Münnerstadt
Wirtschaft

Nipro investiert in die Zukunft

Mit dem Spatenstich hat die Standorterweiterung in drei Bauabschnitten im Werk II offiziell begonnen.
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Managing Director Dr. Massimo Imberti (rechts) führte die Gäste durch die Produktionshallen, hier Bürgermeister Helmut Blank (links) und Landrat Thomas Bold, dahinter Senior Vice President Manufacturing Nipro Europe Patrick Grüninger.  Foto: Thomas Malz
Managing Director Dr. Massimo Imberti (rechts) führte die Gäste durch die Produktionshallen, hier Bürgermeister Helmut Blank (links) und Landrat Thomas Bold, dahinter Senior Vice President Manufacturing Nipro Europe Patrick Grüninger. Foto: Thomas Malz
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Dass die Hallen früher einmal eine Kleiderfabrik waren, ist heute nicht mehr zu erkennen. Die Produktion in der Nipro PharmaPacking Germany GmbH Werk II läuft bereits. Aber dabei soll es nicht bleiben. Jetzt kommen eine Produktionshalle, ein Logistic-Center und ein Verwaltungsgebäude hinzu.
Im Jahr 2012 hatte Nipro die frühere MGlas gekauft, erinnerte Massimo Imberti bei seiner Begrüßung zum offiziellen Spatensich. "MGlas war bekannt für die Spritzen." Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Nipro noch keine Spritzen in ihrer Produktionspalette.


Platz 2 halten

2013 begann die Firma mit Renovierungsarbeiten, bereits 2015 entschloss sich die Firmenleitung, den Standort noch zu vergrößern. Werden derzeit 300 Millionen Spritzen pro Jahr hergestellt, so werden es nach der Erweiterung 600 Millionen sein. Der Mitbewerber liege laut Massimo Imberti im Milliardenbereich. Die Investitionen seien nötig, um Platz 2 auf dem Weltmarkt zu verteidigen.
Die neue Produktionshalle als Erweiterung der Kapazität im Bereich Spritzen und Karpulen soll im September 2017 fertig sein. Das Vorhaben umfasst eine Brutto-Fläche von 5610 Quadratmeter. Die Arbeiten haben bereits begonnen.


Automatisches Regalsystem

Das neue Logistik-Center zum besseren Management des Materialflusses auf einer Fläche von 2234 Quadratmeter wird ab Februar 2017 gebaut und soll noch im November 2017 fertig werden. Eingebaut werden soll ein automatisches Regalsystem.
Das dritte Vorhaben ist schließlich das Verwaltungsgebäude mit Sozialräumen für die Mitarbeiter, einer großzügigen Kantine, sowie Besprechungszimmern für Kunden- und interne Meetings. Zwischen Mai 2017 und April 2018 soll es entstehen. "Wir hoffen, es wird ewas früher fertig", sagte Massimo Imberti.
Anschließend führte er die Gäste durch die bereits bestehenden Produktionshallen, die teilweise nur durch die Glasscheiben besichtigt werden können, weil dort sterile Instrumente hergestellt werden. Über die Investitionskosten schwieg sich der Managing Director aus. "Lieber nicht", sagte auch Patrick Grüninger, Senior Vice President Manufacturing Nipro Europe. "Sehr viel," fügt er aber hinzu. Bekannt ist, dass Nipro mehr als 50 Millionen Euro im Standort Münnerstadt investiert. Anschließend ging es zum obligatorischen Spatenstich.
"Durch die Standorterweiterung werden nicht nur Arbeitsplätze gesichert, es entstehen auch neue", sagte Münnerstadts Bürgermeister Helmut Blank (CSU) gegenüber dieser Zeitung. Von Anfang an habe die Stadt das Vorhaben wohlwollend begleitet.
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