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Weichtungen
Austausch

Im Ort läuft es meist rund

Nur wenige Probleme und Fragen tauchten in der Bürgerversammlung auf. Lediglich die Frage, wer die Baulast am Kirchturm trage, sorgte für Diskussion.
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Wer trägt die Baulast am Kirchturm? Diese Diskussion wurde in der Bürgerversammlung angestoßen.  Fotos: Philipp Bauernschubert
Wer trägt die Baulast am Kirchturm? Diese Diskussion wurde in der Bürgerversammlung angestoßen. Fotos: Philipp Bauernschubert
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60 Bürgerinnen und Bürger waren in die Dorfhalle nach Weichtungen gekommen, um bei der Bürgerversammlung den Ausführungen von Bürgermeister Matthias Klement zu folgen. Wie bei den bisher stattgefundenen Bürgerversammlungen in Maßbach und Volkershausen ging Klement in seinem Rückblick auf die ausgeführten und bevorstehenden Maßnahmen, sowie der Zahlen und Fakten, im gesamten Markt Maßbach ein. Erfreuliche Informationen waren dabei die gesicherte Zukunft der Schulen und die Senkung der Wasser- und Abwassergebühren zum 1. Januar 2017, diese Nachrichten wurden auch in Weichtungen wohlwollend aufgenommen.
Bei der Einwohnersituation in Weichtungen ist ein leichtes Defizit zu vermelden. Zwei Geburten stehen fünf Sterbefälle, und neun Zuzügen zehn Wegzüge gegenüber.


Ein großer Zusammenhalt

In Weichtungen mit ca. 420 Einwohnern scheint alles in Ordnung zu sein. Bürgermeister Klement verwies auf das Engagement der Bürger und der rührigen Vereine und dankte allen für ihren Beitrag zur intakten Dorfgemeinschaft. Ein hervorstehendes Merkmal in Weichtungen ist und war der Zusammenhalt, den die Bewohner immer wieder an den Tag legen. Hervorzuheben war im ablaufenden Jahr besonders die Erweiterung und Sanierung des DJK Sportheimes. Der Dank des Rathauschefs ging nicht nur an die DJK, sondern auch an die Reservisten für ihren Einsatz am und im ehemaligen Rathaus, sowie den übrigen Ortsvereinen.
Beim Tagesordnungspunkt Anfragen und Anträge kamen zunächst nur sehr spärliche Wortmeldungen, woraus zu schließen ist, dass die Bürger mit der Gemeindepolitik zufrieden sind. Den Reigen eröffnete Josef Reichert, ehemaliger Marktgemeinderat und Dritter Bürgermeister. Er wünscht sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Feldgeschworenen die Anschaffung eines Erdbohrers, als Arbeitserleichterung für die Siebener. Bürgermeister Klement stand diesem Antrag positiv gegenüber und wird ihn dem Gemeinderat vorlegen.
Eine weitere Wortmeldung von Reichert betraf die "Dorfgemeinschaft Weichtungen". Hier machte der Vorsitzende klar, dass im kommenden Jahr der Verein sein 20- jähriges Bestehen feiert und damit für ihn Schluss ist.
"Ein Generationswechsel muss her", dieser Appell war an die beiden neuen Marktgemeinderäte Gotthard Denner und Andreas Eußner gerichtet. "Auch ich höre in einem Jahr auf", sagte zu diesem Thema der Hausmeister der Dorfhalle, Rudolf Ziegler. "Es muss weiter gehen", wir werden uns rechtzeitig darum kümmern, versprach der Bürgermeister.


Scharfkantige Randsteine

Raimund Kneuer regte an, die scharfkantigen Randsteine in der Ortsdurchfahrt von Weichtungen abrunden zu lassen um einen Vorteil für Rollstuhl- und Rollatoren Fahrer zu schaffen. Diese Maßnahme hält Klement jedoch für nicht notwendig.
Manfred Denner beantragt, dass die Wassereinlässe in der Thundorfer Straße überprüft werden und erneut Raimund Kneuer wollte wissen, ob die Pflastererfirma für unsachgemäße Arbeiten im Rahmen der Dorferneuerung, in Regress genommen werden kann. Schließlich lobte unter Beifall der Besucher, Frank Erhard die beiden Rentner Rudolf Ziegler und Raimund Kneuer für die Reinhaltung und Instandsetzung der Brunnen.


Wer ist zuständig?

Als Bürgermeister Klement bereits die Versammlung schließen wollte, kam von Raimund Kneuer, doch noch ein heikles Thema zur Sprache. Dabei geht es laut Kneuer um die äußere Baulast des Kirchturmes in Weichtungen, die nach seiner Information schon immer bei der Gemeinde liegt.
Bevor die lebhafte Diskussion begann, wurde von Marktgemeinderat Felix Neunhöffer ein Schreiben, das ihm Kneuer übergeben hatte, verlesen, Dieses Schreiben der Rechtsabteilung des bischöflichen Ordinariats dokumentiert, dass die Baulast des Turmes beim Markt Maßbach liegt. Dies wird jedoch von Bürgermeister Klement nach Rücksprache bei der Rechtsaufsichtsbehörde bestritten. Josef Reichert glaubt zu wissen, dass ursprünglich die Baulast der gesamten Kirche und später nur der Turm bei der Kommune lag. Er regte an, sich an das Verwaltungsgericht zu wenden und die Frage klären zu lassen. Edgar Heim schlug vor, beim Amtsgericht vorstellig zu werden. Findet man dort ein Schriftstück neueren Datums gilt dieses, ansonsten ist die vorliegende Niederschrift seiner Meinung nach gültig.
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