Münnerstadt
Stadtsanierung

"Punktlandung" bei Baukosten

Stenayer Platz mit Gymnasiumstraße und Klostergasse sollen am 12. September eingeweiht werden. Bürgermeister Helmut Blank und Sanierungsbeauftragter Dag Schröder stellten dem Bauausschuss den Sachstand vor.
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Das letzte Teilstück - der Vorplatz der Klosterkirche - wird derzeit gestaltet. Mitglieder des Bauausschusses, der Verwaltung und Gäste informierten sich über den Baufortschritt.  Foto: Thomas Malz
Das letzte Teilstück - der Vorplatz der Klosterkirche - wird derzeit gestaltet. Mitglieder des Bauausschusses, der Verwaltung und Gäste informierten sich über den Baufortschritt. Foto: Thomas Malz
Gemeckert wird immer. Und so waren es auch von der Bevölkerung angesprochene Kritikpunkte, auf die Bürgermeister Helmut Blank (CSU) zu Beginn der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend einging. Zuvor allerdings hatte er etwas sehr Positives zu vermelden: "Wir liegen bei den Baukosten bei einer Punktlandung."
Die Rinnen quer über die Gymnasiumstraße, die ja in Teilbereichen im Stenayer Platz integriert ist, stören manche Autofahrer. "Wir haben uns erkundigt, die Regenrinnen entsprechen der Norm", erklärte Helmut Blank. Kritisiert wird auch, dass der Platz eine deutlich sichtbare Wölbung hat. Dies sei unumgänglich gewesen, um die Wurzeln der beiden Bäume nicht zu beschädigen, die ja unbedingt erhalten werden sollten, erklärte Blank. Wie Dag Schröder hinzufügte, liegt die Neigung bei gerade einmal 3,5 Prozent. Drei Prozent seien bei Pflaster vorgeschrieben.

Polder aus Muschelkalk

Der Sanierungsbeauftragte ging vor Ort auf Details der Bauarbeiten ein. Die eingebaute Wasserrinne wird noch quadratische Muschelkalkpolder erhalten. So soll verhindert werden, dass Autofahrer aus Versehen in die Rinne fahren und sich die Achse abreißen. "Auf die Steine kann man sich auch setzen", erläuterte Dag Schröder. So könnten beispielsweise Kinder mit den Füßen im Wasser planschen.
Der Eingang zum ehemaligen Gymnasium sei ohne Stufe gestaltet worden für den Fall, dass auch das Innere des heutigen Verwaltungsgebäudes einmal barrierefrei gestaltet wird.

Gutes Miteinander

Das gute Miteinander von Anwohnern und Baufirma während der Bauphase hob der Bürgermeister hervor. So seien die Arbeiter von den Anwohnern mit Kaffee, Kuchen und Bratwürsten versorgt worden.
Britta Bildhauer (SPD) empfand die Einfassungen der Bäume zu hoch. Außerdem hätte sie lieber eine runde statt einer quadratischen Einfassung gesehen. Das wäre aber mit erheblichem Mehraufwand verbunden gewesen, sagte Dag Schrödern. Fabian Nöth (Neue Wege) wollte wissen, ob der künstliche Wasserlauf Tag und Nacht in Betrieb ist. Das könne ganz individuell eingestellt werden, bekam er zur Antwort. Anschließend sahen die die Kommunalpolitiker die archäologischen Funde an der Klosterkirche und den Vorplatz des Gotteshauses an. Dort sind die Bauarbeiten noch im vollen Gange.
Im Rathaus erläuterte Dag Schröder anhand einer Präsentation noch einmal Details zu den umfangreichen Arbeiten. In der Gymnasiumstraße fehlt lediglich noch die Verschleißschicht. Dort wird ein heller Asphalt aufgebracht, der mit dem hellen Pflaster des Stenayer Platzes harmoniert.

Straßenbau etwas teurer

Bei den archäologischen Funden an der Klosterkirche handele es sich um einen Vorgängerbau der heutigen Klosterkirche. Er datierte die alten Mauern auf das 11. Jahrhundert. Wegen der Leitungen der Baufirma bei den archäologischen Funden und einiger Sonderfälle beispielsweise bei Garageneinfahrten haben sich die Kosten des Straßenbaus etwas erhöht. Insgesamt liegen sie aber genau bei der veranschlagten Summe, fasste Dag Schröder zusammen.
Helmut Blank betonte noch einmal, dass die Entscheidung, den Stenayer Platz zu gestalten, aus den Fördervorgaben resultierte. "Ursprünglich wollten wir nur die Gymnasiumstraße machen." Um in den Genuss einer Bezuschussung von 80 Prozent der förderfähigen Kosten zu kommen, sei die Umgestaltung des Platzes notwendig gewesen. Das Stadtoberhaupt gab zu bedenken, dass für diese relativ kleine Baustelle mehr als ein Jahr Zeit gebraucht wurde, obwohl die Baufirma teilweise mit zwei Kolonnen vor Ort war. Für die Umgestaltung der Hauptstraße mit Marktplatz rechnet er mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren. "Mit den begrenzten Möglichkeiten des Einkaufs", betonte er.
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