Rannungen
Kommunalpolitik

Rannunger Rat verschiebt Radweg-Beschluss

Vor der Abstimmung über die Route entlang der KG 10 sollen offene Punkte geklärt und die genauen Kosten ermittelt werden.
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An der Leichenhalle werden fünf weitere Säulen verkleidet. Foto: Hein
An der Leichenhalle werden fünf weitere Säulen verkleidet. Foto: Hein
von unserem Mitarbeiter björn hein

Rannungen — Der Umsetzungsbeschluss zur Errichtung eines Radweges entlang der KG 10 nach Pfändhausen hat den Rannunger Gemeinderat beschäftigt. Laut Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/ FW) habe er Gespräche geführt, wie es weitergehen soll, und zwar mit Gemeinderat Werner Keller (Rannunger Bürgerliste), Jürgen Dobler vom Landratsamt Bad Kissingen und dem Dittelbrunner Bürgermeister Willi War-muth.
Der Fahrradweg entlang der KG 10 kristallisierte sich dabei als sinnvolle Variante heraus. Hierfür sei aber eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine naturschutzrechtliche Begutachtung vonnöten. "Bis März diesen Jahres muss der Umsetzungsbeschluss vorliegen, rund ein Jahr dauert die Voruntersuchung", sagte Zehner. Dabei soll der Radweg mit einem tiefen Fundament versehen werden und tragfähig aufgebaut werden. Zehner wünscht sich auf der Strecke vom Ortseingang bis zum Seeweg eine Breite von drei Metern. Dies sei wichtig, damit auch landwirtschaftliche Geräte in diesem Bereich fahren könnten. "Bis 2,50 Meter wird der Fahrradweg bezahlt, die übrigen 50 Zentimeter müssen von der Gemeinde getragen werden", sagte Zehner. Dabei hofft er, dass sich auch die Jagdgenossen mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen. Auf die Frage von Wolfgang Röder (parteilos), was das Ganze nun kosten solle, meinte Zehner, dass die Gemeinde ein Sechstel des Radweges in diesem Bereich selbst bezahlen müsse. Röder gab zu bedenken, dass es gefährlich für Radfahrer sei, wenn sie und die landwirtschaftlichen Geräte den gleichen Weg benutzten.
Werner Keller hielt dagegen, dass viele Radwege auch als Landwirtschaftswege genutzt werden. "Radfahrer sind mit dieser Gefahr oft konfrontiert und wissen, wie man damit umgeht", formulierte Keller seine Erfahrung. Er sprach davon, dass durch den Radweg historische Punkte begehbar gemacht würden. "Es wäre eine verpasste Chance, wenn man hier nicht zustimmen würde", meinte er. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Kreisstraße durch den neuen Radweg bis nach Schweinfurt nicht gequert werden müsse. Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) hält diese Lösung grundsätzlich für sinnvoll. "Dennoch möchte ich wissen, was finanziell auf die Gemeinde zukommt", sagte Klopf. Gleichzeitig stellte er die Frage, ob über den sogenannten Lückenschluss der Allianz Fördermittel erhältlich seien, was Zehner jedoch verneinte.

Ausgleichsfläche unklar

Joachim Weigand (CSU/FW) fragte, welche Ausgleichsflächen für die Maßnahme zur Verfügung gestellt werden müssten. Dazu konnte der Bürgermeister keine Angaben machen. "Es geht heute auch nicht darum, genau alles bis ins letzte Detail zu ermitteln, sondern grundsätzlich darüber abzustimmen, ob wir diesen Radweg wollen oder nicht", sagte Werner Keller. Yvonne Seufert (Rannunger Bürgerliste) fragte, ob es möglich sei, die offenen Punkte vor der Abstimmung zu klären. "Das Gutachten muss im März gemacht werden, somit können wir den Beschluss auf die nächste Gemeinderatssitzung am 24. Februar verschieben", sagte der Bürgermeister, der bis dahin außerdem die offenen Punkte klären und die Kosten genau ermitteln lassen will.
Einen Beschluss fassten die Räte in Sachen gemeindliche Leichenhalle. Dort sind bereits vier tragende Säulen auf der Nordseite mit einem Titanzinkblech verkleidet. "Die fünf restlichen sind noch zu verkleiden, die Kosten hier belaufen sich auf rund 450 Euro", sagte der Bürgermeister. Einstimmig wurde beschlossen, die Firma Seidl Montagebau aus Rottershausen zu beauftragen; sie hat schon die vier Säulen mit Blech verkleidet.

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