Maßbach
Jagd

Gutachten für Schießanlage

Zwei Referate zur Weiterbildung der Jäger, Ehrungen und die Vorstandswahl standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Jägervereins Bad Kissingen.
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Die Bläsergruppe des Jägervereins Bad Kissingen wirkte an der Hauptversammlung in Maßbach mit und spielte einige Stücke.  Foto: Dieter Britz
Die Bläsergruppe des Jägervereins Bad Kissingen wirkte an der Hauptversammlung in Maßbach mit und spielte einige Stücke. Foto: Dieter Britz
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Der Vorsitzende Helmut Fischer wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Verabschiedet wurde der langjährige Geschäftsführer des Vereins, Georg Fleischer. Ihm folgt sein bisheriger Stellvertreter Winfried Wetterich nach.
Zu Beginn der Versammlung in der Maßbacher Lauertalhalle, an der rund 80 Mitglieder teilnahmen, ging der Vorsitzende auf einige für die Jäger wichtige Punkte ein. Da ist zum einen die Debatte um die Schießanlage "Hubertus" am Wittelsbacher Turm. "Das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt haben Bedenklichkeit ausgedrückt", informierte Helmut Fischer. Deswegen sei der Verein nicht darum herumgekommen, ein Detailgutachten anfertigen zu lassen, das voraussichtlich im November fertig sein wird. "Wir haben das gemacht, weil sonst die Behörden das machen", betonte er.
Helmut Fischer erwähnte auch, dass die Gebühren für die Trichinenschau erhöht worden sind. Den staatlichen Veterinären bescheinigte er eine vorzügliche Zusammenarbeit. 2015 sind in den drei Landkreisen Bad Kissingen, Bad Neustadt und Main-Spessart insgesamt 12 000 Wildsauen ohne einen Unfall abgeschossen worden. "Wir müssen schon im Interesse der Landwirtschaft die Population des Schwarzwildes im Zaum halten", betonte er. Sonst gäbe es viel mehr Schäden in den Feldern. Gerade dieses Jahr fänden die Tiere durch Mais und Getreide sowie durch Eicheln und Bucheckern im Wald reichlich Nahrung und könnten sich stark vermehren. Die Wildsauen seien allerdings sehr intelligent und deshalb nur schwer und mit viel Aufwand zu jagen.
Über eineinhalb Stunden lang informierte Gerhard Gruber, Leiter Technischer Service der Firma RUAG Ammotec GmbH in Fürth, über das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz, das nach eigener Einschätzung im Bereich der Jagd- und Sportmunition europäischer Marktführer ist. Im ersten Teil zeigte Gruber die Entwicklung der Waffen vom Langbogen bis zum Hinterlader mit Hochrasanzpatronen und die Gefahr auf, die durch Abpraller und Querschläger in unterschiedlichen Situationen ausgehen kann. Im zweiten Teil ging es um die Verwendung von Blei in Jagdmunition und seinen Ersatz durch andere Metalle. Als er meinte, "Blei wird hingestellt wie ABC-Waffen, die Diskussion ist politisch bestimmt und nicht mehr sachlich", gab es Beifall. Ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition bringe keine merkliche Reduzierung der Bleibelastung der Bevölkerung. Nur 0,07 Prozent des Bleiverbrauchs weltweit würden auf Jagdmunition entfallen.
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