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Münnerstadt
Ausbildung

Mit Engagement und Einsatz

51 Berufspraktikanten haben den Abschluss ihrer Ausbildung gemeinsam gefeiert. Sie sind nun staatlich geprüfte Erzieher .
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Abschlussfeier der Berufspraktikantinnen und -praktikanten: Die besten Absolventen Justina Müller, Sabrina Kober, Ulrike Stockmann, Laura Schwappach, Alexander Fromm und Kai Schebler zusammen mit Pater Rudolf Götz, dem Zweiten Bürgermeister Michael Kastl, dem Dritten Landrat Alfred Schrenk, Pfarrer Joachim Pennig, dem Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Michael Zintl und BBZ-Schulleiter Harry Koch.  Foto: Dieter Britz
Abschlussfeier der Berufspraktikantinnen und -praktikanten: Die besten Absolventen Justina Müller, Sabrina Kober, Ulrike Stockmann, Laura Schwappach, Alexander Fromm und Kai Schebler zusammen mit Pater Rudolf Götz, dem Zweiten Bürgermeister Michael Kastl, dem Dritten Landrat Alfred Schrenk, Pfarrer Joachim Pennig, dem Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Michael Zintl und BBZ-Schulleiter Harry Koch. Foto: Dieter Britz
Es war schon ein außergewöhnliches Bild: Harry Koch, Gesamtleiter des BBZ (Berufsbildungszentrums), und Christian Zintl, Chef der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik, waren mit knallroten Rettungswesten ausgerüstet, als sie bei der Abschlussfeier der 51 Berufspraktikantinnen und -praktikanten die Bühne der Aula betraten. "Sieht ja irgendwie komisch aus", gaben beide zu. Aber sie hoffen, dass den Absolventen immer dieses Bild in Erinnerung kommt, wenn sie an ihre Abschlussfeier denken. Auf die Idee mit den Rettungswesten war Koch bei der Lektüre des Buches "Kraft zum Loslassen" von Melody Beattie gekommen.
"Erzieherinnen und Erzieher braucht das Land", betonte Harry Koch, als er in der Aula die Absolventinnen und Absolventen und dazu eine große Zahl von Gästen begrüßen konnte. Harry Koch und Christian Zintl hatten wie gewohnt ihre Abschluss-Gedanken in einer gemeinsamen Rede zusammengefasst, in der auch ein "Waverunner" (so etwas wie ein Motorrad auf Wasserskiern) eine Rolle spielte. Die jetzigen Absolventen hätten mit viel Begeisterung und frischem Mut die Ausbildung begonnen, die sie manchmal wie bei einer Fahrt mit einem Waverunner auch in unruhige See geführt habe. Nur wenige hätten den Waverunner verlassen, weil ihnen die Fahrt zu anstrengend war oder die Richtung nicht gefiel. "Sie haben durchgehalten und den Waverunner immer wieder seetüchtig bekommen, dank der Unterstützung durch die im übertragenen Sinne angelegten Schwimmwesten", freuten sie sich.


"Einer der schönsten Berufe"

Der stellvertretende Landrat Alfred Schrenk, der im Namen des Kreistages und von Landrat Thomas Bold gratulierte, hofft, dass ein Teil der Absolventen im Landkreis bleibt. "Es lohnt sich, Erzieherin oder Erzieher zu sein, denn das ist einer der schönsten Berufe, die es gibt" hob er hervor. Im Namen der Stadt Münnerstadt gratulierte der Zweite Bürgermeister Michael Kastl. "Sie haben nicht nur die Schulbank hier im Haus gedrückt, Sie sind auch in der Praxis gewesen", sagte er, und: "Schön, dass ihr jetzt fertig seid, die Gesellschaft braucht euch."
"Sie werden nicht ertrinken", gab Pfarrer Joachim Pennig den jungen Leuten in Anlehnung an die Rettungswesten-Parabel von Harry Koch und Christian Zintl mit und rief ihnen zu: "Ich habe als Lehrer gemerkt, wie Sie geschuftet haben."


Musikbeiträge und Film

Natürlich wurden nicht nur Reden gehalten. Der Chor der Fachakademie und mehrere Gruppen lockerten die Feier mit Musikbeiträgen, "Theaterbonbons" und einem Film "Das wars" auf.
51 junge Damen und Herren (in erster Linie natürlich Damen) sind jetzt staatlich geprüfte Erzieherinnen und Erzieher und können nun in Tagesstätten, Kindergärten, Heimen der Jugend- und Behindertenhilfe, Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten, um nur einige Beispiele zu nennen. Die meisten von ihnen haben bereits einen Arbeitsplatz gefunden.
18 Absolventinnen und Absolventen haben mit einer Ergänzungsprüfung die allgemeine Fachhochschulreife erreicht, 15 die fachgebundene Fachhochschulreife. Besonders bemerkenswerte Ergebnisse erzielten Justina Müller (Hohenroth) mit der Note 1,14 in der Abschlussprüfung und 1,0 in der Prüfung für die fachgebundene Hochschulreife. Sabrina Kober (Bad Kissingen) erzielte die Note 1,21, Ulrike Stockmann (Fuchsstadt) 1,2, Laura Schwappach (Bohndorf) 1,35, Alexander Fromm (Bischofsheim) und Kai Schebler 1,5.
Bis die Absolventen ihre Urkunden in den Händen halten können, werden allerdings noch einige Wochen vergehen, denn das Berufspraktikum ist noch nicht ganz zu Ende.
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