Münnerstadt
GTI-Treffen

Getunte Kult-Karossen am Münnerstädter Anger

Golf GTI-Fans aus der Region und aus ganz Deutschland haben sich zum zweiten Mal in der historischen Altstadt getroffen. Das Treffen war ein Publikumsmagnet, die ursprünglichen Prognosen der Veranstalter wurden deutlich übertroffen.
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Auf dem Anger standen die GTI's aufgereiht wie die Perlen auf der Schnur. Die Kult-Autos waren aber auch auf dem Marktplatz und auf mehreren Straßen zu bewundern.  Fotos: Dieter Britz
Auf dem Anger standen die GTI's aufgereiht wie die Perlen auf der Schnur. Die Kult-Autos waren aber auch auf dem Marktplatz und auf mehreren Straßen zu bewundern. Fotos: Dieter Britz
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Soweit das Auge reichte: Auf allen Straßen und Plätzen der Stadt Golf GTIs jeden Alters und in allen Farben, viele von ihnen getunt. Die Autokennzeichen und die farbigen Stecknadeln auf einer Landkarte bei der Anmeldestelle zeigten, dass am Sonntagzum GTI-Treffen Liebhaber des Kult-Autos aus der ganzen Bundesrepublik in die Stadt gekommen waren. Aus der näheren und weiteren Umgebung, aber auch aus Berlin, aus dem Ruhrgebiet und Feldkirch in Österreich waren sie zum zweiten GTI-Treffen nach Herbst 2014 angereist. Den weitesten Weg hatten einige Lörracher GTI-Fahrer, die aus der südwestlichsten Ecke der Republik 450 Kilometer bis nach Münnerstadt zurücklegten

Trabbi und Käfer

Begeistert waren Sie eigentlich alle, ob Teilnehmer, Zuschauer, Organisatoren oder Vertreter der Stadt. Matthias aus dem wüttembergischen Balingen erzählte beispielsweise: "Ich bin das erste mal hier, ich hab noch nicht viel gesehen von der Stadt, aber was ich bisher gesehen habe, gefällt mir". Er hat über ein Internet-Forum von dem Treffen erfahren. Vor allem mag er, dass das Treffen mitten in einer historischen Stadt und nicht abseits auf einem Parkplatz stattfindet.

Ralf ist mit Freundin und Hund nach Münnerstadt gekommen. "Eingeladen sind nicht nur GTI, sondern alles, was mit dem VW-Konzern zu tun hat, hab ich gelesen" sagte er. Deswegen präsentierte er direkt vor dem Rathaus seinen VW Käfer, natürlich keinen ganz normalen. Das Autokennzeichen "California" wechselt er, bevor er sich ans Steuer setzt, wieder gegen ein normales deutsches aus. Der Käfer ist so tief gelegt, dass Ralf in manchen Gassen Probleme bekäme.

Der Trabbi ein Parkplatz weiter kommt aus Hildburghausen. Holger wohnt in der Nähe von Mainz und ist mit Freundin Gabi vor drei Tagen angereist, um noch Urlaub in der Gegend zu machen. "Erstens ist Münnerstadt eine sehr schöne Stadt und zweitens gefällt mir dieses Treffen sehr gut", sagte er. "Schade nur, dass ich keine Weißwürste bekommen habe" bedauerte er. Er verpasste das Weißwurst-Frühstück im Schlosshof.

Bürgermeister Helmut Blank (CSU) ist, und das sicher zurecht, "extrem zufrieden" mit der ganzen Veranstaltung. Das GTI-Treffen am 27. Juni solle noch größer aufgezogen werden, mit ein oder zwei Kapellen zum Beispiel. Blank setzt darauf, dass bei weiteren Treffen der Teilnehmerkreis internationaler wird.

Die Veranstalter Sascha Vorndran und Matthias Scholz hatten im Vorfeld des Treffens mit 400 teilnehmenden Autos und 500 Personen gerechnet, am Sonntagmorgen schraubten sie ihre Voraussagen auf 500 Autos und 800 Personen hoch. Dass sie sehr zufrieden sind, versteht sich von selbst. Sie lobten die Teilnehmer: "Man hört nichts, keiner fährt mit röhrendem Motor durch die Stadt".

Rundherum zufrieden war auch Klaus Schebler. "Es ist was los in der Stadt, es wird etwas für das junge Publikum getan, auch die Gastronomie profitiert davon. Es wäre schön, wenn wir mehr solche Veranstaltungen hätten", sagte der städtische Kulturreferent.

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