Theinfeld
"Fosenocht"

Kleines Theinfeld ganz groß

Die kleine Ortschaft stellt seit vielen Jahren eine Sitzung auf die Beine. Besonders aktiv sind dabei Norbert Geier und Thomas Schmitt.
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Ein Hingucker: die Liliputaner-Show mit (von links) Sandro Kirchner, Jan Schubert und Tobias Geier Fotos: Philipp Bauernschubert
Ein Hingucker: die Liliputaner-Show mit (von links) Sandro Kirchner, Jan Schubert und Tobias Geier Fotos: Philipp Bauernschubert
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Auch die "34. Thefelder Fosenocht" war ein echter Knaller. Von Anfang an dabei sind Norbert Geier und Organisator und Sitzungspräsident Thomas Schmitt. Nicht nur beim Fasching sind beide in vielfältiger Weise aktiv, sie sind auch Stützen der Trachtenkapelle in der Ortschaft mit knapp zweihundert Einwohnern.

Norbert Geier ist ein echter Allroundmann. Der Küchenchef bei sämtlichen größeren Veranstaltungen im Musikheim ist mit seinem eingespielten Team für gute Speisen bestens bekannt. In diesem Jahr wirkte er zum ersten Mal nicht auf der Bühne mit. Dennoch war er im Hintergrund indirekt am Programm und der Planung beteiligt und mit seinen Ideen ein unverzichtbarer Bestandteil der "Thefelder Fosenocht".


Bescheidene Macher

Aber nicht nur an Fasching beziehungsweise in der Küche des Musikheimes ist Geier aktiv, er gehört auch schon viele Jahre dem Vorstand der Trachtenkapelle Theinfeld als Kassenverwalter an, ist langjähriger Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Theinfeld und Vorstandsmitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. Sein Fazit zu den Büttensitzungen: "Wir Theinfelder können stolz darauf sein, was in dem kleinen Ort abgeht."

"Erfolgreich können solche Sitzungen nur ablaufen, wenn sie gut vorbereitet sind", sagt Thomas Schmitt. Er ist von Anfang an Sitzungspräsident und das Zugpferd bei den Büttensitzungen der "Thefelder Fosenocht". "Etwas aufgeregt ist man immer, aber es wird schon klappen, denn wir sind gut vorbereitet", sagt der Vorsitzende der Trachtenkapelle Theinfeld, der das närrische Zepter im Musikheim schwingt. Ganz bescheiden gibt er dieses Lob weiter: "Hätte ich nicht eine solche zuverlässigen Mannschaft um mich herum, alleine könnte ich das sicherlich nicht".

Dabei denkt er an die vielen Trainerinnen der Tanzgruppen, an das Team hinter der Tontechnik und die aktiven Karnevalisten vor und hinter der Bühne. Thomas Schmitt stieg in diesem Jahr wieder einmal in die Bütt. Nach vierzig Jahren als Beamter versucht er sich im Ruhestand als Heimwerker, immer im Disput mit seiner Ehefrau.
Der Start in diese närrische Show blieb diesmal dem Urlauber Rene Wackenreuter vorbehalten, bevor der Tanz der Minis die vollbesetzte Dürnberghalle mit ihrer Grazie verzauberte. Die fünf Mädchen tanzten sich gleich in die Herzen des närrischen Publikums. Viel gelacht wurde bei den "Drei im WC". Es ist gar nicht so einfach, bei Not ein stilles Örtchen zu finden. Einen Flamenco-Tanz legten die Oldiefrauen auf die Bühne und ernteten dafür großen Beifall.

Nach Rothhausen, "do wölle mer net hie", waren sich die beiden Schafe (Katja Wirsing und Marion Beck) nach der Sendung "Schaun das Schaf" einig. Sie dokumentierten auch, dass man Theinfeld früher nicht einmal auf der Landkarte fand und heute sich diese schöne "Thefeld" als weltoffenen darstellt. Bei dem Vortrag "Dorfzeitung" kamen auch der Thundorfer Palast (Festhalle) und die Windräder zur Sprache.

Einzigartig war die Liliputaner Show mit jeweils Mutter und Sohn (Silke und Tobias Geier, Pia und Sandro Kirchner, Doris und Jan Schubert). Bei der Spielshow "Schlag den klee Schmied" ging es daum, Begriffe zu raten und Prominente aus der Gemeinde möglichst schnell zu erkennen. Die Außenwetten wurden live in die Dürnberghalle gesendet. Übel wurde dem Moderator in Rothhausen mitgespielt. Blutend kam er zurück in die Halle und musste die Show abbrechen.


Kein Halt in Rothhausen

Aus seiner Beziehung und seinem Leben erzählte "Rüdiger", alias Fabian Schneider. Bei der traditionellen "Thefelder Starparade" unter der Moderation von Vada Hückmann und Marie Pfaab sangen Andrea Berg (Ramona Klopf) ihren Hit "Du hast mich tausendmal belogen", Wencke Myhre (Sophie Pfaab) ihr "Knallrotes Gummiboot", Helene Fischer (Karin Bretscher) "Atemlos durch die Nacht", bevor Felix Klopf als Andreas Gabalier mit seinem Lied "Ich sing a Liad für di" das närrische Volk vollauf begeisterte. Tim Toupet (Tobias Geier) kam mit seinem Ohrwurm "Heut ist ein schöner Tag" auf die Bühne.

Beim Männerballett gefielen Daniel Bretscher, Lukas Englert, Steffen Geier, Johannes Pfab, Andre Schmitt, Manuel Schmitt und Max Wasser, Thema der Sketch-Parade war eine Familienfahrt nach Paris (Vater: Stefan Schmitt, Mutter: Rebekka Schmitt und Sohn: Lukas Englert).

Leider kamen die drei nicht über Rothhausen hinaus. Wenn der Sohn den Papa bittet anzuhalten, weil er pinkeln muss, aber der Vater genervt antwortet: "Erst wenn wir Rothhausen passiert haben", kann es schon zu spät sein.
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