Thundorf

Wald ist in gutem Zustand

Die Vorstellung und Genehmigung des neuen Forstwirtschaftsplanes stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung.
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Die Erkundung des Waldes fand bereits 2015 statt: Mit dabei waren Oberforstrat Hubert Türich (von links), Sachverständiger Rupert Wolf, Forstamtsrat Bernhard Greiter, Gemeindlicher Forstwirt Wolfgang Fuchs sowie Bürgermeister Egon Klöffel.  Foto: Philipp Bauernschubert
Die Erkundung des Waldes fand bereits 2015 statt: Mit dabei waren Oberforstrat Hubert Türich (von links), Sachverständiger Rupert Wolf, Forstamtsrat Bernhard Greiter, Gemeindlicher Forstwirt Wolfgang Fuchs sowie Bürgermeister Egon Klöffel. Foto: Philipp Bauernschubert
Oberforstrat Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt an der Saale stellte zusammen mit dem für die Planung beauftragten Forstsachverständigen, Dipl. Forstwirt Rupert Wolf aus Saal a.d.Saale, dem Gemeinderat Thundorf in der jüngsten Sitzung den neuen Forstwirtschaftsplan für die nächsten 20 Jahre vor. Der bisherige Plan ist zum 31. Dezember 2015 ausgelaufen, der neue tritt rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft. Durch System-Umstellungen wurde laut Türich erst jetzt der Beschluss hierzu gefasst.
Gemäß dem Bayerischen Waldgesetz muss die Bewirtschaftung auf Forstwirtschaftspläne gestützt sein. Die Aufstellung der Forstwirtschaftspläne ist Staatsaufgabe, welche unmittelbar nach Ablauf der bisher geltenden Forstwirtschaftspläne zur Verfügung stehen. Die Laufzeit beträgt regelmäßig 20 Jahre, mit einer Zwischenrevision nach 10 Jahren. Die Standorterkundung fand bereits im Vorjahr statt und ist als Bestandteil der Forsteinrichtung vorhanden.


Alle Baumarten werden erfasst

In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging Hubert Türich auf die chronologische Reihenfolge der Planerstellung, die mit Beschluss vom 26. März 2015 begann, ein. Anschließend stellte der freiberufliche Forstsachverständige Rupert Wolf die Forsteinrichtung detailliert vor. Insgesamt ist es für die Gemeinde Thundorf die 11. Forsteinrichtung, die 1842 in Theinfeld und 1847 in Rothhausen und Thundorf erstmals begann. Anhand der Waldabteilung "Steinerleite", erläuterte Rupert dem Gemeinderat eine Bestandsbeschreibung und deren Vorgehensweise. Aufgenommen werden hierbei die Bestandsform, das Alter der Bäume, der Bestockungsgrad und die Baumarten.


245 Hektar

Im Planungsteil stellt sich dann die Frage: "Was soll in diesem speziellen Bereich passieren", mit der Zusammenfassung der Einzelbestände und die Aussage zum Forstbetrieb.
Die Darstellung des aktuellen Zustandes zeigt eine Gesamtfläche von 245 Hektar auf. Der jährliche Hiebsatz wird laut Wolf in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung auf 1100 Festmeter bei 20,8 Hektar Waldfläche festgesetzt. Allerdings können diese Werte für die nächsten zehn Jahre durch äußere Einflüsse, die vom Einzeljahr abhängen, über- oder unterschritten werden. Hier hakte Gemeinderat Matthias Geier ein und stellte an die Forstexperten die Frage, ob man aufgrund nicht vorhersehbarer Einflüsse schon vorab den Hiebsatz nicht nach unten korrigieren sollte. Die Planung sei doch ausgelegt auf den finanziellen Erfolg, was jedoch von Wolf strikt verneint wurde. Türich betonte hierzu: "Wir liegen am unteren Limit der Skala für Hiebsätze", dies zu berücksichtigen ist doch auch die Aufgabe der Forsteinrichtung.


Mehr Totholz erwünscht

Frank Pfennig meldete sich noch zu Wort und wünscht sich bei aller Nachhaltigkeit einen größeren Anteil von Totholz. "Bäume müssen sich tot sterben", war sein Anliegen. Beide Forstleute versprachen, dies mit aufzunehmen, allerdings darf es nicht nur die Meinung eines Einzelnen, sondern der Mehrheit der Bevölkerung sein. Die Erstellungskosten des neuen Forstwirtschaftsplanes betragen laut Türich ca. 14 000 Euro, wovon ein staatlicher Zuschuss in Höhe von 50 v.H. gewährt wird, sodass für die Kommune ca. 7000 Euro übrig bleiben.
Rupert Wolf lobte am Ende seiner Ausführungen die Gemeinde und ist stark beeindruckt über den vorgefunden Wald. Die Verjüngungen sind sehr gut geraten und der Pflegezustand ist sehr gut.
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