Münnerstadt

Lichterabend mit Schwank kommt gut an

Einen bunten Lichterabend mit Unterhaltung hatte der Altstadtverein zum Abschluss des ersten Kinderfestes im Jörgentorpark organisiert. Das Motto lautete "Die Stadtmauer brennt", und rund 250 Kerzen, alle entzündet und während des Abends betreut von dem 13-jährigen Leo Landgraf aus Münnerstadt, sorgten für ein angenehmes Ambiente.
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Böses Weib und gequälter Ehemann: Dorothee Hanshans und Rainer Kirch. Fotos: Hubert Breitenbach
Böses Weib und gequälter Ehemann: Dorothee Hanshans und Rainer Kirch. Fotos: Hubert Breitenbach
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Die Hans-Sachs -Spielergruppe der Heimatspiel-Gemeinde mit Dorothee Hanshans, Rainer Kirch und Franz Wüst unterhielt die Gäste mit dem Schwank "Das bitterböse Weib". Zuvor hatte Rainer Kirch mit dem fränkischen Schuhmacher-Poeten Hans Sachs (1495-1576) aus Nürnberg bekannt gemacht. Dieser war als Mitglied der Meistersingerzunft ein außerordentlich produktiver Dichter, Lyriker und Dramatiker sowie Meister vieler Fastnachtsspiele.

Derber Humor

Mit derbem, hintergründigem Humor erzählt der Schwank Szenen aus dem täglichen Familien-Leben eines bürgerlichen Ehepaares in der Zeit um 1500 (oder auch der heutigen Zeit). Das böse Eheweib setzt dem Angetrauten arg zu, bis dieser auf einen Rat seines Nachbarn hin versucht, seine "bessere Hälfte" mit allen möglichen Schlichen und Geschenken umzuerziehen. Und die Moral von der Geschicht: "Probier's doch auch einmal mit friedlichen Gesten und freundlichen Worten. Die Spielleidenschaft der drei Darsteller veranlasste das Publikum zu reichlich Applaus. Nach der Aufführung gestaltete die Bamberger Band Jazzhouse den Abend musikalisch, bis die meisten Kerzen abgebrannt waren - das Zeichen, sich auf den Heimweg zu machen.
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