Rannungen
Fasching

Rannunger Fasching unter dem Sternbild des Gückers

Bewährte Jecken und Neulinge bringen die Besucher in der Mehrzweckhallte zum Toben.
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Erst Putzfrau, dann Glamour-Girl: Hildegard Bretscher (l.) und Karin Nöth.Foto: Daniel Wiener
Erst Putzfrau, dann Glamour-Girl: Hildegard Bretscher (l.) und Karin Nöth.Foto: Daniel Wiener
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as Sternbild des Gückers gab in diesem Jahr das Motto für die Faschingssitzungen in der Mehrzweckhalle. Die Faschingsabteilung des TSV ist das ganze Jahr über aktiv, sammelt Beiträge aus dem Ort, und die Garden üben, um fit zu bleiben. Schon vor Weihnachten wird mit den Proben begonnen, denn die Faschinssaison ist oft kurz, so wie auch in diesem Jahr
Pünktlich zur ersten Sitzung waren alle Interpreten topfit. Das Organisationsteam um Martina Salzbrunn hatte wieder ein Programm, in dem bewährte Jecken ebenso zum Zug kamen wie Neulinge. So etwa Benno Hobelsberger. Dem 14-Jährigen waren viele Werbeslogans aufgefallen, die ihn zu so manch einer Wortspielerei verführten. Richtiggehend gerührt waren einige Besucher beim ersten Auftritt der sieben und acht Jahre alten Tanzmariechen Laura und Lisa Stürmer. Perfekter Spagat, Pirouetten und Überschläge gingen den beiden so locker von der Hand, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht; ihre Trainerinnen waren Johanna Leicht und Rosali Sell.

Fester Platz für Nachwuchs

Dass der Nachwuchs seinen festen Platz hat, zeigten auch die Auftritte der Jugendgarde unter der Leitung von Jennifer Markus und Ludmilla Nagel sowie die Kindergruppe, die von ihren Trainerinnen Julia Dresch und Stefanie Kurfeß als Piraten auf die Bühne geschickt wurde. Der Schautanz "Shrek" der Nachwuchsgarde wurde von Manuela Keller, Katharina Fritz und Lena Berninger einstudiert.
Im Tanzteil wirkten außerdem die Gückergarde mit, die unter der Leitung von Veronika Herbig und Leonie Wächter einen Marschtanz und für den zweiten Teil eine Darbietung unter dem Motto "Hairspray" einstudiert hatte, sowie die Jugendgarde, die unter der Regie von Jennifer Markus "Lass die Puppen tanzen" auf die Bühne brachte.
Die Büttenreden eröffnete traditionell Alfred Erhard als Bajazz. Er spitzt das Jahr über besonders die Ohren, um lokalen Persönlichkeiten ebenso die Leviten zu lesen wie manchem Politiker. Immer wieder sind die Besucher geneigt zu sagen "wie wahr", wenn er sich mit geschickten Wortspielen etwa über die Euro-Krise auslässt oder den Unfrieden in der Welt. Auch Ludwig Büttner hat ein feines Gespür für den Puls der Zeit. Doch sein Humor ist eher fränkisch-derb. Immer wieder versteht er es noch einen nachzulegen, wenn man glaubt, die Pointe schon erkannt zu haben. Dritter im Bunde der Büttenredner ist Florian Schmitt. Die sinnverändernden Feinheiten der deutschen Sprache waren ihm als Oberlehrer aufgefallen. Köstliche Wortspiele haben sich aus seinen oft nur durch veränderte Kommasetzung völlig verfälschten Aussagen ergeben.

Mit Strip

Bei den Sketchen können sich die Rannunger ebenfalls auf bewährtes Personal verlassen. Das Putzfrauen-Duo Karin Nöth und Hildegard Bretscher ist ein fester Bestandteil. Sie hatten sich in diesem Jahr dem Thema Online-Bekanntschaften verschrieben, Profile für die jeweils andere angelegt und am Ende sogar einen Strip hingelegt, der das Publikum zum Johlen brachte. Sketche ohne Worte sind die Spezialität von Richard Fleckstein. Mit seinen Partnern Andreas Diemer, Roland Keller, Mario Stefan und Katharina Spitzhirn gab es gleich zwei Darbietungen, bei denen Zauberei und Pantomime wesentliche Säulen sind. Die verblüffenden Elemente und das Mimikspiel sorgten auch diesmal für Staunen. Themen waren Schießbudenfiguren und ein Zahnarzt-Besuch.
Dem Themenbereich witzige Zauberei zuzuordnen war die Aufführung der Trommlergruppe mit Simon Fries, Kevin Gerschütz, Marvin Kiesel und Pascal Fries. Die Sketchgruppe um André Kilian hingegen zog es in den Wilden Westen.
Die Schunkelrunden läutete Roland Kilian als Haus- und Hofmusikant ein. Sitzungspräsident Martin Erhard führte eloquent durch die Sitzung und war als Moderator nie um einen Spaß verlegen. Das Männerballett zeigte große Akrobatik bei den Filmhits der 80er Jahre. Wie immer gab es zum Ende die große Musikparade, bei der Carina Stöhr, Roland Keller Michael Kleinhenz, André Kilian, Dominik Hüllmantel, Matthias Leurer, Janina Ruopp und Elisabeth Wohlfahrt mit aktuellen Stimmungshits und bewährten Gassenhauern den Saal zum Toben brachten.
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