Münnerstadt
Exkursion

Mitten hinein in die Münnerstädter Geschichte

Kissinger Grundschüler waren in Münnerstadt, wo sie erfuhren, wie die Menschen im Dreißigjährigen Krieg gelebt und gekämpft und sich verteidigt haben.
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Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer zeigte die Bewaffnung und Ausrüstung, die im 30-jährigen Krieg zum Einsatz kam. Die Kinder und Lehrerin Andrea Foth schauen sich die Gegenstände fasziniert an. Foto: Björn Hein
Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer zeigte die Bewaffnung und Ausrüstung, die im 30-jährigen Krieg zum Einsatz kam. Die Kinder und Lehrerin Andrea Foth schauen sich die Gegenstände fasziniert an. Foto: Björn Hein
In die Zeit des Dreißigjährigen Krieges sind 20 Schülerinnen und Schüler aus der Sinnberg-Grundschule zurückversetzt. Dazu waren sie mit Lehrerin Andrea Foth aus Bad Kissingen nach Münnerstadt gekommen, um mehr darüber zu erfahren, wie die Menschen damals gelebt haben. Nun liegt der Krieg ja schon einige Jahrhunderte zurück, aber wann war er eigentlich? Die Lösung gab es von Museumsleiter Björn Hein, der den Kindern im Café Komturei zuerst einmal an einem Zeitstrahl verdeutlichte, um welchen Zeitraum es bei der Führung gehen sollte: um das frühe 17. Jahrhundert. Außerdem zeigte er anhand von Modellen vom Oberen Tor und Jörgentor, wie solche Stadttürme aufgebaut waren, wer dort Wache hielt und vieles mehr.

Dann machte sich die Gruppe auf zum Jörgentor, wo schon Stadtführer Rainer Kirch wartete. Unter seiner Obhut konnten die Kinder den Turm im Innern erkunden. Kirch gab außerdem zahlreiche Informationen über die damalige Stadtbefestigung, erklärte, wann Münnerstadt gegründet wurde, und wusste auch viel über die anderen Sehenswürdigkeiten vor Ort zu berichten.


Staunen über die Mauer

Danach ging es zur Stadtmauer, wo die Kinder man deren Höhe bestaunen konnte. Museumsleiter Björn Hein erläuterte dabei außerdem, wie aufwendig ein Stadttor oftmals aufgebaut war.

Anschließend ging es zurück ins Café Komturei und zu einem heißen Kakao. Im Museum zeigte Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer den Kindern, mit welcher Ausrüstung sich die Soldaten im 30-jährigen Krieg vor feindlichen Geschossen schützten. Dabei durften die Kinder auch einmal einen echten Helm aufsetzen und sich einen Brustpanzer anlegen lassen, der den Kindern vermittelte, wie schweißtreibend der Einsatz für die Soldaten gewesen sein muss. Dann zeigte Neugebauer den staunenden Kindern Waffen aus der Zeit des 30-jährigen Krieges aus seiner Sammlung. Dass damals aber nicht nur gekämpft wurde, sondern dass das Leben in dieser Zeit auch farbenfroh sein konnte, erläuterte Björn Hein unter Zuhilfenahme von Fotos, die er beim Heimatspiel aufgenommen hatte: "Wer sich für die Zeit, die wir heute behandelt haben, interessiert, kann gerne einmal das Heimatspiel besuchen - das ist sehr interessant.


Die Kinder waren neugierig

Den Kindern hat diese Aktion sehr gut gefallen. "Auch mit hat es großen Spaß gemacht, die Kinder an die Geschichte heranzuführen", freute sich Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer. Der Kontakt der Kinder zu historischen Gegebenheiten vor Ort sei sehr wichtig, um das Interesse für die Heimatgeschichte zu wecken.

Lehrerin Andrea Foth war ebenso begeistert: "Ich finde es toll, dass die Zeit des 30-jährigen Krieges heute so abwechslungsreich dargestellt worden ist". Für die Kinder werde Geschichte leichter nachvollziehbar, wenn sie vor Ort erlebt werden kann. "Mir und den Schülerinnen und Schülern hat der Nachmittag sehr gut gefallen".

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