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Maria Bildhausen
Ergotherapie

Sitzgelegenheit im Weidenpavillon ist entstanden

Seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Berufsfachschule für Ergotheraphie in Bad Neustadt und der Werkstatt des Dominikus-Ringeisen-Werkes (DRW) in Maria Bildhausen.
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Idylle hinter der Werkstatt: Zum Weidenpavillon und dem Sinnespfad kam jetzt noch eine Sitzgelegenheit.  Foto: Anton Then
Idylle hinter der Werkstatt: Zum Weidenpavillon und dem Sinnespfad kam jetzt noch eine Sitzgelegenheit. Foto: Anton Then
Im Rahmen ihrer Ausbildung absolvieren die Schülerinnen ein zweitägiges Praktikum in der Werkstatt des DRW unter Anleitung der Ergotherapeuten vor Ort. "Dabei bekommen die Schulanfängerinnen erste Einblicke, schon mit Fingerspitzengefühl, in die Arbeit der Menschen mit Behinderung", sagt Matthias Erlwein, Abteilungsleiter der Eigenfertigung des DRW. Im zweiten Schuljahr machen die Schülerinnen ein viermonatiges Praktikum in Maria Bildhausen und arbeiten in der Einzeltherapie mit. Jedes Jahr wird auch ein spezielles gemeinsamens Projekt organisiert. Die Wünsche kommen von den Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. 2014 wurden ein Weidenpavillon und ein Sinnespfad aus meist selbst gesammelten Naturmaterialien gefertigt. Da fehlte nur noch eine passende Sitzgelegenheit. Diese und ein ebenso stabiler Tisch aus Holz wurden in diesem Jahr gezimmert.

Hemmschwellen abbauen

Betreute, je nach Interessen und Fähigkeiten, und Schülerinnen der Ergotherapieschule werkelten gemeinsam, und dabei entstand eine sehenswerte und gut brauchbare Sitzecke in idyllischer Umgebung. "Die Schülerinnen hielten das Projekt für sehr wichtig", sagt Anja Zech, Dozentin für Arbeitstherapie an der Fachschule. Sie begleitet die Klasse auch bei der Umsetzung der Projekte in Maria Bildhausen. "Hier haben die Schülerinnen die Chance, den Umgang mit behinderten Menschen kennenzulernen und eventuelle Hemmschwellen abzubauen", meint die Diplom-Ergotherapeutin. Die Schülerinnen können Erfahrungen sammeln, in einfachen Schritten zu arbeiten, stufenweise anzuleiten und sich in einer einfachen Sprache zu verständigen.

Beim Bau der Sitzgelegenheit wurden die Schülerinnen des ersten Ausbildungsjahres von den derzeitigen Praktikantinnen Franziska Scheller und Marie Schmidt unterstützt. "Ziel des Projekts ist es, dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander arbeiten und lernen können", sagt Erlwein. Mit einem gemeinsamen Grillfest, zu dem die Verpflegung von beiden Seiten mitgebracht wurde, wurde das Projekt gefeiert.

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