder eine eigenständige Feuerwehr wird, wenn sich hier ein Kommandant findet", sagte Schebler weiter.

Interesse an der Feuerwehr

Kommandant Manuel Gessner wandte sich mit fragenden Worten an die Versammlung: "Ich verstehe nicht, warum es keinen gibt, der das Amt des Kommandanten bzw. seines Stellvertreters übernimmt. Ziel war es von vornherein, als ich Notkommandant wurde, dass die Feuerwehr in Windheim erhalten bleibt", meinte er. Die Übungsbeteiligung zeige, dass Interesse an der Feuerwehr bestehe. "Ich hatte gehofft, dass wir die Probleme würden stemmen können", sagte Gessner. Nichtsdestotrotz sei es nun wichtig, dass sich einige Windheimer Wehrleute fänden, die eine Truppführerausbildung machen und danach Gruppenführer werden könnten. In der Versammlung fanden sich spontan zwei Personen bereit dazu, die meinten, dass es noch mehr Wehrleute mit Interesse in dieser Richtung gäbe.

Zahlreiche Übungen

Beim Jahresrückblick berichtete Kommandant Manuel Gessner von zahlreichen Übungen im Bereich des Brandschutzes, aber auch der Technischen Hilfeleistung. Jugendwart Christoph Hein war mit der Leistung seiner sechs Jugendlichen sehr zufrieden. "Ausdrücklich möchte ich mich heute bei dem großen Engagement bedanken, das die Jugendlichen bei der Übungsbeteiligung an den Tag legen", betonte Hein. Manch "Altgedienter" könne sich davon eine Scheibe abschneiden.

Vorsitzender Thomas Müller zählte auf, dass man im Moment 82 Mitglieder habe, von denen sechs Jugendliche, 23 aktiv und 53 fördernd seien. Unter anderem das Vatertagsfest sei in Windheim wieder ausgerichtet worden, man habe auch die traditionelle Vereinswanderung durchgeführt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren