Münnerstadt

Seht, welch kostbares Erbe

 Die aktuelle Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist vom 2. April bis 3. Mai im Münnerstädter Heimatspielhaus zu sehen. Zusatzveranstaltungen an den Donnerstagen begleiten die Schau.
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Christine Schikora, Susanne Stäblein und Franz Gock vom Verein "Zukunft für das Heimatspielhaus" hängen Plakate zur Ausstellung auf.
Christine Schikora, Susanne Stäblein und Franz Gock vom Verein "Zukunft für das Heimatspielhaus" hängen Plakate zur Ausstellung auf.
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Sie haben ihr Versprechen gehalten: Von Anfang an haben die Mitglieder des Vereins "Zukunft für das Heimatspielhaus" klar gemacht, dass sie das historische Gebäude nicht kaufen und sanieren wollen, um dann ein hergerichtetes Denkmal herumstehen zu haben. "Es muss Leben in die Bude", hat Vorsitzender Martin Kuchler mehrfach gesagt. Mit der Galerie Pfarr, einem Büro und der Möglichkeit, die Räume im Obergeschoss anzumieten oder dort Ausstellungen wie "Island between us" durchzuführen, ist tatsächlich Leben in das Haus gekommen.

Stiftung hat unterstützt

Viele Besucher versprechen sich die Organisatoren auch von der Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz "Seht, welch kostbares Erbe", die vom 2. April bis zum 3. Mai im Heimatspielhaus zu sehen sein wird. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Sanierung des Hauses finanziell unterstützt und mehrfach in der Publikation der Stiftung "Monumente" über das Gebäude berichtet. "Die Sanierung ist nur gelungen, weil viele Leute und Institutionen zusammengearbeitet haben", betont der Vorsitzende des Vereins "Zukunft für das Heimatspielhaus", Martin Kuchler, der gleichzeitig Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist.

Neue Ausstellung

Bereits im Jahr 2008 war die damalige Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Münnerstadt, damals im Rathaus. Martin Kuchler betont, dass die neue Ausstellung nichts mit der von damals zu tun habe. "Wir haben uns dafür beworben", sagt er. Die Ausstellung war vor Münnerstadt in Wertheim und Dinkelsbühl zu sehen.
Die Baudenkmale Ausstellung gibt Einblick in die vielfältige Fördertätigkeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und zeigt gleichzeitig ein Panorama der reichen Denkmallandschaft in Deutschland. Fototafeln mit Erläuterungen und ausgewählte Originale stellen die Restaurierungsgeschichte der mächtigen Backsteinkirche St. Georgen in Wismar, der mittelalterlichen Steinernen Brücke in Regensburg, der historischen Wutachtalbahn und anderer geförderter Baudenkmale aus ganz Deutschland vor.
All dies ist in den beiden großen Räumen im Obergeschoss des Hauses zu sehen. Mit einigen Bildern und Texten stellen die Münnerstädter Heimatspielhausfreunde im Erdgeschoss die Geschichte der Sanierung des historischen Gebäudes vor.

Betreuung mit übernommen

"Das Ganze ist nur möglich, weil wir die Galerie Pfarr im Heimatspielhaus haben", betont Martin Kuchler. Denn Galerist Thomas Pfarr wird während seiner Öffnungszeiten die Betreuung der Ausstellung "Seht, was für ein Erbe" gleich mit übernehmen.
Ich fand die Idee, die Ausstellung nach Münnerstadt zu holen, großartig" sagt Thomas Pfarr. Als die Frage nach den Ausstellungsräumen aufgekommen sei, habe er gleich zugesagt. "Weil sich die Galerie und die Ausstellung gegenseitig befruchten", erklärt er. Und: "Die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gehört ins Heimatspielhaus."
Thomas Pfarr hat aber noch mehr getan. Weil die Ausstellung hauptsächlich aus Info-Tafeln besteht und er als Galerist namhafte Künstler kennt, hat er die Idee gehabt, die Ausstellung mit historischen, unrestaurierten Kleindenkmalen zu bereichern. Die Objekte aus fünf Jahrhunderten sind aus Holz, Muschelkalk, Carrara-Marmor und Sandstein. Sie stammen aus dem Fundus der Bildhauer-Familie Grimm.
Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 1. April (für geladene Gäste). Regierunspräsident Paul Beinhofer und Rosemarie Wilcken vom Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden erwartet.

Zu sehen ist die Ausstellung "Seht, was für ein Erbe" vom 2. April bis 3. Mai im Heimatspielhaus dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr, an den Donnerstagen bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. An den Donnerstagen (außer am 2. April) bietet der Verein "Zukunft für das Heimatspielhaus" zusätzliche Veranstaltungen im Haus an, die alle um 19 Uhr beginnen. Am 9. April werden Franz Gock und andere Helfer von der Sanierung des Hauses berichten und Bilder dazu zeigen. Am 16. April ist die Märchenerzählerin Heidi Andriessens zu Gast. Sie erzählt Märchen für Jung und Alt.
Am 23. April kommen junge Stimmen ins alte Haus. Der Kinderchor der Liedertafel unter der Leitung von Annemarie Kreuzer tritt auf. Am 30. April steht dann das Heimatspielhaus selbst noch einmal im Mittelpunkt. Rainer Kirch erzählt im Haus Geschichten über das historische Gebäude.
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