Thundorf
Sitzung

Halle für Bauhof in Thundorf nimmt Form an - Gemeinderat diskutiert

Die Thundorfer Gemeinderäte machen Druck, außerdem entscheiden sie sich gegen ein Förderprogramm und für eine Vertagung.
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Die Baustelle am Bauhof der Gemeinde Thundorf - nur ein Thema, mit dem sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung beschäftigte. Fotos: P. Bauernschubert
Die Baustelle am Bauhof der Gemeinde Thundorf - nur ein Thema, mit dem sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung beschäftigte. Fotos: P. Bauernschubert
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Nachdem die bestehenden Gebäudeteile des ehemaligen Anwesens Geiß nutzbar für den Gemeindebauhof umgebaut und saniert wurden, wird derzeit anstelle der alten Scheune eine Halle mit einer Länge von 24,5 Meter und einer Breite von 16 Meter errichtet. Zu dieser neuen Halle wurden in der Gemeinderatssitzung die Lieferung und der Einbau von vier Sektionstoren vergeben. Die Ausschreibung ergab, dass die Firma Käfer Stahlhandel GmbH aus Gochsheim mit 14.660,80 Euro das günstigste Angebot abgab. Sie erhielt den Zuschlag des Gemeinderates.


Gegen das Förderprogramm

Für den Gemeinderat Thundorf galt es zu entscheiden, ob und wo sie kommunale Hotspots einrichten will. Das Gremium hat nach längerer Diskussion und Abwägung der Kosten einstimmig beschlossen, am Förderprogramm "Bayern W-Lan" nicht teilzunehmen. Die Bedeutung von schnellem Internet gerade für den ländlichen Raum unterstrich die zuständige Staatssekretärin und Wahlkreisabgeordnete Dorothee Bär bei der Bescheidübergabe anlässlich der Fahrt des Kreistages in Berlin. Jeweils 50 000 Euro für Beratungsleistungen erhielten mehrere Gemeinden, so auch die Gemeinde Thundorf.

Vorerst gibt es diesen Betrag maximal pro Gemeinde für die Planung. Auf Antrag kann vom Bund eine Förderung von 50 Prozent für den schnelleren Ausbau des Internets fließen. Die meisten Gemeinden im Landkreis haben in den vergangenen Jahren bereits bayerische Förderprogramme genutzt. Deshalb geht es nun noch um die Schließung von Lücken: "Wir haben Aussiedlerhöfe und eine Mühle, die noch nicht angeschlossen sind und im Gewerbegebiet sind wir schwach und nicht ausreichend besetzt", sagt Bürgermeister Egon Klöffel. Im Zuge der Entscheidung über den eingereichten Zuwendungsantrag der Gemeinde wurde von der Regierung von Unterfranken verfügt, dass das Förderverfahren nochmals neu gestartet werden muss, da das vorgeschaltet Markterkundungsverfahren schon fast zwei Jahre zurückliegt, tatsächlich aber nicht älter als drei Monate sein darf. Erfreulich in diesem Zusammenhang: Die Telekom Deutschland GmbH hat angekündigt, dass sie aus Gründen der Eigenverschuldung in der Gemeinde einen "Vectoring Eigenausbau" ohne kommunale Kostenbeteiligung innerhalb der nächsten drei Jahre realisieren werde. Bezüglich der ergänzenden Erschließung der sogenannten "weißen Flecken" wird die Verwaltung beauftragt, im Zusammenwirken mit der Breitbandberatung das Auswahlverfahren online einzuleiten und durchzuführen.


Wer bezahlt Gedenktafel?

Der Antrag des Stammtisches "Geschichte und Brauchtum Thundorf" auf Übernahme der Kosten für die Herstellung der Gedenktafel mit den Gefallenen des ersten Weltkrieges war bereits in der Gemeinderatssitzung am 2. Juni Thema. Nachdem damals zum Aufstellungsortnoch keine endgültige Entscheidung der katholischen Kirchenverwaltung vorlag, wurde dieser Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro vertagt und war nun wieder Beratungs- und Tagesordnungspunkt. Dieses Thema entfachte im Gemeinderat eine Diskussion. Daniel Schäfner schlägt vor, die Kirche an den Kosten zu beteiligen, Edwin Braun meint, die Reservistenkameradschaft könne einen Zuschuss geben. Fazit der Diskussion: Der Tagesordnungspunkt wird erneut vertagt und dem Geschichtskreis nahegelegt, diese beiden Institutionen bzw. Vereine bezüglich der Übernahme ebenfalls anzuschreiben.


Antrag auf Baugenehmigung

Dem Antrag auf Baugenehmigung zum Anbau eines Holzschuppens von Daniel Schäfner, Dorfstraße 9 im Gemeindeteil Theinfeld, wurde vom Gemeinderat stattgegeben. Der Antragsteller und zugleich Gemeinderat warvon der Beratung und Abstimmung ausgeschlossen. Hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenze wird gleichfalls eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Weichselgarten" in Theinfeld zugestimmt.


Fortschritt und Ausstehendes

Bürgermeister Egon Klöffel informiert den Gemeinderat über den Fortschritt folgender Baumaßnahmen: die Erweiterung des gemeindlichen Bauhofs, die Stützmauer am Feuerwehrhaus in Thundorf, der Vorplatz am Feuerwehrhaus in Theinfeld und das Feuerwehr- bzw. Schützenhaus in Rothhausen.

Gemeinderat Werner Wenzel brachte zwei leidige Themen zur Sprache: Zum einen den Stand bei der Ermittlung des Wasserdruckes in der Siedlung Kutschenweg und zum anderen den Fußweg des Siedlungsgebiets zum Friedhof. Beide Maßnahmen sollten nun endlich zum Abschluss kommen, meint der Gemeinderat.


Pro-Kopf-Verschuldung

Nach Abschluss des Haushaltsjahres 2015 ist gemäß der Gemeindeordnung die Jahresrechnung des abgelaufenen Jahres dem Gemeinderat vorzulegen. Der Haushalt 2015 wurde vom Gemeinderat am 23. April 2015 beschlossen. Das Haushaltsjahr 2015 konnte ausgeglichen abgeschlossen werden. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2015 beläuft sich auf 189.220 Euro. Daraus ergibt sich eine "Pro-Kopf-Verschuldung" von 181 Euro.
Im Zusammenhang mit der Vorlage der Jahresrechnung, fordert Gemeinderat Daniel Schäfner, dass der Rechnungsprüfungsausschuss die Prüfungen zeitiger durchführt: "Es kann nicht sein, dass jetzt noch nicht das Jahr 2014 abgeschlossen ist." Bürgermeister Klöffel wird gebeten, dieses Problem in der Verwaltung anzusprechen.
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