Poppenlauer
Ausstellung

"Menschen immer unterwegs"

Das Heimatmuseum in Poppenlauer beendet am Sonntag, 10. April, die Winterpause mit einer neuen Ausstellung.
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Puppenstube im Heimatmuseum Poppenlauer  Foto: Museum
Puppenstube im Heimatmuseum Poppenlauer Foto: Museum
Zur Eröffnung nach der Winterpause am Sonntag, 10. April, hat das Heimatmuseum in Poppenlauer das aktuelle Thema "Menschen auf der Flucht" aufgegriffen. Der originale "Fluchtwagen", mit dem unter anderem eine aus Schlesien geflohene Familie nach Maßbach kam, (neu bepackt mit "Fluchtgut") ist Teil eines Rückblicks in die ewige Geschichte der Völkerwanderungen, aus den unterschiedlichsten Gründen, und der Kampf ums Überleben. Mit dem Konsens, dass die Reaktionen auf die ankommenden Flüchtlinge sich zu allen Zeiten gleichen.
So wurden schon im 19. Jahrhundert die neu ankommenden Auswanderer in Amerika nicht immer freundlich empfangen. Das gleiche, die Zeitung berichtete darüber, erfuhren die geflohenen "Pfälzer" 1709 in England. Auch Millionen deutsche Flüchtlinge, die nach 1945 aus dem Osten kamen, wurden nicht mit offenen Armen empfangen. Die unfreiwillige "Völkerwanderung" der jüdischen Bevölkerung in den Osten und deren Tod ist ein schrecklicher Teil der Geschichte. Und selbst von den Juden, die fliehen konnten, um im "gelobten Land" eine neue Heimat zu suchen, ist bekannt, dass sie einen schweren Stand hatten, als sie sich mit ihrem fränkischen Dialekt und ein paar Habseligkeiten in diesem fremden Land niederließen. Im Museum kann sich der Besucher auf eine rückwärtige Zeitreise begeben, er taucht zum Beispiel beim Blick in "Omas Puppenküche" in die beschaulich wirkende, "gute alte Zeit" ein. Beim Museumsrundgang unter dem Motto "Steinzeit, Ritter, alte Knacker" wird so die lange Geschichte des "Unterwegsseins" lebendig.
Geöffnet ist das Museum am Sonntag, 10. April, von 14 bis 18 Uhr, wie immer am zweiten Sonntag im Monat.



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