Rannungen
Planungen

Halle muss saniert werden

Über das weitere Vorgehen in Sachen Mehrzweckhalle beriet der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
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Die Rannunger Mehrzweckhalle muss dringend saniert werden. Das Flachdach ist nach 42 Jahren nicht mehr dicht. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, dass ein Gesamtkonzept für die Sanierung erstellt werden soll. Unser Bild entstand beim Fest zum 40jährigen Bestehen des Musikvereins.  Foto: Dieter Britz
Die Rannunger Mehrzweckhalle muss dringend saniert werden. Das Flachdach ist nach 42 Jahren nicht mehr dicht. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, dass ein Gesamtkonzept für die Sanierung erstellt werden soll. Unser Bild entstand beim Fest zum 40jährigen Bestehen des Musikvereins. Foto: Dieter Britz
Wie geht es weiter mit der 42 Jahre alten, dringend sanierungsbedürftigen Mehrzweckhalle, deren Flachdach undicht ist? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU - Freie Wähler Rannungen) erinnerte daran, dass die Gemeinde erst kürzlich einen Zuschuss für das Dach, Fenster, Isolierung und die Heizung im Rahmen des KIP (kommunalen Investitionsprogramms des Bundes) gestellt hatte, aber nicht zum Zug kam.
Architekt Johannes Hahn, der in Sachen Halle für die Gemeinde tätig ist, schätzt die Kosten allein für die energetische Sanierung auf eine Million Euro und fügte hinzu "wenn das Gerüst schon steht, dann macht man die Fassade gleich mit. Ein Gesamtkonzept für die Halle ist nötig, kein Stückwerk."


Problemstelle Dach

Fridolin Zehner allerdings widersprach gleich: "Eine Gesamtsanierung können wir uns nicht leisten, auch wenn ein Gerüst in ein paar Jahren wieder aufgestellt werden muss und wieder Geld kostet. Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Halle trocken ist. Wir haben zu viele Baustellen im Dorf, die Geld kosten, der Schulhof zum Beispiel." Gemeinderat Franz Wolf (CSU - Freie Wähler Rannungen) betonte zum Dach-Problem: "Jeder Privatmann hat einen halben Meter Dachvorsprung an seinem Haus." Dieser fehle an der Halle, was nun Probleme verursache. Gemeinderat Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) wollte dem Architekten eine Aussage über die Kosten für das Dach entlocken. Doch der meinte nur "man muss das fundiert machen und bei Firmen anfragen." Dazu wieder Harald Klopf: "Entweder wir reißen das Ding in fünf bis acht Jahren weg oder wir machen jetzt was."


Gesamtkonzept gefordert

Der Zweite Bürgermeister Werner Keller (parteilos) ergänzte, alle baugleichen Hallen in diesem Alter im Landkreis seien entweder schon runderneuert oder abgerissen worden, "wir brauchen ein Gesamtkonzept, auch wenn nicht gleich alles gemacht werden kann. Sonst können wir die Halle in fünf bis maximal zehn Jahren abreißen." Er wollte wissen, wie teuer die Gesamtmaßnahmen kommen und mit was im Haushaltsjahr 2017 angefangen werden solle. Architekt Johannes Hahn, der wie erwähnt die Kosten für die energetische Sanierung auf rund eine Million Euro schätzt, schlug vor die Regierung von Unterfranken und alle anderen möglichen Stellen abzuklappern, wo man Zuschüsse bekommen kann. Franz Wolf fürchtet "wir fangen bei einer Million an und sind dann bei drei Millionen fertig."


Auch innen "ist vieles durch"

Johannes Hahn wies darauf hin, dass auch das Innere der Halle mit den Böden und den Sanitäreinrichtungen sanierungsbedürftig sei, was Geld koste, "das ist nach 42 Jahren halt alles durch". Gemeinderätin Yvonne Seufert (Rannunger Bürgerliste) rechnete daraufhin vor, dass zwei Millionen Euro für eine Sanierung, verteilt auf zehn Jahre, günstiger als ein Neubau seien, der fast ganz gleich gezahlt werden müsse. Auch sie forderte ein Gesamtkonzept.


Förderung noch offen

Sybille Büttner (Rannunger Bürgerliste) betonte, alles hänge von einer möglichen Förderung ab. Wenn die Gemeinde 50 Prozent Zuschuss für einen drei-Millionen-Neubau bekomme, sei das für die Gemeinde günstiger als eine Sanierung für nur zwei Millionen, aber ohne Zuschuss.
Entschieden wurde in der Sitzung noch nichts. Architekt Johannes Hahn soll sich nun um die Prüfung der Dachstatik kümmern, von der alles abhängt, "sonst wird halt die Halle runtergewirtschaftet, bis sie ganz kaputt ist", so Bürgermeister Zehner. Außerdem soll Hahn ein Gesamtkonzept erstellen und Fördermöglichkeiten erkunden. Den offiziellen Auftrag dazu soll er in der nächsten Sitzung des Gemeinderates bekommen.

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